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Mittwoch, 9. Mai 2012

Weiterer Ausbau der Windenergie in Bremen

Wie einem Bericht des i2b-Portals vom 04.05.2012 zu entnehmen ist, plant Bremen den Austausch bestehender und den Bau von neuen Windkraftanlagen im Raum Bremen. Umweltsenator Joachim Lohse erhofft sich eine Verdopplung des Stromertrages aus Windkraft. Des Weiteren mahnt Lohse laut i2b, sich nicht mit der Verdopplung zufrieden zu geben, sondern das Ziel bis 2050 vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen weiterzuverfolgen.

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Das Bremer Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 (KEP 2020) wirkt mit verschiedenen Programmen positiv auf das oben genannte Ziel ein. Das so genannte "Repowering" (Hinweis: Im Folgenden dann nicht mehr in Anführungszeichen) ist ein großer Bestandteil der Arbeit des KEP 2020, so i2b. Das Repowering meint die Errichtung von leistungsfähigeren Anlagen an bereits bestehenden Standorten. Das Repowering wird in Bremen an 12 Standorten geplant. Konkret bedeutet das für Bremens 55 Windräder, dass nach der Umsetzung aller Maßnahmen nur noch 52 Windräder benötigt werden um damit mehr Energie als heute zu produzieren.

Außerdem baut Lohse laut i2b auf private Initiativen. Hierbei sollen einzelne Anlagen in Industrie- und Gewerbegebieten aufgestellt werden. Drei Anlagen sind schon jetzt in Planung. Für weitere läuft ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren.

Das Bremer Klimaschutzziel die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren wird durch die Maßnahmen des KEP 2020 nicht erreicht. Lohse beteuert in dem Artikel aber, dass der weitere Ausbau an Erneuerbaren Energien helfen wird, die Klimaschutzlücke zu schließen.

Nach i2b-Angaben kommen folgende Standorte in Frage:

· Rekumer Marsch
· Bultensee
· Einzelanlage Oberneuland
· Arsten Süd
· Einzelanlage Mahndorf

Die geplanten Standorte Burgdamm und Oberneulander Wiesen werden aus Natur- und Lanschaftsschutzgründen nicht weiter berücksichtigt.

Bis zum Oktober sollen somit alle notwendigen Prüfungen abgeschlossen sein, um entsprechende Änderungen des Flächennutzungsplans final einzuleiten.

Dienstag, 8. Mai 2012

Grenzwerte für Radioaktivität in Lebens- und Futtermitteln gesenkt

Wie wir bereits am 04.04.2012 berichteten, wurden die Grenzwerte für Radioaktivität in Lebens- und Futtermittel erst kürzlich erhöht, während in Japan die Grenzwerte gesunken sind. Nun zieht die EU nach. Jedoch nur für Lebensmittel, die aus Japan importiert werden. Für alle weiteren Produkte aus anderen Ländern gilt in Deutschland weiterhin die Tschernobyl-Verordnung, wie das Umweltinstitut München e. V. berichtet.

Bild: khv24  / pixelio.de
Bei der Tschernobyl-Verordnung liegen die Grenzwerte leider deutlich höher, als bei der Verordnung für Lebensmittel aus Japan. Sie liegen sogar über den Grenzwerten die beispielsweise in den Regionen gelten, die am meisten von Tschernobyl betroffen sind.

Das Problem: Produkte, die in den von Tschernobyl betroffenen Ländern angebaut oder produziert werden, können hohe Strahlenwerte aufweisen. Da die Richtlinien in diesen Ländern schärfer sind als bei uns, kann es passieren, dass die Produkte dort nicht verkauft werden dürfen, bei uns hingegen schon. Dementsprechend liegt es nahe, dass die Produkte nach Deutschland geschickt werden und hier verbreitet werden.

Die Problematik zeigt, dass in diesem Bereich dringender Handlungsbedarf besteht!

Montag, 7. Mai 2012

Tag der offenen Tür bei Reinhard Solartechnik in Barrien

Am 12. Mai findet von 10 - 18 Uhr in der Brückenstraße 2 bei Reinhard Solartechnik in Syke-Barrien ein Tag der offenen Tür statt.
Bild: Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de

An diesem Tag gewinnt man Einblicke in die Herstellung von Sonnenkollektoren. Zudem gibt es Fachvorträge über verschiedene Energiesparthemen. Auch Beratungen für Solarthermieanlagen werden angeboten, berichtet der Sonntags-Tip am 06.Mai 2012.

Die Firma Reinhard Solartechnik wurde 1975 gegründet und war zu dieser Zeit der erste Betrieb, der die Produktion und Lieferung kompletter Solarsysteme anbot. Früher belächelt und heute einer der Kompetenzführer in Deutschland, wird der Gründer Dipl.-Ing. Kurt Reinhard in Fachkreisen sogar "Solarpapst" genannt. Die zweite Generation hat nun mit Gernot Reinhard die Führung des Unternehmens übernommen. Durch hohe Qualität und Leistungsfähigkeit hat sich Reinhard Solartechnik einen guten Ruf in Solarkreisen aufgebaut. Die erste Anlage, die vor 37 Jahren installiert wurde, läuft auch heute noch störungsfrei.

Heute bietet das Unternehmen nicht nur die Herstellung, sondern auch die Anlagenplanung und Lieferung nicht nur von Solaranlagen an. Neben Photovoltaikanlagen sind auch CO2-neutrale Heizsysteme wie Pellets-Hackschnitzelsysteme und Holzkessel, wassergeführte Kaminöfen und Wärmepumpen bei Reinhard Solartechnik erhältlich.



Samstag, 5. Mai 2012

Ohne schlechtes Gewissen im eigenen Pool schwimmen

Nicht nur energieeffiziente Häuser lassen sich mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe energiesparend beheizen, sondern auch der Swimmingpool im Garten. Diese neue Technik ist für Pools noch keine Pflicht, aber auch hier können Betriebskosten umweltfreundlich gespart werden. Ein Bericht aus dem Select-Magazin (Mai 2012) erläutert, wie:

Bild: aboutpixel.de / © Steve_ohne_S
Durch doppelt isolierte Wände des Pools geht weniger Wärme an das Erdreich verloren, wodurch sich der allgemeine Aufwand der Beheizung des Pools verringert und somit eine angenehme Wassertemperatur konstant gehalten werden kann. Zusätzlich wird durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe energiesparend und umweltfreundlich geheizt.

Eine solche Pumpe entzieht der Umgebung die Wärmeenergie und überträgt diese an das Wasser. Strom wird ausschließlich für den Betrieb der Pumpe benötigt. Das bedeutet, dass 20 % der Energie aus der Steckdose verwendet wird und 80 % aus der kostenlosen Luft der Umgebung. Wer dazu noch eine Photovoltaikanlage betreibt, muss noch weniger Strom von seinem Anbieter beziehen und kann somit weiter Geld einsparen.

Insgesamt eine sehr umweltfreundliche und effiziente Alternative zu den bisherigen Möglichkeiten.

Freitag, 4. Mai 2012

Erfreuliche Umfrageergebnisse zur Energiewende

Zu einem Ergebnis, das sicherlich alle Energiewende-Befürworter erfreuen wird, ist eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Öko-Energieversorgers LichtBlick gekommen. Laut LichtBlick wurden dafür 1000 Bundesbürger zu ihrer Meinung über die Energiewende befragt. Demnach sehen die meisten Deutschen der Zukunft Deutschland sehr positiv entgegen, was den Erfolg der Energiewende angeht - insgesamt glauben 87 Prozent der Befragten an den Wandel hin zu mehr Umweltbewusstsein durch den Ausbau Erneuerbarer Energien. Somit ist die Energiewende zumindest in den Köpfen der Bevölkerung angekommen.

Bild: Luise  / pixelio.de
Laut LichtBlick will auch ein großer Teil der Befragten mit gutem Beispiel vorangehen und innerhalb der nächsten acht Jahre den Strom für die eigene Wohnimmobilie zumindest teilweise mit einer eigenen Anlage erzeugen. Ganze 40 Prozent der Befragten glauben daran, dass in Deutschland im Jahre 2020 schon die Hälfte des verbrauchten Strom mittels Erneuerbarer Energien erzeugt wird. Die positive Einstellung der Befragten geht sogar soweit, dass 12 Prozent von ihnen angeben, sich zukünftig weniger Sorgen um die Klimaerwärmung und deren Folgen machen zu müssen.

Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender von LichtBlick sieht nun die Politik in der Verantwortlichkeit, den Vertrauensvorschuss der Bevölkerung durch Taten zu rechtfertigen. Denn nur selten wäre ein solch gewaltiger wirtschaftlicher Umbruch, wie die Energiewende einer ist, von so viel Zustimmung und Optimismus der Menschen begleitet gewesen, so Dr. Friege weiter.
Weitere interessante Umfrageergebnisse finden Sie auf www.lichtblick.de.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Jetzt ist es soweit: Die Stadt Syke gibt Zuschüsse für Energiespargeräte!

Wie wir bereits am 27.03.2012 berichteten, werden neue energiesparende Haushaltsgeräte ab dem 01. Mai von der Stadt Syke bezuschusst.

Bild: Uschi Dreiucker  / pixelio.de
Dieses Projekt erweckte großes Interesse bei den Syker Bürgern:
Schon Wochen vorher gingen im Rathaus Syke viele Anfragen ein, berichtet Wirtschaftsförderer Heinrich Sievers. Auch im Einzelhandel fragten kaufinteressierte Kunden fast automatisch nach den Anträgen, erwähnt Renate Helms von der Syker Haustechnik. Meinhardt Höfert, Marktleiter von Euronics, berichtet im Sonntagstipp der Kreiszeitung Syke vom 29. April 2012, von einer kräftigen Resonanz und vielen Anfragen.

Doch einfach einen neuen Wäschetrockner zu kaufen reicht für den Zuschuss nicht aus. Bei einem Wäschetrockner zum Beispiel muss es sich um einen Wärmepumpentrockner der Energieeffizienzklasse A minus 40 % handeln. Außerdem ist Bedingung, dass der Käufer des Geräts seinen Hauptwohnsitz in Syke gemeldet hat. Die benötigten Anträge für den Zuschuss sind im Einzelhandel erhältlich. Hilfen bei der Suche nach geeigneten Geräten bieten die Elektrofachhändler vor Ort an.

Herr Heinfried Schumacher, Chef der Syker Ratsmehrheit SPD/Grüne, begründet die Aktion mit der eingeläuteten Energiewende. Da künftig kein Atomstrom mehr fließen soll, genüge es nicht, auf die neuen regenerativen Energieformen zu setzen, sondern man müsse auch in den privaten Haushalten Strom sparen. Die Stadt Syke wolle dazu beitragen, dass alte Stromfresser aus den Privathaushalten entfernt und neue energiesparende Geräte eingesetzt werden, so Schumacher.

In der vergangenen Legislaturperiode wurde bereits ein ähnliches Projekt von der Stadt Syke angeboten. Dieses Projekt war auch mit auch 20.000 EUR und fand sehr hohen Zuspruch. Ca. 300 Anträge wurden damals bei der Stadt Syke eingereicht, wovon jedoch nur 200 Anträge genehmigt werden konnten, da das Geld laut Angelika Hanel danach aufgebraucht war.

Live Entertainment Award belohnt Engagement für den Klimaschutz

Engagement für den Klimaschutz zeichnet sich glücklicherweise auch in der Musikindustrie ab. Das beweist die Green Music Initiative GMI, die sich als nationale Plattform zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche beschreibt.

Dass die Initiative auf Gegenliebe stößt, zeigt ein GMI-Artikel über den Live Entertainment Award (PRG LEA), der im Februar diesen Jahres den "Preis der Jury" an die Green Music Initiative verliehen hat. Die zehn renommierten Personen aus der Entertainment-Branche, die die Jury bilden, verstehen die Auszeichnung demnach als Aufruf an die deutschen Konzert- und Showpromoter, ihre Verantwortung für die Reduzierung schädlicher Klimagase ernst zu nehmen. Demnach kommt der Entertainmentbranche durch ihren Einfluss auf die Öffentlichkeit viel Mitverantwortung zu, was das Absenken von schädlichen Klimagasen und das Erreichen der international vereinbarten CO2-Reduktionsziele betrifft.

Bei der Preisverleihung wurde ein Hauptaugenmerk auf die Zusammenarbeit der GMI mit dem "Melt!"-Festival und die damit verbundene große Umwelt-Offensive "Meco!" gelegt. Außerdem wurde das Pilotprojekt "Green Club Index" hervorgehoben, bei dem die GMI den Betreibern von Musikclubs Handlungsempfehlungen zur Senkung ihres Energieverbrauchs gibt.