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Freitag, 29. Juni 2012

235 Euro im Abfall

235 Euro werfen die Deutschen im Schnitt in die Mülltonne, wenn es um Lebensmittel geht. Dies geht aus einer Studie der Universität Stuttgart nach einem Bericht von sonnenseite.de hervor. Demnach wird in Deutschland im Durchschnitt jedes achte Nahrungsmittel in den Abfall geworfen - insgesamt 6,7 Millionen Tonnen im Jahr.

Bild: www.haushaltstipps.net/tipps  / pixelio.de
Oft werden Nahrungsmittel verschlossen weggeworfen. Die Studie erläutert, dass jährlich etwa 82 Kilogramm Nahrungsmittel pro Person entsorgt werden. Davon sind nahezu die Hälfte Obst und Gemüse. Bildlich gesehen füllen die gesamten Abfälle circa zwei Einkaufswagen. Besonders bei Milcherzeugnissen ist darauf zu achten, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht dem Verfallsdatum gleichkommt. Viele Produkte sind allgemein auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch für den Verzehr geeignet. Damit landen viele Lebensmittel völlig grundlos im Müll.



Donnerstag, 28. Juni 2012

Neues aus dem Vermittlungsausschuss: Solarförderung & Gebäudesanierung


Gestern hat der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag gleich zu zwei wichtigen energetischen Themen getagt. Einerseits ging es um die Förderung der Photovoltaik und andererseits um die zusätzliche steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen.

Tragischerweise konnte sich der Vermittlungsausschuss immer noch nicht auf eine steuerliche Förderung der Gebäudesanierung einigen, was aus einer Pressemitteilung des Bundesrates hervorgeht. Demnach hat der Ausschuss die Beratungen zu diesem Thema vertagt, ohne einen neuen Termin festzusetzen.

Im Streit um die Solarstromförderung hingegen fand der Ausschuss eine Kompromisslösung. Die bereits durch Norbert Röttgen und Philipp Rösler getragene Vergütungskürzung zum 01. April 2012 bleibt trotz zahlreicher Proteste von Umweltverbänden, Bürgern, Energieberatern und Solarindustrie bestehen. Neu hinzugekommen ist nun laut Bundesrat sogar noch eine absolute Obergrenze, ab der die Photovoltaik nicht mehr gefördert wird. Sobald in Deutschland 52 Gigawatt Nennleistung installiert worden sind, soll es künftig keine Solarförderung mehr geben. Das Fachmagazin Photon stellt dazu fest, dass jetzt bereits 28 Gigawatt in der BRD installiert sind. Somit ist das Ende der PV-Förderung abzusehen.

Der jährliche absenkungsfreie Ausbaukorridor von 2.500 bis 3.500 Megawatt bleibt vorerst erhalten. Dieser Korridor soll nun nicht mehr – wie ursprünglich geplant – weiter reduziert werden. Neu ist auch die Förderung von mittelgroßen Dachanlagen von 10 bis 40 Kilowatt Nennleistung, die zukünftig mit 18,5 Cent pro Kilowattstunde gefördert werden sollen. Das ist jedoch nur ein kleines Trostpflaster für die Energiewende.

Nur am Rande in einer Protokollerklärung weist die Bundesregierung darauf hin, „(…) ein neues technologieoffenes Marktanreizprogramm mit zinsverbilligten Krediten für dezentrale Speicher bei der staatlichen KfW-Bank zu initiieren“, so der Pressetext des Bundesrates. Dafür stünden ab dem 01. Januar 2013 50 Millionen Euro zur Verfügung.

Jetzt muss der vorgelegte Einigungsvorschlag nur noch von Bundesrat und Bundestag bestätigt werden.

Dienstag, 26. Juni 2012

E-Home Elektroautos übertreffen die Erwartungen

Wie der Weser Kurier am 25.06.2012 berichtet, haben die Elektro-Autos des E-Home Projektes schon fast 290.000 Kilometer Wegstrecke hinter sich gebracht. Damit haben die Autos von der Strecke her die Erde theoretisch sieben Mal umrundet. Die Energieberatungen des Projektes hat insbesondere enerpremium durchgeführt.

Jeder Teilnehmer hat laut Weser Kurier durchschnittlich mit seinem Fahrzeug 9.000 Kilometer seit Projektbeginn zurückgelegt. Das Auto mit der größten Wegstrecke kann sogar 16.000 Kilometer aufweisen. Der Projektleiter Armin Vielhauer bestätigt, dass die Erwartungen von jährlich 5.000 Kilometern pro Auto unverkennbar überschritten wurden.

Weitere Infos zum E-Home-Projekt finden Sie hier.

Samstag, 23. Juni 2012

Windpark in Sudweyhe

Wie die Kreiszeitung berichtet, sollen frühestens 2014 neun Windräder in Sudweyhe aufgestellt werden.

Bild: Petra Bork  / pixelio.de
Nach eigenen Angaben möchte das Unternehmen Energiequelle aus Bremen und Zossen (bei Berlin) einen Bürgerwindkraftpark auf einer Sundweyher Fläche von 125 Hektar errichten. Der Projektentwickler Martin Hardick beziffert die Investitionssumme mit 50 Millionen Euro. Laut Hardick sind die Verträge mit den Grundstückseigentümern weitgehend abgeschlossen. Allerdings müssen für den Bau zunächst noch notwendige rechtliche Grundlagen mit Blick auf so genannte Windvorrangzonen durch die Verwaltung der Gemeinde Weyhe geschaffen werden. Entscheidungen sind in der Verwaltung laut Andreas Bovenschulte (Stellvertreter des Bürgermeisters) noch nicht gefallen.

Pro Windkraftanlage beträgt die Nennleistung 3.000 Kilowatt. Hardick merkt an, dass die 185 Meter hohen Anlagen jährlich 64 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und somit Strom für 18 800 Vier-Personen Haushalte liefern.

Im Schnitt erwirtschaften Windanlagen in Deutschland rund sechs bis acht Prozent Rendite. Details zur Ausgestaltung der geplanten Bürger- und Anwohnerbeteiligung möchte das Unternehmen jedoch später mitteilen.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Beschäftigung durch Erneuerbare Energien

Eine Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (gws) und des Zentrums für Solarenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) zeigt erstmalig, wie sich die Erneuerbaren Energien auf den Arbeitsmarkt in den einzelnen Bundesländern auswirken. Dies berichtet die Agentur für Erneuerbare Energien in einer aktuellen Pressemitteilung.

Derzeit arbeiten in Deutschland über 380.000 Menschen in der Branche der Erneuerbaren Energien. In absoluten Zahlen weisen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg die größten Effekte auf die Beschäftigung auf. Insgesamt arbeiten in diesen vier Bundesländer fast die Hälfte aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer der Erneuerbaren-Energien-Branche. Fast 70.000 Beschäftigte in der Branche arbeiten aktuell allein in Bayern.

Wenn man die Statistik nicht in absoluten Zahlen, sondern in einem prozentualen Vergleich ausdrückt, sieht man schnell, welchen Stellenwert die Branche der Erneuerbaren Energien vor allem in den Teilen Deutschlands hat, die wirtschaftlich schwächer sind: In den östlichen Bundesländern Deutschlands arbeiten durchschnittlich 1,5 Prozent der Arbeitnehmer (jeder 70. Beschäftigte) in der Erneuerbaren-Energien-Branche. Vorreiter sind hier Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit 2,7 und 2,2 Prozent. In Sachsen-Anhalt ist sogar schon mindestens jeder 40. Beschäftigte direkt oder indirekt in der Branche tätig. Wenn man nun ganz Deutschland betrachtet, arbeitet schon jeder 100. Beschäftigte in der Erneuerbaren-Energien-Branche.

Vergleicht man die Beschäftigungszahlen aus 2011 (382.000 Beschäftigte) mit den aktuellen, erkennt man einen leichten Rückgang der Beschäftigungen. Trotzdem gäbe es laut Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, weiterhin Anlass zum Optimismus, da durch diese Zukunftsbranche gute Exportperspektiven und somit ökonomische Chancen verbunden seien.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Machen statt mahnen: Energieversorgung in Syke

Aktivisten der Syker Mahnwache wollen ab Juli 2012 mit einem Bürgerforum aufklären, wie Bürger und Kommunen mit einer autarken Energieversorgung den steigenden Energiepreisen entgegenwirken.

Die Regionale Rundschau (Weser Kurier) berichtete am 19. Juni, dass die Aktivisten Ina Kluger und Heiner Herholz aufrufen, die Energieerzeugung in Bürgerhand zu nehmen. Modelle und Vorbilder liefern andere Landkreise wie Oldenburg und Osterholz-Scharmbeck. In Oldenburg ziehen zum Beispiel Städte und Gemeinden beim Klimakonzept an einem Strang. In Osterholz-Scharmbeck beteiligen sich die Bürger, indem sie Anteile an Photovoltaikanlagen erwerben oder Ihre Dächer für Sonnenenergie vermieten können, so der Bericht.

Bild: Uschi Dreiucker  / pixelio.de
Die Aktivisten wollen sich für Bürgergenossenschaften einsetzen, die Konzepte und Möglichkeiten bieten, örtliche Energieprojekte zu finanzieren mit denen das Geld der Bürger in den Kommunen gehalten wird. Dazu sollen alle an einen Tisch geholt werden, um Energie langfristig autark und preisgünstiger zu erzeugen.

Eine Idee, die Unterstützung verdient!

Freitag, 15. Juni 2012

Biogasanlage der swb in Schwarme

Die bislang größte Biogasanlage in Schwarme wurde am 01. Juni 2012 vom Bremer Energieversorger swb offiziell in Betrieb genommen. Dies berichtete kürzlich der Sonntags Tipp (Ausgabe am 03. Juni 2012).
Bild: Ulrich Antas, Minden  / pixelio.de

Die 8,2 Millionen teure Anlage hat die Besonderheit, dass das gewonnene Methangas an Ort und Stelle auf Bio-Erdgas-Qualität gebracht und in das örtliche Verteilernetz sowie in das Hochdrucknetz der EWE eingespeist wird. Diese bringen das Gas zu einem Blockheizkraftwerk, das 1.600 Wohneinheiten in Bremen-Kattenturm mit Wärme versorgt.

Stefan Weber, der Geschäftsführer der swb CREA GmbH, die sich bei swb um die regenerativen Energien kümmert, erklärt, dass sich die Anlage nach einer Bauzeit von elf Monaten und einer Hochfahrphase im Herbst noch immer im Probebetrieb befindet. Für die swb CREA GmbH sei dies die dritte Anlage, die selbst geplant, projektiert, finanziert und gebaut wurde.

Die Anlage in Schwarme benötigt 30.000 Tonnen Substrate (hauptsächlich Mais) um die Anlage zu betreiben. Um die Versorgung zu gewährleisten, hat die swb Verträge mit ortsansässigen und höchstens 20 Kilometer entfernten Landwirten geschlossen.

Horst Wiesch, Bürgermeister der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, warnt jedoch vor einer Vermaisung der Landwirtschaft, da bereits 16 Prozent der Ackerflächen für den Maisanbau benötigt werden. Es solle darauf geachtet werden, dass die gute Praxis der Landwirtschaft in Sachen Düngen und Anbau beibehalten wird. Wiesch vertraut jedoch der swb, da er diese als fairen Verhandlungspartner kennengelernt habe.

Am Samstag, den 30. Juni 2012, bekommen nun alle Personen, die sich für das Thema Biogas interessieren, die Möglichkeit sich am Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr die Biogasanlage, An der Rennbahn 2 in 27327 Schwarme, anzuschauen.