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Montag, 10. September 2012

Positive Bilanz: Erneuerbare Energien rechnen sich für Umwelt und Gesellschaft

Laut Berechnungen der Agentur für Erneuerbare Energien zufolge beläuft sich allein im Strombereich der gesellschaftliche Nutzen Erneuerbarer Energien auf mindestens 21 Milliarden Euro im Jahr. 2011 standen dem knapp 14 Milliarden Euro für die Förderung umweltfreundlicher Elektrizität gegenüber. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien hervor.

Bild: Lutz Stallknecht  / pixelio.de


Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien betont, dass Erneuerbare Energien sowohl ein Gewinn für die Wirtschaft und Gesellschaft, sowie richtig gefördert auch eine Investition in eine bessere Zukunft mit langfristig günstigeren Strompreisen sind.

Die Fördersumme nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) stellt mit 13,5 Milliarden Euro den größten Kostenposten dar. Hierin sind auch die momentan noch relativ hohen Aufwendungen für Strom aus Erneuerbaren Energien enthalten.

Ein deutliches Zeichen für eine künftige Förderkostensenkung sind die erheblich abgesenkten Vergütungen im EEG für Strom aus Photovoltaik. Da neue Energie-Anlagen immer günstiger werden, sinken ab Oktober zum Beispiel die Einspeisesätze für neu ans Netz gehende Solarstromanlagen und liegen damit bis zu 50% unter den Haushaltsstrompreisen.

Unter Faktoren wie den vermiedenen Umwelt- und Klimaschäden (8 Mrd. Euro), Kommunalen Wertschöpfungen (7,5 Mrd. Euro) oder vermiedenen Energieimporten (2,9 Mrd. Euro) verbuchen die Erneuerbaren Energien allein im Strombereich Nutzeffekte von mindestens 21 Milliarden Euro.

Diese Berechnungen berücksichtigen allerdings nicht die Schäden konventioneller Energienutzung, wie die Landschaftszerstörung durch den Braunkohle-Tagebau. Doch die Nutzung fossiler Energiequellen zerstört nicht nur Lebensraum, sondern lässt auch die Sanierungskosten von Altlasten der konventionellen Energiewirtschaft steigen. Der Ausbau alternativer Quellen hingegen sorgt für nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven in den Regionen. Dazu gehören laut Vohrer "(...) Arbeitsplätze bei mittelständisch geprägten Anlagenherstellern und in Handwerksbetrieben vor Ort ebenso wie Steuereinnahmen für die Kommunen".

Donnerstag, 6. September 2012

Energiespartage 2012

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Kliemisch Heizung + Sanitär GmbH ihre Tage der offenen Tür und lädt Interessierte dazu ein, am 14. und 15. September 2012 einen Blick hinter die Kulissen des Betriebes zu werfen.

Das Energieberatungsteam enerpremium ist ebenfalls mit einem eigenen Infostand vertreten, um zu den Themen Energieeinsparung, Sanierung und Fördermittel zu beraten.

Am 14. September sind die Türen von 14 Uhr bis 18 Uhr und am 15. September von 10 Uhr bis 17 Uhr in der Dünsener Straße 7 in 27755 Delmenhorst geöffnet.

Mittwoch, 5. September 2012

Privates Engagement im Bereich der Energieerzeugung

Laut Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig haben Bürger und Kommunen in Zukunft erstmals die Möglichkeit, sich aktiv für die Energieversorgung zu engagieren und von dieser zu profitieren, wie sonnenseite.com berichtet.

Eine erhöhte Akzeptanz für Erneuerbare Energien wird vor allem durch Kostensenkung begünstigt. Diese kommt durch Bürgerenergieanlagen zu Stande, wo eine Beteiligung bereits mit geringen Geldbeträgen möglich ist.

Durch privates Engagement von Privatpersonen und Landwirten werden schon heute rund 27.000 Megawatt - das ist mehr als die Hälfte der bundesweit installierten Leistung zur Stromerzeugung- erzeugt.

Bis 2020 soll in Thüringen der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch auf 30 Prozent erhöht werden. Das Bürgerengagement leistet aus Machnigs Sicht einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels.

Das Genossenschaftsmodell ist in diesem Zusammenhang wohl die wichtigste Beteiligungsform, da sich allein im letzten Jahrzehnt die Zahl der Energiegenossenschaften bundesweit auf aktuell 586 verzehnfacht hat. Dieser Anstieg wurde vor allem in den letzten vier Jahren sehr deutlich. Für einen geringen Beitrag können Anteile erworben werden, durch die jedes Mitglied eine Stimme besitzt - unabhängig von der Höhe der Einlage.

Die meisten Energiegenossenschaften finden sich in Bayern (151), gefolgt von Baden-Württemberg (107) und Niedersachsen (102). In Thüringen liegt die Zahl der Energiegenossenschaften aktuell bei 33.


Auf Platz eins der Energiegewinnungsarten bei Genossenschaften liegt mit 43 Prozent die Solarstromenergie, gefolgt von Bioenergie sowie Wind- und Wasserkraft mit jeweils ca. 19 Prozent.
Es ist sehr wichtig, interessierte Bürger zu informieren und die Energiewende voranzubringen, da Erneuerbare Energien den großen Vorteil haben, überschaubare aber vor allem finanzierbare Energieprojekte zu ermöglichen, die laut Matthias Machnig "(...) von Bürgern vor Ort genutzt und gestaltet werden können".

Freitag, 31. August 2012

Kinofilm über den Widerstand gegen das Atomkraftwerk Brokdorf



„Das Ding am Deich“ ist eine Kinoproduktion, die den Widerstand gegen das Atomkraftwerk in Brokdorf thematisiert und dabei den Kampf um Demokratie und bürgerliche Mitbestimmung emotional aufzeigt. Nicht umsonst ist das Werk mit dem Förderpreis der DEFA-Stiftung beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2012 ausgezeichnet worden.



Das AKW in Brokdorf ging 1986 - kurz nach dem Tschernobyl-Super-GAU - ans Netz, worauf geschichtsträchtige Proteste folgten. Genau diese Protestbewegung setzt der Film in Szene. Insofern ein wichtiger Beitrag zur ohnehin zeitlosen Problematik unbeherrschbarer Kerntechnik.

Kinofans in Bremen können sich den Dokumentarfilm am 12. September im Kino „City 46“ ansehen. Weitere Kinotermine und Infos gibt es unter http://www.dingamdeich.de.

Mittwoch, 29. August 2012

Fazit nach drei Monaten Altmaier


Die LichtBlick AG hat eine repräsentative Umfrage zum Thema “100 Tage Altmaier” durchgeführt und kommt zu dem Ergebnis, dass sich schon jetzt Ernüchterung bei den Bürgern breit macht: Denn lediglich 18 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Bundesumweltminister Altmaier im Vergleich zu seinem Vorgänger Norbert Röttgen ein größerer Treiber für die Energiewende ist. 55 Prozent der Befragten sehen hingegen laut Umfrage keine Fortschritte beim Ausbau der Erneuerbaren Energien, Stromnetze sowie Speicher.

Bild: Kurt Hochrainer  / pixelio.de
LichtBlick ist überzeugt, dass die Bundesregierung ihre Energiepolitik einseitig zu Lasten der Verbraucher betreibt. Die Strompreise für die Industrie sind momentan so günstig wie schon seit Jahren nicht mehr und die Regierung entlastet viele Unternehmen von den Kosten, die für neue Stromleitungen und den Ökostrom-Ausbau anfallen.

Weitere Informationen zur Studie gibt es hier.

Freitag, 24. August 2012

Mehr Zuschüsse beim Heizen mit Erneuerbaren Energien


Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat die Zuschüsse für regenerative Wärmeerzeugung im so genannten Marktanreizprogramm (MAP) für private und gewerbliche Hausbesitzer zum 15. August 2012 erheblich erhöht. Dies geht aus einer Pressemitteilung des BAFA hervor.

Bei dem BAFA ist sogar von einem „Marktanreizprogramm 2.0“ die Rede und man richtet sich dort bereits auf ein erhöhtes Antragsvolumen ein.

„Wenn das MAP wackelt, dann wackelt nicht nur eine Zukunftsbranche, sondern die ganze Energiewende und das Kapital fließt weiterhin in fossile Heiztechnik“, betont Dr. Arnold Wallraff, Präsident des BAFA. Daher ist es überaus erfreulich, dass die Energiewende im Wärmemarkt mit zusätzlichen Anreizen ausgestattet wird.

Laut BAFA gibt es für Ein- und Zweifamilienhäuser bei der Installation von solarthermischen Anlagen nun eine Mindestpauschale in Höhe von 1.500 Euro. Im Kontext der Biomasseanlagen und Wärmepumpen hat sich die Förderung um 400 Euro erhöht. Daneben gibt es Boni bei gut gedämmten Gebäuden und Pufferspeichern.

Auch erfreulich: Bei Neubauten werden im Falle von Mehrfamilienhäusern und Gewerbegebäuden solarthermische Anlagen wieder gefördert - und zwar auch Anlagen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen. Für Anlagen mit Kollektorflächen bis zu 100 Quadratmetern erhalten die Antragsteller einen Investitionszuschuss von bis zu 18.000 Euro. Ganz neu ist zudem die Förderung der gewerblich genutzten Prozesswärme: Hier werden bei bis zu 1.000 Quadratmeter großen Anlagen bis zu 50% der Investitionskosten gefördert.

Abschließend möchten wir ausgewählte Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden, abbilden:

Quelle: BAFA

Dienstag, 21. August 2012

Abwrackprämie für alte Heizungen


Eine Abwrackprämie für alte Heizungen hatte die Bild-Zeitung im Bundesgebiet angekündigt. Doch was anfangs viele Eigentümer und Sanierungswillige aufhorchen ließ, ist alles andere als sicher. So verkündet stern.de, dass diese Abwrackprämie für Bundesumweltminister Altmaier lediglich eine Option von vielen sei. "Die Pläne sind überhaupt nicht konkret“, wird Altmaier von stern.de zitiert.


Bild: Paulwip  / pixelio.de
Dass es aber bereits eine gute Förderung im Bundesgebiet in Sachen Heizungsaustausch gibt, wissen leider nur wenige Bürger. Energieberater werden bei Sanierungsmaßnahmen oft zu spät oder sogar überhaupt nicht gefragt. Durch voreiliges Sanieren werden auf diese Weise attraktive, finanzielle Unterstützungen verschenkt. Denn beim klassischen Heizungstausch gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Selbstfinanzierer einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn das betreffende Gebäude vor 1995 erbaut worden ist. Zu den förderfähigen Kosten zählen auch die meist beachtlichen Nebenkosten, die bei einem Heizungstausch anfallen, wie zum Beispiel der Ausbau und die Entsorgung eines alten Öltanks oder das Verlegen einer Gasleitung.

Für die Beantragung der Förderung, darf der Auftrag gegenüber der Heizungsfirma jedoch noch nicht vergeben sein. Zudem muss ein Energieberater die Angebote in Bezug auf die technischen Mindestanforderungen der KfW überprüfen und den ordnungsgemäßen Einbau am Ende schriftlich bestätigen.

Alternativ bietet die KfW auch eine attraktive Finanzierung des Heizungsaustausches an. Die Zinsen liegen derzeit bei einem Effektivzins in Höhe von nur einem Prozent (Zinsbindung: 10 Jahre). Auch hierbei wird ein Energieberater für die Beantragung benötigt. Das Energieberatungsteam von enerpremium ist Ihnen hierbei gerne behilflich.

Neben den bundesweiten Förderprogrammen gibt es je nach Region eventuell noch weitere Zuschüsse von anderer Stelle, die der Sanierer nutzen kann. Auf diese Weise lohnt sich ein Heizungsaustausch zusätzlich durch Zuschüsse.