Viele große Konzerne verlieren laut sonnenseite.com mit voranschreiten der Zeit den Blick für Innovationen und ruhen sich stattdessen auf altbewährten Vorgehensweisen aus. Genau dies geschieht zurzeit mit dem mächtigen Stromversorger. Wo im Jahr 2012 noch 1,3 Milliarden Euro Gewinn zu verbuchen waren, sind es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,8 Milliarden Euro Verlust. Eine Mitschuld hieran trägt sicher der ehemalige Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann, welcher zu jeder Zeit die Laufzeitverlängerung der bestehenden Kraftwerke forderte und diese Einstellung trotz beschlossener Energiewende weiter verfechtet hat. Großmanns Erfolg wurde jedoch spätestens im Jahr 2011 mit der Atomkatastrophe in Fukushima ein Ende gesetzt. Durch den Entschluss zum Atomausstieg und die Zurücknahme der Laufzeitverlängerung durch den Bundestag, war die Energiewende nun nicht mehr aufzuhalten.
Mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden, Peter Terium, der Mitte 2012 ins Amt trat, und seiner Umstrukturierung der Unternehmensstrategie standen die Erneuerbaren Energien im Mittelpunkt des Konzerns.
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Bild: Günter Havlena / pixelio.de |
Anpassungsfähigkeit ist seit Millionen von Jahren Teil der Evolution und somit bleibt es fraglich ob das traditionelle Geschäftsmodell auch langfristig noch mit dem steigenden Tempo der Energiewende mithalten kann.