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Freitag, 13. Dezember 2013

BAFA-Förderung Querschnittstechnologien für 2014 optimiert

Gewerbliche Antragsteller, die im Bereich der Querschnittstechnologien in die Energieeinsparung investieren wollen, dürfen sich im kommenden Jahr auf leicht verbesserte Förderbedingungen freuen. Das seit dem 01. Oktober 2012 gültige Programm vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet nicht-rückzahlbare Zuschüsse für so genannte Querschnittstechnologien in Unternehmen an. Rund 900 Anträge sind seit Beginn des Programms beim BAFA eingegangen, so eine aktuelle Pressemitteilung des BMWi.

Um die Förderung noch besser zu gestalten, nimmt die neue Förderrichtlinie laut BMWi nun in Teilbereichen geringfügige Veränderungen vor. Im Kern sind das die Umstellung von Beleuchtungssystemen auf Strom sparende LED-Technik als Einzelmaßnahmen sowie die Absenkung der Investitionsschwelle für die Förderung von Einzelmaßnahmen auf 2.000 Euro (bisher waren es 5.000 Euro), um auch bei kleineren Maßnahmen einen Anreiz für die Investition zu bieten und auch kleinere Unternehmen zu unterstützen. Die LED-Technik soll vorerst laut BMWi für das Jahr 2014 als Einzelmaßnahme gefördert werden. Zuvor ließ sich diese Technologie nur im Zuge einer systemischen Optimierung fördern.

Das Programm dient in erster Linie der Förderung von Investitionen, die nicht aus KfW-Krediten – zum Beispiel aus Eigenmitteln – finanziert werden. Es gibt hier also ein klares Verbot der Doppelförderung im Hinblick auf das KfW-Investitionsprogramm.

Das BAFA unterscheidet bei der Förderung zwei Möglichkeiten: Erstens wird der Ersatz von einzelnen Anlagen bzw. Aggregaten (auch Kombinationen von Einzelmaßnahmen sind möglich) gefördert und zweitens ist die eine "systemische Optimierung" förderfähig. Die erste Variante zielt auf Investitionen, die in dem Bereich 2.000 bis 30.000 Euro netto liegen. Bei der zweiten Variante liegt der Netto-Zielwert der Investition bei über 30.000 Euro. Bei der systemischen Optimierung (Volumen ab 30.000 Euro und bis 100.000 Euro) ist eine Energieberatung zur Erstellung eines Energiesparkonzeptes verbindlich vorgeschrieben.

Im Zuge der Einzelmaßnahmen werden 2014 folgende Technologien vom BAFA gefördert:
  • elektrische Motoren und Antriebe,
  • Pumpen,
  • Raumlufttechnische Anlagen,
  • Druckluftsysteme,
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung und Nutzung von Abwärme und
  • LED-Beleuchtungssysteme (neu ab 2014, befristet für ein Jahr)
Das Programm dient vorrangig der Förderung von Investitionen, die nicht aus KfW-Krediten – zum Beispiel aus Eigenmitteln – finanziert werden. Es gibt hier also ein klares Verbot der Doppelförderung im Hinblick auf das KfW-Investitionsprogramm. 

Montag, 9. Dezember 2013

Energieberatung in Weyhe

Der Energieberatungstag von Klimaschutz Weyhe PLUS am kommenden Donnerstag, den 12.12.2013 im Rathaus der Gemeinde Weyhe informiert über Einsparpotenziale durch energetische Sanierungen. Sanierungswillige bekommen so im Weyher Rathaus einen ersten Überblick, welche Schritte erforderlich sind, um Modernisierungsmaßnahmen am Eigenheim anzuschieben und Fördermittel gezielt auszuschöpfen.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass mit jeder Heizperiode die Energiepreise steigen. Wärmeverluste kosten folglich Jahr für Jahr mehr. Leider wissen viele Hausbesitzer nicht, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Auch über die Reihenfolge der Maßnahmen besteht oft Unklarheit, wie die Energieberatungsexperten des Klimaschutznetzwerkes Weyhe PLUS immer wieder erfahren müssen. „Einen guten Einstieg in das Thema Haussanierung bietet die Erstberatung im Rathaus, die eine wichtige Orientierung geben soll und lediglich fünf Euro kostet", berichtet Horst Krugmann, Leiter des Beratungsteams und Geschäftsführer des Weyher Energieberatungsunternehmens enerpremium.

Krugmann steht den Sanierungswilligen am kommenden Donnerstag mit Expertenrat in der Zeit von 14:00 bis 19:00 Uhr zur Seite. Pro Person und Einzelgespräch dauert die Beratung rund 60 Minuten. Aufgrund der hohen Resonanz, wird um eine frühzeitige telefonische Anmeldunggebeten. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.klimaschutz-weyhe.de.

Mittwoch, 27. November 2013

Energieberatungsteam enerpremium sucht Verstärkung

Zur Verstärkung des Teams sucht das Energieberatungsunternehmen enerpremium ab sofort einen Mitarbeiter (w/m) in der Sachbearbeitung.

Zu den Aufgaben gehören die aktive Mithilfe in der Auftragsbearbeitung bzw. Sachbearbeitung im Innendienst, die eigenverantwortliche Vorbereitung sowie Bearbeitung von Fördermittelanträgen für den
stetig wachsenden Kundestamm. Zudem gehört die Mitarbeit im Bereich der Büroorganisation und die Unterstützung des Beraterteams im Tagesgeschäft zum Tätigkeitsspektrum.

Die Vorteile auf einen Blick:

• Mitarbeit in einer zukunftsweisenden Branche
• Aufgaben, die die Möglichkeit bieten, eigene Stärken einzubringen und die Energiewende voranzubringen
• Motivierte Arbeitskollegen und Überzeugungstäter

Wichtiger Hinweis (09.12.2013): Wir haben zahlreiche Bewerbungen erhalten und werden nun schnellstmöglich den Bewerbungsprozess beenden. Alle Bewerber erhalten in Kürze eine Nachricht von uns. Vielen Dank für das große Interesse!

Donnerstag, 21. November 2013

Augenwischerei beim Netzausbau:Überdimensionierung statt Augenmaß

Der Netzausbau wird künstlich überdimensioniert, so dass er unterm Strich größer ausfallen soll als er de facto notwendig ist. Es geht um neue Autobahnen für Atom- und Kohlekraft statt um wirksame Bremsen für den Strompreis. Das thematisiert ein interessanter Artikel im Magazin energiezukunft der Naturstrom AG (Heft 15 - Herbst 2013, Artikel: „Die kritische Seite“ von Ingo Leipner).

Bild: Uwe Schlick  / pixelio.de
In einem Beitrag für die Zeitschrift „Publicus“ schreibt der Energie-Experte Prof. Lorenz Jarass, dass der Ausbauplan des Stromnetzes gravierende methodische Fehler aufweist. Professor Jarass sieht den Knackpunkt im überdimensionierten Netzausbau. Hier sehen die Netzentwicklungspläne eine Übertragungsleistung von 90 Prozent vor. Diese Leistung wird jedoch nur in seltenen Jahresspitzen benötigt. Eine optimale Förderleistung für Erneuerbare Energien (vom Ort der Erzeugung in weiter entfernte Nachfragegebiete), liegt jedoch für das gesamte Stromnetz bei 60 bis 70 Prozent.

Das gleicht einem Schildbürgerstreich, so Jarass und er vergleicht es mit der Planung einer Autobahn. Das wäre als plane man mit dem gewaltigen Verkehrsaufkommen vom Frankfurter Kreuz eine Autobahn in Mecklenburg-Vorpommern. Durch den gesetzlichen Vorrang der Erneuerbaren Energien wird es für den konventionellen Strom zu eng im Netz. Ein flexibles Rauf- und Runterfahren der Kraftwerke ist nötig, aber unrentabel. Jedoch mit neuen Spuren auf der Stromautobahn können Atom- und Kohlestrom ungestört über weite Strecken transportiert und vermarket werden. So wird diese Tatsache umschrieben und kommuniziert. Die Erneuerbaren Energien bringen die Netze an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Ist das wirklich so, oder ist es Augenwischerei? Der Autor Mathias Willenbacher bringt mit seinem Buch „Mein unmoralisches Angebot“ an die Kanzlerin das Thema auf den Punkt: „Der Plan der Konzerne: Volle Pulle weiter Kohlestrom zu produzieren und im Ausland verkaufen. Das ist zwar ökonomisch für sie logisch, konterkariert aber das Ziel der Energiewende, die Stromproduktion künftig kohlendioxidarm- oder gar -frei zu machen.“

Donnerstag, 7. November 2013

Strategiewechsel beim RWE-Dinosaurier?

Der Energieriese RWE verkündete im August, dass aufgrund des Solarbooms Kraftwerke in Deutschland und in den Niederlanden mit einer Gesamtleistung von 3.100 Megawatt vom Markt genommen werden. Im Oktober dann forderte RWE die Eindämmung der EEG-Industrierabatte und nun schallt es in den Medien, dass RWE-Unternehmenschef Peter Terium ein künftiges Wachstum von RWE nur noch über Erneuerbare Energien für realistisch hält. Das geht aus einem Artikel des Handelsblattes hervor. Klingt optimistisch.

Bild: Dieter Schütz  / pixelio.de
Immerhin ist die RWE der größte CO2-Emmitent Europas, so das Handelsblatt. Die RWE stößt demnach mit ihren Braun- und Steinkohlekraftwerken so viel CO2 aus wie kein zweites europäisches Unternehmen. Nun soll laut RWE-Unternehmenschef die Strategie komplett auf die Energiewende ausgerichtet werden. Tatsächlich ein ernst gemeinter Strategiewechsel oder Greenwashing?

Schon die Dinosaurier haben bewiesen, dass Größe grundsätzlich nicht vor einem Aussterben schützt. Insofern wäre es für RWE eine kluge Strategie, sich auf die neue, grüne Energiezukunft einzustellen, um mit dieser Flexibilität wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings stellen widersprüchliche Meldungen die Ernsthaftigkeit des angekündigten Strategiewechsels in Frage. So berichtete beispielsweise der Weser Kurier Ende Oktober unter Berufung auf die Süddeutsche Zeitung, dass RWE-Chef Peter Terium mahnt, dass die Kürzung konventioneller Kraftwerkskapazitäten zu möglichen Engpässen und Blackouts im Netz führen und Europa sich so in eine kritische Lage manövriert. Wieso also erst einen Strategiewechsel ankündigen, wenn man parallel die alten Strukturen verteidigt und ewig gleiche Märchen erzählt?


Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums weist die Black-Out Warnung im Weser Kurier zurück und verweist darauf, dass die Versorgung mit Strom in Deutschland sichergestellt ist. Dies gelte insbesondere für kommende Winter sowie für extreme Situationen. Dazu kommentiert eine Sprecherin von Greenpeace, dass das Abschalten konventioneller Kraftwerke das Ziel und nicht das Problem ist. Hier wird Angst geschürt und dabei gehe es den Konzernen um weitere Subventionen für klimakillende Kohlemeiler. In den letzten fünf Jahren sind die RWE-Aktien um mehr als 70 Prozent gefallen, so der Zeitungsbericht. Damit wären wir dann wohl wieder bei den Dinosauriern...

Freitag, 18. Oktober 2013

RWE ist für die Eindämmung der EEG-Industrierabatte

Der Konzern RWE fordert die Eindämmung der Industrierabatte im EEG. Das teilt der Newsletter des Fachmagazins Photon heute mit. Demnach verweist der Vorstandssprechers der RWE Vertrieb AG, Hanns-Ferdinand Müller, darauf, dass die Eindämmung der Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage dazu beiträgt, die Strompreise in der BRD bis 2015 zu stabilisieren. Photon beruft sich dabei auf die Frankfurter Rundschau.
Bild: birgitH / pixelio.de
Der Vorstandssprecher Müller sehe laut Photon-Meldung gute Chancen dafür, dass frühestens ab 2015 der Anstieg der Verbraucherstrompreise in Deutschland gebremst werden könne, da sich durch die langfristigen Einkäufe an der Strombörse Preissenkungen nicht sofort auf die Verbraucherpreise auswirken würden.

Die Menge des eingespeisten Stroms durch Erneuerbare Energien steigt kontinuierlich an. Ökonomisch zwingt dies die Preise an der Strombörse in die Knie. Folglich gibt es an der Strombörse sogar zwischenzeitig das Phänomen von negativen Strompreisen. Daher ist es mehr als fraglich, warum die Senkungen an der Strombörse, die zum großen Teil durch Erneuerbare Energien und deren Einspeisevorrang hervorgerufen werden, bisher offenkundig nicht an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Argumentation der langfristigen Beschaffungspolitik kann nicht die alleinige Antwort für das fortlaufende steigen der Energiepreise sein. Vielleicht fehlt an dieser Stelle auch ein stückweit der Wille, die Preissenkungen an die Endkunden weiterzugeben. Somit dominiert wahrscheinlich eher die Maximierung des Umsatzes die Preisstrategie der Energiekonzerne als die tatsächliche Entwicklung an den Märkten.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Der Stompreis und das Wetter

Eine zuverlässige Wetterprognose ist für die Planung und Einschätzung des Strombedarfs der Netzbetreiber ein unverzichtbares Instrument für den Handel mit Energie. Falsche Vorhersagen können die Netzstabilität belasten und die Kosten erhöhen. Gerade in wechselhaften Jahreszeiten wie im Herbst können Wetterfronten für einen schlagartigen Stromzuwachs der erneuerbaren Energie sorgen und zu Engpässen in den Netzen führen. Dann müssen die Netzmanager konventionelle Kraftwerke reihenweise abschalten. Die Preise fallen.

Bild: tom kemper / pixelio.de
Aus einem Artikel der Kreiszeitung geht hervor, dass Sromkonzerne und Netzbetreiber aus diesem Grund ihre Wetterprognoseabteilungen ausbauen oder bereits ausgebaut haben. So hat auch der Versorger RWE nach Aussage ihres Wetterprognose-Chefs Eric Stein seine Abteilung mit Mitarbeiten aufgestockt. Die Datenquellen nehmen zu, erhöhen die Vorhersagequalität und beschleunigen den globalen Austausch.

Wünschenswert für den Verbraucher ist, dass auch die Netze intelligent verbessert werden, denn für Verbraucher sind fallende Preise keine Bedrohung, sondern willkommen. Sonne und Wind schicken keine Rechnung.

Montag, 14. Oktober 2013

Energieversorger buhlen um die Gunst der Kommunen

Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Der Energieversorger EWE lockt Gemeinden in Niedersachsen laut Weser Kurier mit garantierten Dividenden, um auslaufende Konzessionen nicht zu verlieren. Weitere Energieversorger stehen im Wettbewerb. Wie der Weser Kurier berichtet ist der 11. Oktober 2013 Stichtag für die Zeichnungsfrist. Das bedeutet, die Kommunen müssen ihren Entschluss der EWE mitteilen. 288 Gemeinden in Niedersachsen haben zu entscheiden, ob sie sich am Netz beteiligen, den Versorger wechseln oder die Versorgung in eigener Regie fortführen wollen.

So können wir annehmen, dass die Beschlüsse wohl sehr von der Liquidität und Haushaltslage der Gemeinden abhängen. Bei strapazierten Kassen sind für Gemeinden Eigenlösungen schwer zu realisieren.

Donnerstag, 19. September 2013

Austauschflaute bei Heizungen

Laut einer Auswertung des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) sowie des Zentralinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) kommt die Energiewende im Heizungskeller nicht voran. Dies geht aus einem aktuellen Artikel der Fachzeitschrift GEB hervor.

Demnach liegt die jährliche Austauschrate bei den Heizungsanlagen insgesamt bei nur drei Prozent. 75 von 100 in der BRD installierten Anlagen sind veraltet, womit 20 Millionen Heizungsanlagen eindeutig zu viel Energie verbrauchen. Ein großes Problem, wenn man bedenkt, dass eine Modernisierung des Heizungsbestandes 13 Prozent des deutschen Energieverbrauchs einsparen könnte. Bei der derzeitigen Austauschgeschwindigkeit würde eine energetische Aktualisierung ganze 30 Jahre dauern. Es gibt also noch viel zu tun in Bezug auf die Energieeffizienz im Wärmemarkt.

Bild: Guenter Hamich  / pixelio.de

Ganz besonders ins Gewicht fällt die Austauschflaute bei Öl-Heizkesseln. Hier liegt die Austauschrate sogar nur noch bei einem Prozent. Dabei sind Öl-Heizkessel neben dem Spitzenreiter Gasheizkessel die zweitgrößten Wärmeerzeugerkategorie, so GEB.

Die Brennwerttechnik existiert schon vergleichsweise lange und birgt ein hohes Einsparungspotenzial. Insofern wären zusätzliche politische Anreizsysteme wie beispielsweise steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten wünschenswert. Ähnlich argumentieren auch BDH und ZIV, die die Politik kurz vor der Wahl erneut daran erinnern, das Thema ernsthaft voranzubringen.

Erschreckend gering ist der Anteil der Erneuerbarer Energien in der Wärmeerzeugung. So gibt es laut Statistik nur rund 1,8 Millionen Solarthermie-Anlagen, nur ca. 800.000 Biomasse-Kessel und nur 600.000 Wärmepumpen. Im Vergleich zu 9,1 Millionen Gaskessel, 5,5 Millionen Ölkessel, vier Millionen Gasbrennwertkessel und 500.000 Öl-Brennwertkessel in Deutschland eine verschwindend geringe Zahl. Dabei ist die Sonne letztendlich die Lösung aller Energieprobleme. Sprichwörtlich steht die ökologisch beste Lösung am Himmel. Jetzt geht es nur noch darum, die schier unendliche Energie der Sonne auch für die Wärmeerzeugung zu nutzen. Daher sollten vor allem nachhaltige Wärmeerzeuger stärker als bisher gefördert werden, um das Einsparpotenzial zeitnah zu erschließen und die Austauschrate spürbar zu erhöhen.

Wer die bereits vorhandenen Fördermittel beim Heizungaustausch nutzen möchte, sollte stets bedenken, Anträge rechtzeitig zu stellen. Denn wenn die alte Heizungsanlage defekt ist, ist es meist schon zu spät. Bei Fragen zu Förderprogrammen kontaktieren Sie gerne das Energieberatungsteam enerpremium.

Montag, 16. September 2013

BAFA-Gutschein-Aktion: Alle Gutscheine aufgebraucht


Die kürzlich gestartete Gutschein-Aktion des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) liegt wieder auf Eis. Grund ist die große Resonanz: In kürzester Zeit waren alle streng limitierten Beratungsgutscheine aufgebraucht, so dass es keine weiteren Gutscheine mehr gibt. Dies lässt sich der BAFA-Homepage entnehmen - Zitat: "Zwischenzeitlich wurden alle verfügbaren Gutscheine abgerufen."

Der kurze Zeitraum, in dem die 1.000 Energieberatungsgutscheine abgerufen worden sind, zeigt, dass der Bedarf an qualifizierten Energieberatungen immer noch sehr hoch ist.

Daher wäre es wünschenswert, die Energieberatungen künftig wieder stärker zu fördern, um die Energiewende in der BRD weiter voranzubringen. Die Energieeffizienz ist ein wichtiger, zeitgewinnender Faktor für die Umstrukturierung der Energieversorgung. 

Montag, 9. September 2013

Neuer Zuschuss für die Energieberatung: BAFA-Beratungsgutscheine

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst die so genannte Vor-Ort-Energieberatung seit dem 03. September zusätzlich mit einem Beratungsgutschein im Wert von 250 Euro. Diese Gutscheine können ergänzend zur bereits vorhandenen Beratungsförderung in Anspruch genommen werden und sind streng limitiert und befristet. Bis zum 31.12.2013 können die Gutscheine auf der Homepage des BAFA beantragt werden.

Neben dem Beratungsgutschein fördert das BAFA die Energieberatung (sog.Vor-Ort-Beratung) mit 400 Euro in Bezug auf Ein- und Zweifamilienhäuser beziehungsweise mit 500 Euro bezüglich Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten. Daneben gibt es Sonderzuschüsse für eine Stromberatung oder für die Erstellung von ergänzenden Thermografieaufnahmen.

Und so geht es:

  1. Eingabemaske ausfüllen.
  2. 250 Euro-Gutschein elektronisch abrufen.
  3. Energieberater aus der Energieeffizienz-Expertenliste mit Vor-Ort-Beratung beauftragen.
  4. Der Energieberater muss dann spätestens bis zum 31. Dezember 2013 einen Antrag gemäß BAFA-Förderrichtlinie stellen.
  5. Beim Vor-Ort-Termin  geben Sie den Gutschein Ihrem Berater.
  6. Nach der Beratung füllen Sie dann den Fragebogen online oder handschriftlich aus, der mit dem Gutschein ausgedruckt und ans BAFA geschickt wird.
  7. Der Förderbetrag wird nach der Beratung auf Ihr Konto überwiesen - und zwar nachdem Ihr Energieberater die Unterlagen zusammen mit dem Gutschein beim BAFA eingereicht hat.
Unsere enerpremium-Energieberater stehen Ihnen für weitere Fragen unter 04203/804184 telefonisch zur Verfügung. 

Freitag, 30. August 2013

RWE: Solarboom macht konventionelle Kraftwerke unrentabel

Der Energieriese RWE macht den Solarboom dafür verantwortlich, dass sich branchen- und europaweit konventionelle Stromerzeugung immer häufiger nicht mehr rechnet. Dies geht aus einer Pressemitteilung der RWE AG, die der Konzern Mitte August veröffentlicht hat, hervor.

RWE betont, dass nun als Konsequenz Kraftwerke in Deutschland und in den Niederlanden mit einer Gesamtleistung von 3.100 Megawatt vom Markt genommen werden. Dies habe eine Analyse des Konzerns ergeben. Auch weitere Kraftwerke stünden nun auf dem Prüfstand. Der Stromabsatz in Bezug auf externe Kunden sank im ersten Halbjahr 2013 beim Energieriesen um vier Prozent, so RWE. Stark betroffen sei das Segment der Industrie- und Geschäftskunden.

Hier zeigt sich erneut, dass es tatsächlich wirtschaftliche Verdrängungseffekte gibt, die dazu führen, dass grüner Strom den "schmutzigen" Strom aus dem Markt verdrängt und somit konkurrenzfähig geworden ist. Daher bleibt mit Blick auf die Bundestagswahl zu hoffen, dass sich der Einspeisevorrang der Erneuerbaren Energien in der neuen Wahlperiode noch verbessert. Auf diese Weise wird der Verdrängungseffekt noch stärker und Erneuerbare Energien können Umweltschäden nachhaltig minimieren.   

Mittwoch, 21. August 2013

Grüne Jobs bei enerpremium

Das Energieberatungsteam enerpremium bietet ab sofort neue Praktikumsplätze in der interessanten und zukunftsweisenden Energieberatungsbranche. Zur Verstärkung des Teams sucht enerpremium ab sofort

-einen Praktikanten (w/m) in der Sachbearbeitung und
-einen Praktikanten (w/m) im Bereich Marketing

Interessierte können sich nun direkt für ein Praktikum bewerben. Weitere Informationen dazu sind in den Stellenausschreibungen zu finden.



Montag, 19. August 2013

Energiespartage 2013 in Delmenhorst

Im September 2013 veranstaltet die Kliemisch Heizung + Sanitär GmbH in Delmenhorst die jährlich stattfindenden "Tage der offenen Tür" und lädt Interessierte erneut dazu ein, am 20. und 21. September 2013 einen Blick hinter die Kulissen des Betriebes zu werfen.

Das Energieberatungsteam enerpremium ist nun zum dritten Mal mit einem eigenen Infostand vertreten, um zu den Themen "Fördermittel beim Heizungsaustausch", "Energieeinsparung", "Erneuerbare Energien" und "Sanierung" zu beraten.

Am 20. September sind die Türen von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr und am 21. September von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr in der Dünsener Straße 7 in Delmenhorst geöffnet.

Mittwoch, 14. August 2013

Windkraft für Zuhause: Grüner Strom im Eigenheim

Alle Verbraucher spüren es jedes Jahr aufs Neue: Die Stromkosten steigen und steigen. Daher möchten sich immer mehr Menschen im Land unabhängig machen und sich von Stromverbrauchern zu Stromproduzenten entwickeln. Die steigenden Energiekosten führen in letzter Konsequenz dazu, dass die Zeit grundsätzlich für die Windkraft arbeitet. Denn steigende Strompreise bedeuten gleichzeitig auch höhere Stromeinspareffekte.


Die großen Windanlagen machen es schon lange mit gutem Beispiel vor. Sie liefern in Deutschland bereits zuverlässig einen Großteil des Stroms. Was im großen Stil funktioniert, kann auch im Kleinen funktionieren - dies ist eine oft naheligende Logik. Die Windkraft aus dem eigenen Garten sollte vorab aber einer genaueren Prüfung unterzogen werden. Denn uneinheitliche Bauvorschriften, spezielle lokale Gegebenheiten und sinkende Einspeisevergütungen wirken sich unmittelbar auf die Rendite von Kleinwindanlagen aus (siehe zum Beispiel die Ausführungen des Internetportals zuhause.de).

Bild: sassi / pixelio.de
Ob sich eine Kleinwindanlage wirtschaftlich rechnet, lässt sich am besten über unabhängige Experten abklären. Herstellerangaben sind grundsätzlich mit gesunder Vorsicht zu genießen. Denn die Abschätzung des Stromertrages hängt von vielen Parametern ab, die in die Kalkulation der Wirtschaftlichkeit mit einfließen sollten. Der Bundesverband WindEnergie e.V. verweist in der jährlich erscheindenden Marktübersicht „Kleinwindanlagen“ darauf, dass es je nach Standort starke Abweichungen mit Blick auf den Ertrag gibt. So käme zum Beispiel eine Kleinwindanlage mit einem eher bescheidenen Standort bei einer Nennleistung von 5 kW (5 Meter Rotordurchmesser, 10 Meter Nabenhöhe) auf einen jährlichen Ertrag von rund 2.500 Kilowattstunden Strom. Ein besserer Standort käme hingegen schon auf 4.000, ein sehr guter Standort jedoch auf fast 6.000 Kilowattstunden. An diesem Beispiel wird deutlich, dass es bei einer Anlage zu standortbedingt großen Abweichungen kommt. Hinzu kommen laut Verband die Faktoren Preis, Genehmigungskosten, Montage, Kabelkosten, Hausanschlusskosten, Vergütungspreise und Wartungsaufwand.

Ein kleines und hilfreiches Berechnungstool finden Sie beispielsweise online unter www.windmonitor.de. Für eine Berechnung benötigt man Windgeschwindigkeiten und weitere Rahmenbedingungen der Anlage.

Wünschenswert wären in Zukunft verbesserte Einspeisevergütungen und bundesweit einheitliche Regelungen, um Kleinwindanlagen rentabler zu machen. Denn Windanlagen kommen immer häufiger auch ergänzend zu Photovoltaikanlagen in Frage, um sich von Energieversorgern langfristig und nachhaltig unabhängig zu machen. Schließlich weht der Wind häufig immer dann, wenn die Sonne nicht scheint und umgekehrt. Stromspeichersysteme bringen zusätzliche Sicherheit, so dass sich die Wirtschaftlichkeit grüner Stromerzeugungsanlagen zukünftig sicherlich noch verbessern wird. Wir sind jedenfalls gespannt und glauben fest an die Zukunft von Erneuerbaren Energien.

Montag, 12. August 2013

Alte Heizungsanlagen trüben Klimabilanz



Trotz Sommer lohnt es sich schon jetzt, an den kommenden Winter zu denken. Darauf weist die Agentur für Erneuerbare Energien in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Denn im ersten Halbjahr 2013 hat sich der Energieverbrauch in der BRD um rund vier Prozent auf 1,9 Millionen Gigawattstunden erhöht, so die Agentur für Erneuerbare Energien. Dies läge vor allem an der deutlich längeren Heizperiode. Schädlich wirkt sich diese Erhöhung vor allem deshalb auf das Klima aus, weil ein Großteil der Wärmeenergie aus fossilen Brennstoffen stammt. Daher ist es erforderlich, den Marktanteil der Erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung noch weitaus stärker auszubauen: „Der Heizungsbestand in Deutschland ist veraltet und noch stark auf fossile Energieträger ausgelegt. Je schneller der Umstieg auf Erneuerbare-Energien-Wärmeanlagen gelingt, umso besser für das Klima“, so Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.


Bild: Sebastian Thiel  / pixelio.de

Laut Pressemitteilung entsprechen nicht einmal 25 Prozent der zirka 18 Millionen Feuerungsanlagen dem aktuellen Stand der Technik. Über 70 Prozent der Öl- und Gasheizungen sind älter als 15 Jahre. Somit sorgen die alten, fossilen Heizsysteme im Wohnungsbestand für sehr viel CO2-Emissionen. Demnach sind Raumwärme, Warmwasser und Prozesswärme für etwa 40 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich.

Erneuerbare Energien verbessern die Klimabilanz nachhaltig. Wenn ein Hausbesitzer zum Beispiel seinen veralteten Heizölkessel gegen eine Holzpelletheizung austauscht, kann er den durchschnittlichen Treibhausgas-Ausstoß von 376 auf 25 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde minimieren. Sogar bei einer modernen Gasbrennwerttherme oder bei Fernwärmeversorgung (jeweils rund 250 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde) könnte ein Solarkollektor einen Teil des Wärmebedarfs mit nur einem Zehntel der Emissionen produzieren, so die Agentur für Erneuerbare Energien. Insgesamt haben die Erneuerbaren Energien 2012 mit ihrem noch bescheidenen Anteil von zehn Prozent am Wärmemarkt laut Pressemitteilung zirka 40 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart.

Neben den Einspareffekten und den vermiedenen Umweltschäden sollten die Hausbesitzer auch die Förderprogramme beachten, die einen Umstieg auf Erneuerbare Energien noch attraktiver machen. Neben den direkten BAFA-Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm (MAP) gibt es seit 2013 zudem ergänzende, zinsgünstige Kredite der KfW-Bank für Erneuerbare Energien.

Weitere Informationen zu Erneuerbarer Wärme und den staatlichen Fördermöglichkeiten finden Sie online unter www.waermewechsel.de. Alternativ stehen Ihnen aber auch enerpremium-Energieberater für weitere Fragen zur Förderung zur Verfügung.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Arbeitsplatzverluste durch Solarkrise

Die Solarkrise hat 2012 in Deutschland tausende Arbeitsplätze gekostet, so der Newsletter der Fachzeitschrift PHOTON. Laut einer vom Bundesumweltministerium in Auftrag gegebenen Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung in Osnabrück, hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Solarbranche um knapp 21 Prozent verringert.

Kurt Bouda  / pixelio.de
Vor allem hat es demnach die produzierenden Betriebe getroffen, sodass es viele Stellen im mittleren Teil Ostdeutschlands, Bayern und Baden-Württemberg nicht mehr gibt. Die meisten Arbeitsplätze hat Bayern verloren, so die Studie. Dort ist der Verlust mit 5.000 Plätzen zweimal so hoch wie in ostdeutschen Flächenländern. Insgesamt hat sich die Zahl der Beschäftigten im Bereich Erneuerbare Energien stark verringert: Bundesweit ist sie von 371.960 auf 368.400 gesunken. Neue Arbeitsplätze in der Windbranche im Norden und Osten des Landes haben die Jobverluste bei den Erneuerbaren Energien insgesamt gemildert



Dienstag, 30. Juli 2013

Mit Fensterscheiben Energie erzeugen

Laut eines Berichts des Internetportals sonnenseite.com vom 18. Juli hat die Elektrotechnik-Studentin Anastasiia Iefanova an der South Dakota State University eine einfache und kostengünstige Methode entwickelt, durch die man mit Fensterscheiben künftig Energie erzeugen kann.

Petra Dirscherl  / pixelio.de
Ein Teil des Sonnenlichts wird mit Hilfe von halbdurchsichtigen Solarzellen durchgelassen, während ein anderer Teil in Energie umgewandelt wird, so die Idee der Studentin. Gesprühte Nanopartikel auf einem Spezialglas erzeugen auf diese Weise Strom. Grundlage dafür ist die so genannte "Grätzel-Zelle". Sie funktioniert nicht auf Silizium-, sondern auf Farbstoffbasis. Das Resultat gleicht getöntem Glas. Der dünnere Film ist teilweise lichtdurchlässig und kann eine elektronische Ladung transportieren. Die Kosten verringern sich im Vergleich zu konventionellen Spritzmethoden um 90 Prozent, so sonnenseite.com.

Freitag, 26. Juli 2013

Solar-Kopfhörer: Musik hören und laden gleichzeitig

Laut eines Artikels der sonnenseite.com vom 13.07. können Smartphones und Tablets in Zukunft ganz leicht beim Musikhören im Freien aufgeladen werden. Möglich machen sollen das die "OnBeat Solar Headphones", die der Brite Andrew Anderson erfunden hat.

Um die Idee der hochwertigen Kopfhörer mit eingebauter flexibler Solarzelle Realität werden zu lassen, wollen die Macher 200.000 Pfund per Crownfunding-Kampagne sammeln. Dazu müssen sich die Solar-Kopfhörer mit anderen Ladegerät-Projekten wie z.B. "SolePower" auf kickstarter.com messen. Sobald mind. 2500 Stück bestellt sind, beginnt die Produktion. Im Februar 2014 sollen voraussichtlich erste Exemplare versendet werden.

Laut des Erfinders sind die Kopfhörer für jedes Smartphone oder Tablet geeignet. Vor allem sollen sie eine audiophile Zielgruppe ansprechen, die wegen der Soundqualität auch bei Smartphones und Tablets statt zu Ohrsteckern lieber zu Bügelkopfhörern greift. Die flexible Solarzelle befindet sich auf dem Kopfbügel des Modells. Sie ist 55 Quadratzentimeter groß und bietet eine Ladeleistung von 0,55 Watt, so der Erfinder. Somit können mobile Gadgets durch das solare Aufladen und den eingebauten Akku den ganzen Tag von dem Kopfhörer am Laufen gehalten werden. Zudem ist es möglich, die Hörer-Akkus via USB-Kabel z.B. über den Computer aufzuladen.

Letztlich soll der Verkaufspreis der "OnBeat Solar Headphones" bei ca. 140 Euro liegen, wobei sie für Schnellentschlossene im Rahmen der Crownfunding-Kampagne schon für knapp 80 Euro zu haben sind.

Nutzer, die mobile Geräte gerne unterwegs laden, finden auf Kickstarter weitere Alternativen zu großen Kopfhörern, die ebenfalls durch Unterstützung der Masse Realität werden sollen. Das Modell "SolePower" z.B. soll durch eine spezielle Einlegsohle, Strom aus der Gehbewegung des Nutzers gewinnen. Größter Nachteil der Erfindung ist, dass man den leeren Akku zum Laden aus dem jeweiligen Gerät nehmen muss, was für das Handyladen unterwegs weniger ideal ist.

"SunStash" hingegen ist ein tragbares Solar-Ladegerät, welches durch die Größe vor allem von Vorteil ist, wenn der Laptop-Akku leer ist und man sich grade mit dem Laptop im Freien befindet. Als Notlösung unterwegs ist es also unvorteilhaft. Dafür ist der "SOSCharger" eher geeignet: Der Minigenerator mit Handkurbel hat im April mehr als 3.400 Unterstützer gefunden. Ab August soll dieser allgemein erhältlich sein.

Dienstag, 23. Juli 2013

Bau von Atomkraftwerken soll erleichtert werden

Laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung will die EU-Kommission in Brüssel den Bau von Atomkraftwerken erleichtern. Energiekonzerne sollen in Zukunft genauso Subventionen für neue Kernkraftwerke erhalten dürfen wie Ökostromproduzenten. Die Bundesregierung lehnt den Plan ab, hat aber, da es sich um Wettbewerbsregeln handelt, kein Vetorecht. Am Ende entscheidet die EU- Kommission also allein.

kultor / pixelio.de
Ziel der Europäischen Union ist der Ausbau der nuklearen Energieerzeugung, so süddeutsche.de. Um bei dem Ausbau der Kernenergie voranzukommen, so die Beamten, könnten staatliche Finanzspritzen speziell für Betrieb und Errichtung der Atomkraftwerke gebraucht werden. Künftig sollen Investoren von Anfang an über Rechtssicherheit möglicher Beihilfen verfügen. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia will dazu ein Regelwerk verabschieden lassen, welches die Voraussetzungen dafür klar regelt, heißt es in der Süddeutschen.

Die Bundesregierung lehnt den Plan ab, dennoch weiß man nicht, ob sie sich durchsetzen kann. Großbritannien, Frankreich, sowie Litauen und Tschechien sind dafür. London plant zwei zusätzliche Reaktoren in Hinkley Point, die die französischen Konzerne Areva und EdF bauen und betreiben sollen. Zudem werden auch in Frankreich und der Slowakei Reaktoren gebaut und auch Polen und Litauen haben entsprechende Pläne.

Energiekommissar Günther Oettinger äußerte sich bisher nicht, ob er die Beihilferegeln für Atomenergie unterstützt. Laut der Süddeutschen Zeitung sehen die Umweltorganisationen die Energiewende durch die geplanten Regeln bedroht. Almunia will diese bis zum Frühjahr verabschieden lassen.

Bisher bestehen erleichterte Beihilferegeln nur für grüne Energien. Hintergrund dieser Ausnahme ist das Ziel der EU, ein Fünftel der Energie bis 2020 aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Die EU-Kommission will nun grüne Energien und Nuklearenergie gleichstellen, da letztere angeblich "kohlenstoffarm" sei. Dabei ist der Bau, Rückbau und die Produktion sowie Aufbereitung von Uran energie- und CO2-intensiv. Focus-online macht dies an einem Beispiel deutlich: Das AKW Gundremmingen ist mit seinem Block C für rund 352.000 Tonnen CO2 verantwortlich. Von "kohlenstoffarm" kann nicht die Rede sein!

Freitag, 19. Juli 2013

SWB möchte Kraftwerksblöcke stilllegen

Laut Radio Bremen will der Bremer Energieversorger SWB insgesamt die Produktion von Strom aus Kohle und Gas reduzieren. Als Folge der Energiewende werfen die traditionellen Kraftwerke weniger Gewinn ab.

Hartmut910  / pixelio.de
Laut Süddeutscher Zeitung denken deshalb mehrere Energieversorger über eine Abschaltung nach. Darunter auch die SWB. Sie will zwei alte Kraftwerksblöcke, bei denen es sich um ein Kohle- und ein Gaskraftwerk handelt, stilllegen. Zeitgleich zu der Abschaltung dieser Kraftwerke in Bremen-Hastedt und im Hafen, investiert die SWB Geld in modernere Anlagen. Ein Kraftwerksblock im Hafen ist somit derzeit mit einer leistungsfähigen Turbine ausgestattet. Zudem steckte die SWB viele Millionen Euro in das Müllheizkraftwerk an der Autobahn 27, in dem Strom und Fernwärme aus Abfall gewonnen wird.

2014 soll das über 450 Millionen Euro teure neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Mittelsbüren, welches für den flexiblen Einsatz in guten Zeiten ausgerichtet ist, ans Netz gehen, so Radio Bremen.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Heizung auf Platz drei der Modernisierungsmaßnahmen

Die Heinze Marktforschung hat mehr als 1200 Haushalte über deren Modernisierungsaktivitäten und Ausgaben im Jahr 2011 befragt. Die Ausgaben für Modernisierung liegen 2011 bei zusammengerechnet 112 Milliarden Euro. Insgesamt wurden 15 Produktbereiche untersucht. Das berichtet die Fachzeitschrift "Gebäude Energie Berater" (Ausgabe 06).

Günther Richter / pixelio.de
Demnach haben die Haushalte 2011 knapp 12 Milliarden Euro investiert, um durch moderne Heizungen den Energieverbrauch zu senken. Somit liegt die Heizung auf Platz drei der Modernisierungsmaßnahmen. "An- und Umbauten" sowie "Dach" nehmen laut Heinze Marktforschung die Plätze 1 und 2 ein.

Fast die Hälfte der Modernisierungsausgaben betreffen Ein- und Zweifamilienhäuser. 2011 liegt die Anzahl der Heizungsinstallationen bei 1,6 Millionen. Dazu zählen beispielsweise Austausch und Einbau von Thermen, Brennern, Wärmepumpen, Heizkesseln, Warmwasserspeichern sowie von Heizungsrohren. Die durchschnittliche Investition bei Heizkesseln und Brennern beträgt für 2011 4600 Euro.

Laut Untersuchung investieren Haushalte weniger als 500 Euro für ein Viertel aller Maßnahmen, wohingegen ein Drittel der Befragten über 5000 Euro ausgibt. Handwerkerrechnungen stellen 93 Prozent der Ausgaben dar. Die Hälfte des Marktvolumens nimmt der Modernisierer zwischen 40 und 60 Jahren ein. Über 60 Jährige belegen ein Viertel.

Dienstag, 16. Juli 2013

Energiepolitik beeinflusst Stimmabgabe bei Bundestagswahl

Deutschlands größter unabhängiger Energieversorger und Marktführer für Ökostrom und Ökogas LichtBlick, hat im Mai 2013 1.002 deutsche Bundesbürger ab 18 Jahren online vom Meinungsforschungsinstitut YouGov zum Einfluss von Energiethemen auf ihre Wahlentscheidung befragt.

Thomas Siepmann / pixelio.de
Laut der Pressemitteilung der Firma LichtBlick vom 09. Juli 2013 kann die Bundestagswahl durch die Energiepolitik der Parteien maßgeblich entschieden werden. Energie ist für 29 Prozent der Deutschen ein wichtiges Thema und daher bei der Stimmabgabe am 22. September von großer Bedeutung. Zudem wird die Entscheidung weiterer 39 Prozent durch das Thema teilweise beeinflusst.
Am ehesten trauen 24 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die erfolgreiche Bewältigung der Energiewende der Partei Bündnis 90/Die Grünen zu. 22 Prozent dagegen setzen auf die regierende CDU/CSU. Die SPD schneidet mit 11 Prozent deutlich schlechter ab und auch Die Linke liegt mit fünf Prozent sehr weit hinten. Zwei Prozent trauen der FDP die energiepolitische Kompetenz der FDP zu.

Zudem hat die LichtBlick-Umfrage auch ermittelt, welche Energiethemen bei der Wahl für Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung sind. Bezahlbare Energiepreise sind für 86 Prozent wichtig bis sehr wichtig und stehen somit an erster Stelle. Mit 72 Prozent folgt die Aufgabe, wetterbedingte Schwankungen Erneuerbarer Energien durch den Einsatz von Speichern auszugleichen. Der Ausbau der Stromnetze ist für 70 Prozent besonders zentral, so die Umfrage. Für eine Mehrheit spielen Themen wie Atomausstieg, Abschaltung klimaschädlicher Kohlekraftwerke, Klimaschutz und Ausbau Erneuerbarer Energien laut Umfrage ebenfalls eine zentrale Rolle.

Dienstag, 9. Juli 2013

Neulich in unserem Postfach: Brief ans Raumschiff Enterprise

Eine große Überraschung haben wir heute in unserem Briefkasten gefunden: Ein Brief nicht an unser Energieberatungsteam "enerpremium" adressiert, sondern an "enterprise".

Wir fühlen uns geehrt und wollen uns hiermit bei dem Absender für die große Freude bedanken, die uns der Briefschreiber damit bereitet hat. Wir haben selten so gelacht wie heute und wollten den Lesern unseres Blogs diesen kleinen Spaß nicht vorenthalten, denn Freude ist eines der Dinge, die sich vermehren, wenn man sie teilt.

Beste Grüße sendet

Captain Kirk von der Enterprise - mit der Zukunftsaufgabe Energiewende 

Montag, 8. Juli 2013

KfW bewirbt Programm "Energieeffizient Sanieren" im TV

Gestern hatte einer unserer Mitarbeiter zufällig im Abendprogramm einen TV-Spot der KfW zum Programm "Energieeffizient Sanieren" gesehen. Ein aus unserer Sicht wichtiger Schritt, um auf die guten Förderkonditionen hinzuweisen und der breiteren Masse das Förderangebot näherzubringen.

Insgesamt ist diese Form der Kommunikation sicherlich förderlich für die Bekanntheit des Förderprogramms. In der Praxis erleben wir es als Energie- und Fördermittelberater leider immer wieder, dass die Programme der KfW noch lange nicht so bekannt sind wie sie eigentlich sein sollten.

"Potenzielle Kunden erhalten auf einprägsame und emotionale Weise erste Informationen über die Angebote der KfW." So äußert sich die KfW zur neuen Kampagne "Unser Haus hat eine wirklich gute Energie".

Wir bleiben gespannt, ob dies die Nachfrage nach KfW-Krediten in diesem Bereich weiter vorantreibt!? 

Montag, 1. Juli 2013

Gemeinde Weyhe vermietet E-Bikes

Die Gemeinde Weyhe verleiht ab sofort E-Bikes der Marke Flyer. Damit kooperiert die Gemeinde Weyhe nun mit dem Dienstleistungsunternhemen movelo, welches die Fahrräder für die Weyher Verleih- und Akkuwechselstation zur Verfügung stellt. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Gemeinde Weyhe hervor.

Nach telefonischer Anmeldung können unter der Rufnummer 04203/710 ein bis zwei E-Bikes ausgeliehen werden. Die Leihgebühr beträgt 20 Euro pro Rad und Tag. Die Reichweite einer Akkuladung beträgt je nach Fahrstil 40-60 Kilometer.   

Mittwoch, 26. Juni 2013

Wetter spielt verrückt


Nehmen die Wetterextreme nur gefühlt zu? Nein, die Klimaerwärmung nimmt laut Dr. Franz Alt exakt den Verlauf, den Klimaforfscher schon gefühlte Ewigkeiten voraussagen.

Bild: Stefan Heerdegen  / pixelio.de
Das Potsdammer Klimaforschungsinstitut sieht die Tatsache von drei Jahrhunderthochwassern in einer Zeitspanne von elf Jahren als Indiz für den Klimawandel - so sonnenseite.com. In diesen Tagen, wo das Wetterchaos täglich für Schlagzeilen sorgt, erkennen Politiker und auch Journalisten scheinbar keine Verbindungen von Naturkatastrophen und unserem Energieverhalten oder von Wetterchaos und Klimawandel.

Zweifeln wir lieber unsere Wahrnehmung an, anstatt unser Verhalten und die Energiewende persönlich wie auch politisch zu wandeln und voranzutreiben?