enerpremium

Freitag, 4. November 2011

Solar- und windbetriebene Yacht

Bild: Tabea Stricker  / pixelio.de
Nachdem bereits der Prototyp eines Solarflugzeugs entwickelt wurde, welcher ausschließlich durch Sonnenenergie angetrieben wurde (wir berichteten) tut sich nun eine großartige Neuerung in der Yacht-Branche auf: Die weltweit erste Fahrtenyacht, die allein Solartechnik und Zugdrachenantrieb nutzt.

Dadurch ist sie völlig CO2-frei und bietet anderen Yachten echte Konkurrenz, da sie die Schnelligkeit und Geräumigkeit einer Motoryacht mit der Emissions- und Vibrationsfreiheit einer Segelyacht kombiniert.

Umgesetzt wird diese Idee durch den Berliner Solarschiffhersteller SolarWaterWorld AG in enger Zusammenarbeit mit dem Hamburger Technologieführer SkySails GmbH. Ende 2012 soll der erste Prototyp vorgestellt werden, 2013 geht die solarelektrische Zugdrachen-Yacht in Serie.

Der Zugdrachen erzeugt pro Quadratmeter Fläche bis zu 25mal so viel Kraft wie herkömmliche Segelantriebe. Hinzu kommt die Unabhängigkeit von Kraftstoffen auf langen Strecken, da Wind oder Sonne auf dem Wasser praktisch immer vorhanden sind.

Zugdrachenantriebssysteme werden bereits seit 2008 in der weltweiten Frachtschifffahrt eingesetzt und dienen dort zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs.

Quelle: SolarWaterWorld

Dienstag, 1. November 2011

Sonnenenergie-Förderung 2011: Fördertöpfe noch rechtzeitig anzapfen

Für Solarkollektorflächen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung gibt es derzeit im Gebäudebestand pro Quadratmeter 120 Euro Förderung von dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA). Diese Förderung ist in ihrer Höhe bis zum 30. Dezember 2011 befristet. Maßgeblich ist dabei der Antragseingang beim BAFA. Nach diesem Stichtag beträgt die Förderung dann nur noch 90 Euro pro m². Insofern ist hier entsprechend Eile geboten, wenn die verbesserte Förderung angezapft werden soll.

Bild: Claus Schuhmann / pixelio.de
Ebenfalls gibt es bis zum 30.12.2011 eine erhöhte BAFA-Förderung, wenn zusätzlich ein alter Heizkessel ohne Brennwertnutzung gegen einen neuen, modernen Brennwertkessel ausgetauscht wird. In diesem Falle wird ein Bonus gezahlt, der momentan noch 600 Euro beträgt. Nach dem 30.12.2011 wird dieser Betrag auf 500 Euro abgesenkt. Gleiches gilt für den so genannten Kombinationsbonus, der für eine Kombination der Solarthermie-Anlage mit einer Wärmepumpe oder Biomasse-Anlage gezahlt wird und ebenfalls noch 600 Euro beträgt.

Alternativ ist auch eine Förderung über die KfW möglich. Hier sind die Zinskonditionen momentan überaus günstig. Unabhängig von der Laufzeit liegt der Effektivzins momentan noch bei einem Prozent. Wichtig ist dabei, den Antrag noch vor (!) dem Maßnahmenbeginn zu beantragen und einen sachverständigen Energieberater für die Beantragung aufzusuchen. Weitere Infos zu den Konditionen finden Sie im enerpremium-Blog.

Neben den Bundesprogrammen gibt es eine Vielzahl von weiteren kommunalen und landesbezogenen Fördermöglichkeiten. Für einen maßgeschneiderten Überblick empfehlen wir eine umfassende Fördermittelberatung, die Ihnen auch das Energieberatungsteam enerpremium bietet.

Solarstrom-Investoren erzielen ebenfalls bis zum 31.12.2011 eine noch höhere Förderung als im Folgejahr 2012. Die Fördersätze gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden 2012 um 15% reduziert.

Wir haben die Fördersätze 2011 und 2012 exemplarisch für ausgewählte Anlagen gegenübergestellt:

Wer das eigene Ertragspotenzial des Daches einmal genauer prüfen lassen möchte oder Hilfestellung bei Angebotsvergleichen benötigt, dem bietet das Energieberatungsteam enerpremium kompetente Hilfe an.

Montag, 31. Oktober 2011

Bassum setzt auf LED-Beleuchtung

Bild: Andreas Dengs  / pixelio.de
Die Weihnachtsbeleuchtung der Stadt Bassum wird in diesem Jahr komplett auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Dazu entschloss sich nach vielen Diskussionen der Arbeitskreis "Stadtmarketing" der Wirtschafts- und Interessengemeinschaft Region Bassum (WIR).

Zusätzlich zu der bestehenden Beleuchtung würden fünf Überspannungen für die Straße angeschafft, welche neben einem großen Stern in der Mitte aus zwei kleineren Sternen an den Rändern und mehreren Lichtbögen bestehe, so Heinfried Bolte vom WIR.

Insgesamt beläuft sich die Umstellung der bereits vorhandenen Beleuchtung auf LED und die Anschaffung der fünf Überspannungen auf rund 35.000 Euro. Jeweils eine Überspannung wird von der Kreissparkasse, der Volksbank und der Firma Joba gesponsert - die restlichen Kosten werden von der WIR und der Stadt übernommen.

Da die LED-Technik einen besonders sparsamen Stromverbrauch hat, bringt die Umrüstung einige Einspareffekte mit sich. Die alte Weihnachtsbeleuchtung verbrauchte 40 Kilowatt in einer Stunde - durch die LED-Technik werden nur noch 2,75 Kilowatt an Strom benötigt, so die Rechnung des Arbeitskreismitgliedes Hans Molkenthin. Dadurch werde man 6000 Kilogramm CO2 einsparen können. Weitere Vorteile der neuen Technik sind die bis zu 20-fach längere Lebensdauer und die bessere Erschütterungsfestigkeit.

Quelle: Weser Report vom Sonntag, den 30. Oktober 2011

Freitag, 28. Oktober 2011

Förderung für Solarstrom sinkt um 15 Prozent

Bild: R. B. / pixelio.de
Wie aus einer aktuellen Pressemitteilung der Bundesnetzagentur zu entnehmen ist, wird die Einspeisevergütung für Solarstrom zum 1. Januar 2012 um 15 Prozent fallen. Sie beträgt dann je nach Größe und Standort der Photovoltaik-Anlage 17,94 bis 24,43 Cent pro Kilowattstunde.

Diese Entwicklung ist auf das System des "atmenden Deckels" zurückzuführen, wonach die Absenkung der Förderung umso höher ausfällt, je mehr neue Anlagen bzw. Gesamtleistung hinzukommt. Damit richtet sich die Bundesnetzagentur nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zur Begrenzung der Kosten des Photovoltaik-Zubaus.

Den Zubau von Leistung gibt die Agentur im Zeitraum von Oktober 2010 bis September 2011 mit 5200 Megawatt an. Er liegt damit deutlich unter dem Wert des Vergleichszeitraums Oktober 2009 bis September 2010 (7800 Megawatt).

Die Kürzung der Photovoltaik-Einspeisevergütung betrifft nur jene Anlagen, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehen, sie gilt nicht für bereits bestehende Anlagen. 

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Rechenfehler bei Strahlenberechnung in Gorleben

Bild: Thommy Weiss  / pixelio.de
Offenbar ist dem Niedersächsischen Umweltinstitut (NMU) bei der Berechnung der Strahlenmessungen am Atommüll-Zwischenlager Gorleben ein Fehler unterlaufen. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht von Greenpeace hervor. Demnach weist eine aktuelle Analyse von Greenpeace diesen schwerwiegenden Fehler nach, auf Grund dessen die Entscheidung über einen neuerlichen Castor-Transport gefällt wird.

Die Berechnungen des NMU ergeben einen Strahlenwert von 0,233 Millisievert, Greenpeace-Berechnungen ergaben hingegen eine mögliche diesjährige Strahlendosis von 0,305 Millisievert. Dadurch würde der dort zulässige Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert bis Jahresende überschritten werden.

Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace betont, dass es sich bei der Bewertung des Ministeriums um einen klaren Rechenfehler handele, der keinen Interpretationsfreiraum ließe. Es schiene, als hätte Umweltminister Sander die Messwerte herunter gerechnet, um den anstehenden Castor-Transport nicht zu gefährden, so Smital weiter.

Die Entscheidung über den Castor-Transport soll Ende Oktober gefällt werden. Geplant sind elf Castor-Behälter, von denen jeder etwa viermal so viel Radioaktivität beinhaltet, wie bei dem Super-GAU in Fukushima ausgetreten ist.

Zur Berechnung der aus der Castor-Halle austretenden Strahlung werden in der Umgebung des Zwischenlagers zunächst Neutronen- und Gammastrahlung gemessen. Von diesen Werten wird dann die dauerhaft vorhandene natürliche Hintergrundstrahlung abgezogen, anschließend werden die Werte addiert.

Das NMU kombinierte für die Berechnung des niedrigen Strahlenwertes die Messdaten von zwei Behörden: Für das erste Halbjahr 2011 wurden die Ergebnisse des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) benutzt, für das zweite Halbjahr die Messungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Diese Aufteilung in Jahreshälften begründet das NMU mit einer Ende Juni erfolgten Umstellung von Castoren innerhalb der Lagerhalle, die die Strahlenbelastung rund um die Anlage gesenkt haben soll.

Dem Greenpeace-Bericht nach hat das NMU bei der Berechnung drei erhebliche Fehler gemacht, die zu der niedrigeren Prognose führten: Für das erste Halbjahr wurde rückwirkend ein höherer Neutronen-Hintergrundwert angenommen - da dieser abgezogen wird, fällt das Ergebnis entsprechend niedriger aus. Hinzu kommt die unzulässige Annahme, dass im ersten Halbjahr eine Gammastrahlung von Null herrschte, obwohl behördliche Messungen des NLWKN für diesen Zeitraum vorliegen. Ferner wurde auch für das zweite Halbjahr die Gammastrahlung nicht berücksichtigt, obwohl der TÜV-Bericht entsprechende Werte liefert.

Montag, 24. Oktober 2011

Holzpellets sind über 40 Prozent günstiger als Heizöl

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Gemäß Marktdaten des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) befindet sich der Preis für Pellets seit Jahren auf einem stabil niedrigen Niveau. Der DEPV gibt für den Oktober den Durchschnittspreis für Holzpellets in Deutschland (DEPV-Index) mit 232,76 Euro pro Tonne an - damit steigt er saisonal bedingt um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Mit der Nutzung von Pellets kostet eine Kilowattstunde Wärme 4,75 Cent, ein Kilogramm Pellets 0,23 Euro. Somit ist das Heizen mit Pellets 43 Prozent günstiger als mit Heizöl und rund 30 Prozent günstiger als mit Erdgas.

Pünktlich zum Beginn der Heizsaison sei in den Medien vom ‚Heizkosten-Schock‘ und der ‚Energiepreisexplosion‘ die Rede. Da Holzpellets ein regional produzierter Energieträger ist, haben Spekulationen am Weltmarkt der fossilen Energien keinen Einfluss auf den Pelletpreis in Deutschland, so Martin Bentele, geschäftsführender Vorsitzender des DEPV. Der Staat unterstützt die umweltfreundliche Wärme aus den Holzpresslingen finanziell, damit rechnet sich der Umstieg von fossilen Energien auf den CO2-neutralen Brennstoff Holz nicht nur für die Geldbörse sondern auch für die Umwelt.

Eine durchschnittliche Familie, die vorher 3.000 Liter Heizöl verbraucht hat, spart dieses Jahr mit Pellets über 1.000 Euro Heizkosten und 10,2 Tonnen CO2 ein, so Martin Bentele weiter. Die Kilowattstunde Wärme mit Heizöl kostet derzeit 8,35 Cent, mit Holzpellets lediglich 4,75 Cent.

Der Preis für Pellets schwankt regional: In Süddeutschland zahlte man im Oktober 231,18 Euro pro Tonne, wenn sechs Tonnen Qualitätspellets abgenommen wurden. In der Mitte der Republik liegt der Preis bei 241,10 Euro pro Tonne und in Nord- sowie Ostdeutschland bei 243,00 Euro pro Tonne.

Der DEPV-Preisindex wird seit Jahresbeginn 2011 monatlich veröffentlicht und bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 bzw. DINplus (Abnahme von 6 Tonnen, Lieferung im Umkreis von 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.) Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) den Pelletpreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge.

Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband

Freitag, 21. Oktober 2011

Strompreiserhöhung von 4 Prozent prognostiziert

Bild: birgitH / pixelio.de
Laut Prognose des unabhängigen Verbraucherportals Verivox wird der durchschnittliche Strompreis für private Verbraucher 2012 voraussichtlich um 4 Prozent steigen. Dies hängt zum Einen mit der Erhöhung der EEG-Umlagen von 3,53 Cent/kWh auf 3,592 Cent/kWh zusammen. Auf einen Jahresstromverbrauch von 4.000 kWh angewendet, der im November 2011 noch durchschnittlich 974 Euro brutto kostet, wären das im Jahr 2012 schon 977 Euro brutto. Das entspricht einer jährlichen Mehrbelastung von 3 Euro.

Zum Anderen sorgt eine Erhöhung des Großhandelspreises für Strom um 3 Euro pro Megawattstunde für eine Preissteigerung von 1,5 Prozent oder 15 Euro im Jahr, vorausgesetzt diese Preise werden direkt an den Endverbraucher weitergegeben. Um zu diesem Ergebnis zu kommen wurde der volumengerichtete Jahresdurchschnitt aller für 2011 und 2012 gehandelten Terminkontrakte an der Strombörse EEX in Leipzig verglichen.

Hinzu kommen die Netznutzungsentgelte, die sich nach vorläufigen Veröffentlichungen der Netzbetreiber um durchschnittlich 6,5 Prozent erhöhen. Dies wurde zumindest von den 11 größten Netzbetreibern angekündigt. Sollten sich die anderen Netzbetreiber diesem Trend anschließen, so würde sich der Endpreis für die Verbraucher um weitere 2 Prozent erhöhen. Hierdurch kommt eine jährliche Mehrbelastung von 17 Euro zustande.

Aus diesen drei Faktoren ergeben sich 35 Euro brutto und damit 4 Prozent mehr, die ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh künftig bezahlen muss, sollten die Prognosen sich bewahrheiten. Wie hoch diese Erhöhung jedoch tatsächlich ausfallen wird, lasse sich aufgrund der noch unklaren Lage bei den Netzentgelten und der individuellen Preispolitik der einzelnen Versorger noch nicht abschätzen, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.