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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Altmaier: Sanierung alter Atomkraftwerke in der BRD hängen von der Restlaufzeit ab

Wie man auf sonnenseite.com lesen kann, gab Bundesumweltminister Peter Altmaier vor kurzem ein Interview im Deutschlandfunk. Darin erklärt Altmaier, dass für den Umfang von Sanierungsmaßnahmen die Restlaufzeit der Atomkraftwerke entscheidend sei. Trotz teilweise massiver Sicherheitslücken bei Atomkraftwerken auf Sanierungen zu verzichten, nur weil diese sich nicht lohnen, ist unverantwortlich. Sicherheitsrelevante Aspekte dürfen im Sinne einer verantwortlichen Umweltpolitik nicht ökonomischen Größen geopfert werden.

Bild: Dirk Sanne  / pixelio.de
Laut Atomgesetz sind Grafenrheinfeld (Ende 2015) und Gundremmingen (bis Ende 2017) die Reaktoren, die laut sonnenseite.com als nächstes abgeschaltet werden sollen. Besonders Gundremmingen ist jedoch aufgrund seiner Bauweise risikobehaftet, wenn nicht in die nötige Sicherheit investiert wird. Hierbei handelt es sich um einen Siedewasserreaktor, der mit dem Unglücksreaktor in Fukushima vegleichbar sei, so sonnenseite.com.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Energierechnungen für Haushalte immer höher

Nach aktuellen Berechnungen der Agentur für Erneuerbare Energien soll sich die monatliche Stromrechnung eines Drei-Personenhaushaltes im nächsten Jahr um etwa 4,70 Euro erhöhen. Trotz der bereits eingerechneten EEG-Umlage bezahlt ein Haushalt aber immer noch weniger Geld für Strom als für Wärme und Kraftstoff. So zahlt ein durchschnittlicher Haushalt dieses Jahr im Vergleich zu 2011 schon 10 Euro mehr für Wärme, 7 Euro mehr für Kraftstoff.

Bild: Petra Bork  / pixelio.de
Um 81 Prozent stiegen die Energiekosten in den letzten 12 Jahren. Wer in der heutigen Zeit mit Öl heizt, bezahlt dieses Jahr schon mehr als das doppelte an Heizkosten, was er 2000 hätte zahlen müssen. Auch die Preise für Kraftstoffe sind seit 2000 um ganze 63 Prozent gestiegen. Strom - EEG-Umlage mit eingerechnet - ist in diesem Zeitraum um 48 Prozent angestiegen.

Die Energiewende funktioniert nur, wenn sie auch in punkto Wärme und Verkehr gelingt. Sanierungsmaßnahmen können beispielsweise den Energieverbrauch deutlich senken. Um den Kreislauf der fossilen Energieressourcen zu durchbrechen, sei es laut Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, sinnvoll und notwendig, in Erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen gleichermaßen zu investieren.

Montag, 8. Oktober 2012

Atomkraftwerke in Europa bestehen Stresstest nicht

Im aktuellen Newsletter des Umweltinstitutes München e.V. beschäftigt sich ein Artikel mit dem Stresstest, der an Europäischen Atomkraftwerken durchgeführt wurde.

Bild: Bjoern Schwarz  / pixelio.de
Zwar enthalten die ersten durchgesickerten Berichte keine Einzelheiten, doch auch ohne das Wissen genauer Details, scheint die Situation bedenklicher als geahnt. Die bereits seit 25 Jahren vorgesehene Sicherheitserhöhungen wurden noch immer nicht ausgeführt und viele Mängel an den Kraftwerken gelten als nicht beseitigungsfähig, so das Umweltinstitut.

Samstag, 6. Oktober 2012

Stromgestehungskosten der Erneuerbaren Energien im Abwärtstrend

Wie man auf unendlich-viel-energie.de lesen kann, verglich das Frauenhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in einer neuen Studie die Kostenentwicklung der Erneuerbaren Energien, indem es die Stromgestehungskosten der regenerativen Energiesysteme ermittelt hat.

Bild: Petra Bork  / pixelio.de
Die Studie zeigte, dass der weltweite Markt für Erneuerbare Energien in den letzten Jahren ein sehr starkes Wachstum durchlebt hat. Schon heute liegen die Kosten von Windenergieanlagen an guten Standorten auf dem Niveau der fossilen Kraftwerke. Auch die Gestehungskosten der Photovoltaik konnten in den letzten Jahren so weit abgesenkt werden, dass sie mittlerweile in ganz Deutschland deutlich unterhalb der Haushaltsstrompreise liegen. Somit sind sie nicht länger die teuerste regenerative Energietechnologie in Deutschland.

Auf lange Zeit gesehen werden natürlich Photovoltaik-Anlagen an strahlungsintensiven Orten sowie Windernergieanlagen an windreichen Onshore-Standorten die niedrigsten Stromerzeugungskosten aufweisen.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Neues Zuschussprogramm: BAFA fördert Energieeffizienzmaßnahmen in Querschnittstechnologien


Seit dem 01. Oktober 2012 zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nun nicht-rückzahlbare Zuschüsse für so genannte Querschnittstechnologien in Unternehmen. Das Programm dient der Förderung von Investitionen, die nicht aus KfW-Krediten – zum Beispiel aus Eigenmitteln – finanziert werden. Es gibt hier also ein klares Verbot der Doppelförderung im Hinblick auf das KfW-Investitionsprogramm.

Das BAFA unterscheidet bei der Förderung zwei Varianten: Erstens fördert das BAFA den Ersatz von einzelnen Anlagen bzw. Aggregaten (auch Kombinationen von Einzelmaßnahmen sind möglich) und zweitens ist die so genannte systemische Optimierung förderfähig. Die erste Variante zielt auf Investitionen, die in dem Bereich 5.000 bis 30.000 Euro netto liegen. Bei der zweiten Variante liegt der Netto-Zielwert der Investition bei über 30.000 Euro.

Je nachdem ob es sich um einzelne Anlagen oder um eine umfassende Optimierung eines ganzen Systems handelt, gibt es Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Zuschüsse liegen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zwischen 20 und 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Im Kontext der ersten Variante (Volumen: 5.000-30.000 €) gibt es eine Förderung für
  • elektrische Motoren und Antriebe,
  • Pumpen,
  • Raumlufttechnische Anlagen,
  • Druckluftsysteme und
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung und Nutzung von Abwärme.
Der Zuschuss für KMU liegt in diesen Fällen bei 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Bei der systemischen Optimierung (Volumen ab 30.000 Euro und bis 100.000 Euro) ist eine Energieberatung zur Erstellung eines Energiesparkonzeptes verbindlich vorgeschrieben. Der Zuschuss liegt dann zwischen 20 und 30 Prozent. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt von der durch den Energieberater nachgewiesenen Endenergieersparnis ab.Die Einsparung muss bei einer umfassenden Optimierung mindestens bei 25 Prozent liegen.

Die Anträge können seit dem 01. Oktober 2012 gestellt werden. Wichtig ist vor allem, dass der Antrag grundsätzlich vor dem Beginn des Vorhabens gestellt werden muss!

Auch die Energieberatung wird über das BAFA-Programm gefördert. Alternativ kann die Energieberatung aber auch über das im März neu aufgelegte Programm „Energieberatung Mittelstand“ gefördert werden, wo es für die Energieberatung einen höheren Maximal-Förderbetrag gibt.

Für weitere Infos kontaktieren Sie gerne das Energieberatungsteam enerpremium. Die neue und ausführliche Förderrichtlinie finden Sie unter www.bafa.de.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Zubau von Photovoltaik-Anlagen bricht ein

Für August dieses Jahres sind der Bundesnetzagentur ca. 330 Megawatt an neu installierter Photovoltaik-Nennleistung gemeldet – damit erreicht der Zubau nur noch etwas mehr als die Hälfte des Vorjahresniveaus. 2011 lag der Zubau der Nennleistung laut Newsletter des Fachmagazins Photon bei 612 Megawatt.

Bild: TR  / pixelio.de
Damit liegt die in der BRD installierte Gesamtnennleistung nun oberhalb der 30-Gigawatt-Marke. Bundesumweltminister Peter Altmeier verbuchte den neuen, aber verlangsamten Zubau als Erfolg seiner Solarpolitik. Das Magazin Photon beruft sich dabei auf den Twitter-Account des Bundesumweltministers, über den er kürzlich mitteilte, dass "[d]er weitere Ausbau der Erneuerbaren [..] ohne Blasenbildung und Überhitzung vonstatten gehen [muss]".

Freitag, 28. September 2012

Keine Neuregelung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) vor der Bundestagswahl

Die Forderungen nach einer erneuten und grundlegenden Überarbeitung des EEG vor der Bundestagswahl 2013 lehnte das Bundesumweltministerium kürzlich wieder ab, so der Photon-Newsletter.

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de
Die Einspeisetarife und der Einspeisevorrang sollen nach dem Willen des Bundesumweltministers Peter Altmaier unverändert bleiben. Wie es mit der künftigen Förderung weitergehen wird, soll laut Photon ein Verfahrensvorschlag zum Monatswechsel klären.

Wie man den anfänglich dieser Woche vorgelegten Plänen des FDP-Präsidiums entnehmen kann, fordert die Partei eine Umstellung des Systems der festen Einspeisetarife auf ein Quotensystem.

Quotensysteme sind gegenüber dem bisherigen System jedoch teurer und ineffektiver. Darüber haben wir bereits im Juli berichtet.