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Freitag, 2. Dezember 2011

BDI-Chef kritisiert Bundesregierung

Die diesjährige UN-Klimakonferenz begann am Montag, den 28. November 2011, im südafrikanischen Durban. Dabei versuchen Vertreter aus 183 Ländern, sich bis zum 9. Dezember 2011 über Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels einig zu werden. Die wesentliche Aufgabe besteht hierbei darin, einen Nachfolger für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zu finden.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
 In diesem Zusammenhang kritisiert Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ die Bundesregierung: Seit den Beschlüssen über die Energiewende vor einem halben Jahr sei fast nichts geschehen, die Umsetzung durch die Bundesregierung gehe nur sehr schleppend voran, so ein Artikel des Weser-Kuriers vom Dienstag, den 29. November. Ferner würden die stark steigenden Energiepreise die deutsche Konjunktur bereits deutlich dämpfen und belasten die Unternehmen stärker als die Verschuldungskrise, so Keitel laut Weser-Kurier weiter.

Laut Weser-Kurier forderte Keitel, dass die Zuständigkeit für die Energiewende in der Hand des Wirtschaftsministeriums liegen müsse und das Monitoring zur Energiewende von einem unabhängigen Komitee erarbeitet werden solle. Zudem brauche Deutschland anstelle von jährlichen Gutachten eine tägliche Dokumentation über den Verlauf der Energiewende. Auch ein für alle Staaten verbindliches Klimaabkommen, das die Wirtschaft weltweit im gleichen Maße belastet, sei von Nöten, so Keitel.

Des Weiteren sprach sich Keitel gegen CO2-Strafzölle aus, die auf Produkte aus Ländern erhoben werden, die beim Klimaschutz nicht im erwünschten Maße mitmachen. Dies würde seiner Meinung nach nur Vergeltungsmaßnahmen provozieren, die sich nachteilig auf die europäische und insbesondere auf die exportstarke deutsche Industrie auswirken würde. Entsprechend des Weser Kuriers fordert Keitel besonders von China verbindliche Zugeständnisse, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

Was die UN-Klimakonferenz an konkreten Ergebnissen bringen wird, bleibt abzuwarten.

Mittwoch, 30. November 2011

Ja - Energiesparen ist sexy!

Kann Energieeinsparung "sexy" sein? Diese Frage habe wir uns tatsächlich schon des öfteren gestellt. Dass Energieeinsparung "sexy" werden muss - davon sind wir überzeugt. Wie sonst sollten wir die CO2-Ziele realisieren?

Wenn es schick ist, ein schönes Auto zu fahren und sich darüber zu definieren und sogar Ansehen zu erleben, dann ist das in der heutigen Zeit nichts Überraschendes. Ist es aber gesellschaftlich schick, in Energieeinsparung und Erneuerbare Energien zu investieren? Hand aufs Herz: Da wird es schon schwieriger oder?

Wie oft werden Energieberater nach Amortisationsdauern gefragt?! In der Beratungspraxis ist das fast so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. "Wann rechnet sich das?" ist meist die Frage des Tages. Niemand - oder besser gesagt nur wenige Menschen - würde(n) die Frage bei einem schicken Sportflitzer stellen. Oder wann haben Sie schon mal gehört: "Heißer Wagen! Wie viel Jahre dauert es bis der sich amortisiert?". Wahrscheinlich liegt es daran, dass derartige Fortbewegungsmittel mit Verbrennungsmotoren wahre Geldschleudern sind - nur eben mit negativen Zahlungsströmen. Vielleicht sind positive Zahlungsströme, sprich Guthaben, in den Zeiten der Überschuldung und Finanzkrisen unpopulär. Wie auch immer...

Eine erschreckende Erkenntnis ist, dass die Energieeffizienz in Deutschland und damit auch lokal stagniert bzw. sich in einigen Bereichen nur sehr langsam verbessert - und das wohl gemerkt bei zum Teil überaus guten Förderkonditionen. Immerhin kann man sein Eigenheim mit Fremdkapital (Baujahr muss bei der KfW-Förderung vor 1995 liegen) derzeit für nur einen Prozent laufzeitunabhängig und effektiv sanieren. Der Zins ist dabei für mindestens 10 Jahre garantiert. Können Sie sich erinnern, wann das schon mal so war? Wir nicht!

Neben der Förderlandschaft hat sich auch bei der Technik einiges getan. Es gibt immer mehr Innovationen und überaus attraktive Konditionen, was die Preis-Leistung anbelangt. Aber auch bei der erneuerbaren Wärmeerzeugung stehen die Bürger nun auch nicht gerade Schlange. Wieso?

Der Marketingfachmann würde sofort feststellen: Wir müssen das Energiesparen sexy machen!

Stimmt! Aber wie?

Heute war es dann soweit. Der BUND hat eine ultimative Antwort gefunden. Sehen Sie selbst:

Montag, 28. November 2011

Der erste Solarskilift der Welt

In der kleinen Schweizer Gemeinde Tenna im Safiental wird am 17. Dezember 2011 der erste Solarskilift der Welt eröffnet. Mit seinen 450 Metern Länge gehört er eher zu den kleinen Vertretern seiner Art und doch ist er etwas ganz Besonderes. Er transportiert nämlich nicht nur allerhand Wintersportbegeisterte, sondern produziert auch Solarstrom. Das berichtet sonnenseite.com.

Bild: Roland Tschirner  / pixelio.de
Demnach wird die Photovoltaik-Anlage des Lifts Schätzungen zufolge rund 21 Prozent mehr Strom erzeugen können als herkömmliche Anlagen auf dem Dach. Dies hat laut sonnenseite.com mit der idealen Südneigung der Solarmodule von 30 Grad und der automatischen Nachjustierung zu tun, die dafür sorgt, dass die Photovoltaik-Module dank einer Seilkonstruktion mit Zugseil tagsüber dem Sonnenstand nachfahren.

Die Anlage wird so etwa 90.000 kWh im Jahr produzieren und nur 22.000 kWh zum Betrieb benötigen. Der überschüssig erzeugte Strom wird an das Elektrizitätswerk Tenna verkauft und steht somit auch den Anwohnern zur Verfügung, so sonnenseite.com.

Der alte Skilift in Tenna war seit 1970 in Betrieb und hatte nach 41 Jahren ausgedient. Nun hat die Genossenschaft Tenna ihn auf eine nachhaltige und ökologische Art ersetzt.

Quelle: sonnenseite.com

Donnerstag, 24. November 2011

Castor-Transport im November 2011

Wenn auch Sie den Castor stoppen möchten und den politischen Druck erhöhen möchten, gibt es zahlreiche Wege sich am Protest zu beteiligen. Wer zum Beispiel nicht vor Ort protestieren kann, kann sich mit wenigen Minuten Zeitaufwand an einem Online-Appell beteiligen.

Bild: Andreas Kinski / pixelio.de
Die Umweltschutzorganisation BUND ruft jedenfalls mit Blick zum Castor-Transport nach Gorleben am kommenden Samstag (26.11.2011) zu Protesten auf. „Mit jedem Castortransport ins Wendland steigt die Gefahr, dass Gorleben de facto zum Endlager wird“, betont der BUND in seinem aktuellen Newsletter.

Campact.de betont, dass Gorleben als Salzstock geologisch ungeeignet ist für eine Atommülllagerung und fordert daher parallel auch online zum Protest auf. Wenn Sie die Aktion unterstützen möchten und Bundesumweltminister Röttgen auffordern wollen, den Endlagerstandort Gorleben aufzugeben, dann unterzeichnen Sie unter campact.de

Der SFV (Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.) bekräftigt, dass der Protest gegen den Castor auch gleichzeitig Protest gegen den Weiterbetrieb aller AKW ist und unterstützt damit die Protestbewegung.

Weitere Infos zum Ablauf und zur Anreise zum Protest vor Ort gibt es unter bund.net.

Dienstag, 22. November 2011

Strompreise steigen erneut

Wie aus einem Artikel der heutigen Ausgabe des Weser Kuriers hervorgeht, soll der Preis für Strom mal wieder ansteigen. Im kommenden Jahr könnten Haushalte mit bis zu 40 Euro pro Jahr mehr belastet werden.

Bild: birgitH  / pixelio.de
Laut Verbraucherschützer hängt die Preiserhöhung vor allem mit den Netzkosten zusammen. Dem Artikel entsprechend gibt es bereits seit mehreren Wochen Streit um die Befreiung von Netzkosten für Unternehmen, die sehr viel Strom verbrauchen. Dieser Aspekt war bei der Durchsetzung der Gesetze zur Energiewende von Union und FDP vorerst vernachlässigt worden.

Die Stromnetzentgeltverordnung gilt seit August und befreit Unternehmen mit hohem Stromverbrauch fast komplett von den Netzgebühren - sogar rückwirkend für das laufende Jahr. Demnach sind jene Unternehmen, die mehr als 7000 Stunden pro Jahr am Netz hängen und über zehn Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen, sogar vollkommen von der Zahlung der Netzentgelte befreit. Diese Firmen bekommen das Geld also rückwirkend zurück und steuern gleichzeitig ihren bisherigen Beitrag im Jahr 2012 nicht mehr bei, so die Zeitung weiter.

Wie die Förderkosten für Erneuerbare Energien auch, werden diese Entgelte über den Strompreis bezahlt - aus diesem Grund steigt der Strompreis schätzungsweise um 0,75 bis knapp einen Cent pro Kilowattstunde. Das würde einen Haushalt bei einem Durchschnittsverbrauch von 3500 bis 4000 Kilowattstunden pro Jahr mit bis zu 40 Euro mehr belasten, so der Weser Kurier.

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) argumentiert, dass es doch darum gehe, die erneuerbaren Energien zu fördern und gleichzeitig Industrieland zu bleiben. Gerade die Großabnehmer hielten das Stromnetz stabil, so die Argumentation seitens der Regierung weiter.

Montag, 21. November 2011

Erneuerbare Energien: Allgemeinverständlicher Vortragsabend in Bremen

An der Hochschule Bremen findet am Mittwoch, dem 23. November 2011, ein öffentlicher Vortragsabend statt. Dabei wird unter dem Motto „Regenerative Energieerzeugung - Chancen und Grenzen“ von Professoren der Hochschule Bremen und Referenten des Bremer Energie Instituts Wissenswertes rund um das Thema behandelt, so ein Artikel des i2b-Portals aus Bremen.

Bild: Margot Kessler / pixelio.de
Aus den Bereichen Forschung und Industrie bewanderte Dozenten referieren dabei unter anderem über Windenergie und solarthermische Energieerzeugung. Dabei sind sie um eine allgemein gut verständliche Darstellung der Sachverhalte bedacht.

Veranstalter ist der "Arbeitskreis Studenten und Jungingenieure" des Verbands Deutscher Ingenieure (VDI) Beginn ist um 19 Uhr an der Hochschule Bremen, im M-Gebäude Raum M 26a (Neustadtswall 30 in 28199 Bremen).

Freitag, 18. November 2011

Bremer Umweltschutz-Netzwerk begrüßt neue Mitglieder

Das Bremer Netzwerk „partnerschaft umwelt unternehmen“ vergrößert sich: Durch besondere Bestrebungen und bisherigen Erfolge in Sachen nachhaltiger Umwelt- und Klimaschutz sind die Unternehmen "Aktiv Gebäudereinigung", "Igel Technology" und "Paneuropa-Rösch" im November neu hinzugekommen. Die Mitgliederzahl der Umweltpartnerschaft im Land Bremen steigt damit in diesem Jahr auf 125 an, wie das i2b-Portal aus Bremen berichtet.

Bild:
Jens Bembennek  / pixelio.de
Das Netzwerk „partnerschaft umwelt unternehmen“ vereint Wirtschaftsunternehmen des Landes Bremen und öffentliche Verwaltung miteinander. Es basiert auf einer freiwilligen Vereinbarung aller Beteiligten. Ziel dieser Partnerschaft ist es laut Selbstverständnis des Netzwerkes, die Motivation und den Einsatz der Wirtschaft für ein freiwilliges, über das Ordnungsrecht hinausgehendes und umweltgerechtes Verhalten sowie für freiwillige umweltgerechte Investitionen anzuregen und umfassend zu unterstützen.


Wie Harm Wurthmann von der RKW Bremen GmbH, Leiter der Koordinierungsstelle „partnerschaft umwelt unternehmen“ gegenüber i2b berichtet, wächst das Netzwerk kontinuierlich - in diesem Jahr konnten 17 neue Unternehmen begrüßt werden. Die neuen Mitglieder bringen laut Wurthmann Erfahrung aus verschiedenen Bereichen wie Logistik, IT und Gebäudemanagement mit. Gerade Dienstleistungen aus diesen Sektoren würden in Zukunft immer wichtiger werden, da von ihnen Impulse für den Umwelt- und Klimaschutz ausgehen.