enerpremium

Mittwoch, 2. Mai 2012

Jetzt ist es soweit: Die Stadt Syke gibt Zuschüsse für Energiespargeräte!

Wie wir bereits am 27.03.2012 berichteten, werden neue energiesparende Haushaltsgeräte ab dem 01. Mai von der Stadt Syke bezuschusst.

Bild: Uschi Dreiucker  / pixelio.de
Dieses Projekt erweckte großes Interesse bei den Syker Bürgern:
Schon Wochen vorher gingen im Rathaus Syke viele Anfragen ein, berichtet Wirtschaftsförderer Heinrich Sievers. Auch im Einzelhandel fragten kaufinteressierte Kunden fast automatisch nach den Anträgen, erwähnt Renate Helms von der Syker Haustechnik. Meinhardt Höfert, Marktleiter von Euronics, berichtet im Sonntagstipp der Kreiszeitung Syke vom 29. April 2012, von einer kräftigen Resonanz und vielen Anfragen.

Doch einfach einen neuen Wäschetrockner zu kaufen reicht für den Zuschuss nicht aus. Bei einem Wäschetrockner zum Beispiel muss es sich um einen Wärmepumpentrockner der Energieeffizienzklasse A minus 40 % handeln. Außerdem ist Bedingung, dass der Käufer des Geräts seinen Hauptwohnsitz in Syke gemeldet hat. Die benötigten Anträge für den Zuschuss sind im Einzelhandel erhältlich. Hilfen bei der Suche nach geeigneten Geräten bieten die Elektrofachhändler vor Ort an.

Herr Heinfried Schumacher, Chef der Syker Ratsmehrheit SPD/Grüne, begründet die Aktion mit der eingeläuteten Energiewende. Da künftig kein Atomstrom mehr fließen soll, genüge es nicht, auf die neuen regenerativen Energieformen zu setzen, sondern man müsse auch in den privaten Haushalten Strom sparen. Die Stadt Syke wolle dazu beitragen, dass alte Stromfresser aus den Privathaushalten entfernt und neue energiesparende Geräte eingesetzt werden, so Schumacher.

In der vergangenen Legislaturperiode wurde bereits ein ähnliches Projekt von der Stadt Syke angeboten. Dieses Projekt war auch mit auch 20.000 EUR und fand sehr hohen Zuspruch. Ca. 300 Anträge wurden damals bei der Stadt Syke eingereicht, wovon jedoch nur 200 Anträge genehmigt werden konnten, da das Geld laut Angelika Hanel danach aufgebraucht war.

Live Entertainment Award belohnt Engagement für den Klimaschutz

Engagement für den Klimaschutz zeichnet sich glücklicherweise auch in der Musikindustrie ab. Das beweist die Green Music Initiative GMI, die sich als nationale Plattform zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche beschreibt.

Dass die Initiative auf Gegenliebe stößt, zeigt ein GMI-Artikel über den Live Entertainment Award (PRG LEA), der im Februar diesen Jahres den "Preis der Jury" an die Green Music Initiative verliehen hat. Die zehn renommierten Personen aus der Entertainment-Branche, die die Jury bilden, verstehen die Auszeichnung demnach als Aufruf an die deutschen Konzert- und Showpromoter, ihre Verantwortung für die Reduzierung schädlicher Klimagase ernst zu nehmen. Demnach kommt der Entertainmentbranche durch ihren Einfluss auf die Öffentlichkeit viel Mitverantwortung zu, was das Absenken von schädlichen Klimagasen und das Erreichen der international vereinbarten CO2-Reduktionsziele betrifft.

Bei der Preisverleihung wurde ein Hauptaugenmerk auf die Zusammenarbeit der GMI mit dem "Melt!"-Festival und die damit verbundene große Umwelt-Offensive "Meco!" gelegt. Außerdem wurde das Pilotprojekt "Green Club Index" hervorgehoben, bei dem die GMI den Betreibern von Musikclubs Handlungsempfehlungen zur Senkung ihres Energieverbrauchs gibt.

Freitag, 27. April 2012

Deutlicher Anstieg des Fördervolumens in 2012

Das Magazin GEB (Gebäude Energie Berater) gibt bekannt, dass zinsgünstigen Kredite und Investitionszuschüsse für die energetische Modernisierung und den energieeffizienten Neubau von Bauherren weiterhin stark nachgefragt werden. Die Anzahl der zu bearbeitenden KfW-Anträge ist auch bei enerpremium gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Bild: Paulwip  / pixelio.de
Laut GEB hat die KfW in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres bereits 1,7 Milliarden Euro an Förderkrediten zugesagt - das allein für die Programme "Energieeffizient Bauen" und "Energieeffizient Sanieren"! Im Vergleich zum Vorjahr bedeute das einen Zuwachs von 87 Prozent. Vor allem im Programm "Energieeffizient Sanieren" gab es GEB zufolge einen starken Anstieg des Fördervolumens: Mit 845 Millionen Euro fand hier eine Vervierfachung statt.

Bei der Förderung durch die KfW können die Immobilieneigentümer selbst entscheiden, ob sie einen Förderkredit oder einen Investitionszuschuss in Anspruch nehmen wollen. Eine Kombination von Zuschuss und Kredit für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich. Welche Form besser ist, muss jeder selbst entscheiden, doch ist eine Tendenz bei den Altersgruppen erkennbar. Dr. Axel Nawrath, Mitglied des Vorstands der KfW-Bankengruppe, erklärt dazu in dem GEB-Artikel, dass die älteren Hauseigentümer eher die Zuschuss-Variante wählen, während junge Antragsteller den Kredit bevorzugen.

Die KfW hatte die Investitionszuschüsse Anfang des Jahres 2012 um 2,5 Prozentpunkte aufgestockt - somit können private Bauherren nun Investitionszuschüsse von bis zu 15.000 Euro beantragen. Der effektive Jahreszins bei den Förderkrediten zur energetischen Modernisierung liegen derzeit bei 1,00 Prozent bis 1,51 Prozent. Auch das Experten-Team von enerpremium hilft Ihnen in der Region gerne bei der Antragstellung.

Mittwoch, 25. April 2012

Österreich befreit sich von Atomstrom

Österreich ist uns einen riesen Schritt voraus, da dort keine Atomkraftwerke stehen. Nun ging die Bundesregierung des Landes noch einen bedeutenden Schritt weiter, indem sie am Montag gemeinsam mit Vertretern der Energiewirtschaft und den Umweltschutzorganisationen Greenpeace und Global 2000 das Ende des Atomstromimports beschloss. Dies ist einem Artikel von Greenpeace zu entnehmen. Demnach soll nun jede Kilowattstunde Strom, die nach Österreich importiert wird, durch ein Herkunftszertifikat ihren Ursprung erkennen lassen - gleichzeitig verpflichten sich die Energieunternehmen dazu, auf den Bezug von Strom aus Atomkraftwerken gänzlich zu verzichten. Eine vorbildliche Aktion.

Bild: svair / pixelio.de
Bisher wurde neben Atomstrom oft Strom importiert, dessen Herkunft unklar war. Bezugsländer waren hierbei meist Deutschland und Tschechien. Da Länder wie Tschechien und auch Polen ihre Atomkraftindustrie paradoxerweise ausbauen wollen bzw. im Falle Polens in die Atomkraft einsteigen wollen, ist Österreichs Entscheidung ein klares Signal für Atomkraftinvestoren. Laut Greenpeace ist es nämlich nicht unbedingt so, dass Tschechien und Polen ihren eigenen Strombedarf decken wollen, sondern vielmehr den europäischen Strommarkt mit Atomstrom versorgen wollen.

Indem Österreich ein klares Zeichen gegen Atomstromimporte aus solchen Ländern setzt, wird die Rentabilität geplanter AKW in diesen Regionen stark gefährdet. Hoffen wir, dass andere europäische Länder dem Beispiel Österreichs folgen.

Eine gesetzliche Verpflichtung zur vollständigen Kennzeichnung des Stroms soll ab dem 1. Januar 2015 in Kraft treten.

Montag, 23. April 2012

Geforderte Atom-Subventionen erhitzen die Gemüter

Die Forderung nach Subventionen für Atomstrom, die die Länder Frankreich, Großbritannien, Polen und Tschechien angebracht haben, sorgt landesweit für Empörung. Entsprechend eines Zeitungsartikels des Weser Kuriers vom 14. April, gebe es durch die Forderung der vier Länder nun eine Diskussion, ob die Atomenergie auf EU-Ebene nicht wie Erneuerbare Energien als klimafreundlich eingestuft werden könne. Dadurch wäre eine staatliche Förderung und die Vergabe von EU-Subventionen für Atomanlagen und Atomstrom besser möglich.

Bild: Bjoern Schwarz  / pixelio.de
Laut Zeitungsartikel kam von einem Sprecher des Industrieministeriums aus Paris allerdings die Meldung, dass es keine Initiative für eine stärkere europäische Atomkraft-Subventionierung gebe. Der Vorschlag zur Atomkraft-Subventionierung soll nächste Woche in Dänemark von den EU-Umwelt- und Energieministern diskutiert werden.

Aus Deutschland wird inzwischen Kritik an dem Vorschlag und an dem bisherigen Schweigen der Deutschen Bundesregierung stark. Nach Hubert Weiger, dem Vorsitzenden des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.), ist es absurd, ein Jahr nach den Vorfällen in Fukushima Milliardensubventionen für die Risikotechnologie Atomkraft zu fordern. Ferner müsse die Bundesregierung im Interesse ihrer Restglaubwürdigkeit diesen Angriff auf die Energiewende vehement zurückweisen. Auch aus den Reihen der FDP kommen kritische Stimmen - wie die des stellvertretenden Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bundestag, Horst Meierhofer. Demnach stehe die Subventionierung von Atomstrom im Widerspruch zu allem, was in Deutschland beschlossen wurde.

Auch EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V., bezieht in ihrer Pressemitteilung vom 13. April kritisch Stellung zu diesem Thema. Demnach ist das eigentliche Eingeständnis, das mit den Forderungen zu höheren Subventionen einhergeht, dass neue Atomkraftwerke nicht wirtschaftlich zu betreiben sind - trotz aller möglichen und seit Jahrzehnten vorhandenen Privilegien und Subventionen. Des Weiteren geht aus der Pressemitteilung hervor, dass Atomkraft in einem marktwirtschaftlichen System keine Chance hat, da die Investitionskosten viel zu hoch und unkalkulierbar sind. In einem immer flexibler werdenden, europäischen Strommarkt können solche Anlagen nicht mehr refinanziert werden, sprich, die verursachten Kosten können durch den Betrieb der Anlage nicht mehr ausgeglichen werden. Hierbei sind die Kosten für die Risiken eines Unfalls und der Endlagerung der atomaren Reststoffe noch nicht einmal mit eingerechnet.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Freitag, 20. April 2012

Atomkraft als größter Fortschritts-Flop

Unter den 20 größten Fortschritt-Flops, die am 16. April bei 3sat vorgestellt wurden und ein Zuschauer-Ranking darstellen, findet sich auf dem allerersten Platz die Atomkraft!

Bild: Maltoe / aboutpixel.de
Auf die Frage "Welche technische oder wissenschaftliche Entwicklung wurde einst mit vielen Erwartungen vorangetrieben, entpuppte sich dann aber als ein Flop, weil sie diese Erwartungen nicht erfüllen konnte?" antwortend, beteiligten sich über 5000 Menschen online und schriftlich, so ein Artikel von sonnenseite.com. Den Moderator der Sendung im 3sat, Gert Scobel, überraschte besonders das eindeutige Ergebnis von Platz 1, denn allein die Hälfte (!) aller Stimmen ging an die Atomkraft. Auf Platz 2 folgt die Sommerzeit und dann der Biosprit. Die Energiesparlampe landete auf dem 4. Platz - nicht zu verwechseln mit der LED, die auch bei enerpremium im Büro für effizientes Licht sorgt.

Die Wärmedämmung landet auf einem unverdienten 10. Platz des Negativ-Rankings. Hierbei wurde wieder auf den ARD-Bericht zurückgegriffen, in dem das Thema Wärmedämmung leider sehr einseitig beleuchtet wird (wir berichteten) und dessen zentrale Referenz-Person in der Wissenschaft stark in der Kritik steht. Es ist schade, dass sich einige Journalisten und Magazine bei einem solch wichtigen Thema wie Wärmedämmung einseitig auf bestimmte Meinungen stützen, ohne die Gegenmeinungen und Argumente zu beleuchten. Wir brauchen mehr Energieeffizienz - mit Erneuerbaren Energien allein ist die Energiewende nicht zu schaffen. Energieeinsparung und Erneuerbare Energien müssen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Pauschalurteile sind in diesem Zusammenhang weniger förderlich.

Donnerstag, 19. April 2012

EUROSOLAR erbittet Hilfe bei der Rettung der Energiewende

Als die Meldungen um drastische Kürzungen der Solarförderungen bekannt wurden, gingen unheimlich viele Menschen auf die Straße, um zu protestieren. Die Pläne der schwarz-gelben Regierungskoalition stießen bei der breiten Bevölkerung, bei Umweltschutzverbänden, Energieberatern und der gesamten Solarbranche auf starke Gegenwehr. Auch Politiker und renommierte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft verkündeten heftige Kritik an dem Vorhaben. Großaufgezogene Protestveranstaltungen, unzählige Protestschreiben, telefonische Beschwerden und viele Aktionen wurden veranstaltet und eingereicht - allerdings ohne nennenswerten Erfolg.

Bild: RainerSturm  / pixelio.de
Am 29. Februar beschloss das Bundeskabinett drastische Kürzungen der Solarstromförderung, am 29. März stimmte auch der Bundestag dem Gesetz zu. Die breiten Proteste hatten damals immerhin dazu geführt, dass die geplanten Vergütungskürzen um 3 Wochen, vom 9. März auf den 1. April, verschoben wurden. Nun steht am 11. Mai noch der endgültige Beschluss des Bundesrates bevor - nur dieser könnte das Schlimmste noch verhindern.

Die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. (EUROSOLAR) plant aus diesem Grund die Schaltung einer ganzseitigen Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung. Diese soll am 03.05.2012 in der Zeitung "DIE ZEIT" geschaltet werden, da sich dieses Medium für die Platzierung interner Anzeigeoptionen bestens bewährt hat, so ein Artikel von EUROSOLAR. Die Vereinigung bittet in diesem Zusammenhang die Bevölkerung, die Schaltung der Anzeige durch eine persönliche und zu veröffentlichende Unterschrift und einen Finanzierungsbeitrag zu unterstützen.

Weitere Infos zu der Aktion finden Sie unter www.eurosolar.de.