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Mittwoch, 28. November 2012

Neues Energieeffizienzdarlehen für Unternehmen in Niedersachsen

Eine erfreuliche Botschaft für niedersächsische Unternehmen, die im Bereich der Energie Einsparmaßnahmen planen: Die NBank fördert zum 01.01.2013 mit einem zinsgünstigen Unternehmerkredit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Niedersachsen Energieeffizienzmaßnahmen. Dies geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der NBank hervor. Damit vergünstigt die NBank das ohnehin schon zinsgünstige Kreditprogramm der KfW aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm.

Bild: chocolat01  / pixelio.de
Die NBank hat für den Unternehmerkredit „Energieeffizienz Niedersachsen“ mit der KfW einen Globaldarlehensvertrag in Höhe von 120 Millionen Euro abgeschlossen.
Vergeben wird das neue Darlehen ab 2013 über die Hausbanken. Förderfähig sind damit Energieeffizienzmaßnahmen. Dazu gehören die Bereiche Anlagentechnik, Energieerzeugung, Maschinenpark, Steuerungstechnik, energetische Gebäudesanierung, Wärmerückgewinnung sowie Informations- und Kommunikationstechnik.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro. Die Kreditlaufzeiten variieren zwischen 5 und 20 Jahren. Zudem sind bis zu zwei tilgungsfreie Jahre möglich.

Für die Antragstellung und die Erbringung der Nachweise ist ein sachverständiger Energieberater vorgeschrieben. Hier können Sie zum Beispiel auf die Hilfe unserer enerpremium-Berater vertrauen.

Dienstag, 27. November 2012

Sanierungsquote in Deutschland zwischen 0,8 und 1,3 Prozent

Die Sanierungsquote liegt in Deutschland derzeit zwischen 0,8 und 1,3 Prozent. Dies geht aus einem aktuellen Artikel des Weser-Kuriers hervor, in dem sich die Zeitung auf die Deutsche Energieagentur dena bezieht. Liegen muss die Quote aber bei 2 Prozent, um die Energie-Einsparziele des Bundes zu erreichen. Laut dena sind erst zehn bis zwölf Prozent aller sanierungsbedürftigen Häuser saniert.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Schon länger diskutierten Bund und Länder darüber, ob der in Aussicht gestellte Steuerbonus in Milliardenhöhe verwirklicht werden soll. SPD-geführte Länder, darunter auch Bremen, sind gegen einen solchen Steuerbonus. Sie sprechen sich stattdessen für gezielte Förderprogramme aus.

Bernd Richter, Geschäftsführer von Haus & Grund in Bremen, betont, dass es einen größeren Anreiz zum Sanieren geben müsse. Ein wichtiger Baustein ist diesbezüglich nun mal der steuerliche Anreiz. Weiterhin hofft Richter, dass sich die seit Monaten diskutierte Änderung des Mietrechtgesetztes nach Möglichkeit noch dieses Jahr durchsetzt.

Fazit: Um die Sanierungsquote zu erhöhen müssen in jedem Falle mehr Anreize geschaffen werden. Die Energieeffizienz ist neben den Erneuerbaren Energien ein wesentlicher Baustein der Energiewende.

Montag, 26. November 2012

Strompreiserhöhungen ab 2013

Wie man dem Weser-Kurier entnehmen kann, sorgt die für 2013 von den Energiekonzernen geplante Strompreiserhöhung für Diskussionen. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher (BDE), hält eine Preissteigerung aufgrund der Mehrbelastung für Energiekonzerne durch die EEG-Umlage von lediglich sechs bis acht Prozent angemessen. Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) kritisiert die Preiserhöhung, da Strom an den Börsen derzeit zu einem günstigen Preis gehandelt wird.

Bild: Rolf  / pixelio.de
Laut Weserkurier steigt der Strompreis bei der SWB ab Januar 2013 um 13 Prozent, das sind 3,4 Cent. Dietmar Bücker, Konzern-Sprecher bei EWE, verweist darauf, dass der Strom zu unterschiedlichen Zeiten eingekauft wird. Laut Angela Dittmer, SWB-Sprecherin, kauft auch die SWB ihren Strom nicht zeitnah sondern im Durchschnitt etwa zwei Jahre im Voraus.

Verbraucherschützer geben sich mit diesen Erklärungen nicht zufrieden und raten, der Preiserhöhung schriftlich zu widersprechen oder zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

Samstag, 24. November 2012

Ratenzahlung bei einem Heizungskauf im Programm 430 ist kein Förderhindernis


In den Richtlinien der KfW lässt sich im Kontext des Investitionszuschusses (Programm „Energieeffizient Sanieren“, Programm-Nummer 430) kein ausdrückliches Verbot einer Ratenfinanzierung finden. Auch nach mehrfachen telefonischen Anfragen bei der KfW, erhielten unsere Fördermittelberater meist widersprüchliche Aussagen zu diesem Thema. Einige Sachbearbeiter sahen darin bisher kein Problem, dass Kunden, die einen förderfähigen Heizungsaustausch im Zuge der KfW-Zuschussförderung vornehmen, ihre Anschaffung mit Hilfe einer Ratenzahlung bei ihrem Heizungsinstallateur finanzieren. Andere wiederum argumentierten, dies sei nicht zulässig. Begründung: Das Vorhaben sei bei einer Finanzierung, die über 36 Monate hinausgeht, noch nicht abgeschlossen!

Das Paradoxe an dieser Argumentation: Eine Fremdkapitalaufnahme, zum Beispiel durch einen Privatkredit, galt bei der KfW als abgeschlossen, obwohl derartige Finanzierungsmodelle selten eine Laufzeit von weniger als drei Jahren haben. Das war für uns nicht nachvollziehbar und auch nicht im Sinne des Förderzweckes, die Energieeffizienz weiter voranzubringen. Denn der Umwelt ist es letztendlich egal, wie die Energie eingespart wird. Was zählt ist doch, dass überhaupt Energie eingespart wird!

Grundsätzlich haben wir als Berater zudem persönlich die Gefahr gesehen, mit einem Verbot eines Ratenkaufs, eine soziale Ungerechtigkeit bzw. eine soziale Härte zu fördern. Denn es ist nicht ungewöhnlich, dass es Menschen gibt, die eine Ratenzahlung binnen 36 Monaten nicht realisieren können. Mit anderen Worten ist es normal, dass nicht jeder mal eben einige tausend Euro für einen energieeffizienten Heizungsaustausch rumliegen hat. Derartige Bürger von der Förderung auszuschließen, ist sozial ungerecht.

Aufgrund eines konkreten Falls bei einem unserer Kunden, wollten wir es ganz genau wissen und stellten daher eine schriftliche Anfrage bei der KfW, in der wir unsere Sichtweise darlegten.

Und nun ist es offiziell! Die KfW hat uns geantwortet und schreibt: „In Abstimmung mit unserem Richtliniengeber, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) haben wir uns dazu entschlossen, unseren Antragstellern zukünftig die Auszahlung des beantragten Zuschusses auch bei Ratenzahlungen zu ermöglichen, sofern die Rechnung eine entsprechende Vereinbarung aufweist. (…) [W]ir freuen uns aufgrund Ihres Hinweises die Anpassung der Programmbedingungen im Hinblick auf die Anerkennung von Ratenzahlungen umgehend vorzunehmen.“

Auch wir freuen uns als Energieberatungsteam, dass damit dem Förderzweck – nämlich die Erhaltung unserer Umwelt – Rechnung getragen wird. Vielen Dank!

Freitag, 23. November 2012

Abwasser als Energiequelle in Oldenburg

Jeder Haushalt produziert tagtäglich große Mengen warmes Abwasser, das ungenutzt in den Abwasserkanälen versickert. Daraus resultiert ein nicht zu unterschätzendes Wärmepotenzial. Und genau dieses Potenzial möchte die Stadt Oldenburg nun erschließen.

Bild: birgitH  / pixelio.de
Wie man dem i2b-Portal entnehmen kann, betont Tarek Abu-Ghazaleh vom Fachdienst Umweltmanagement, dass das Oldenburger Kanalsystem im Prinzip ein weit verzweigtes Energienetz mit einem gewaltigen Abwärmepotenzial ist.

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und das Institut für Rohrleitungsbau Oldenburg e.V. (iro) möchten deshalb im Rahmen eines Forschungsprojekts dazu beitragen, die Abwärme für die Stadt nutzbar zu machen.

Laut i2b soll in den kommenden zwei Jahren eine geobasierte Methode zur Lokalisierung von Standorten für Wärmetauscher in Oldenburg entwickelt werden. Ziel ist es, eine optimale Platzierung von Wärmetauschersystemen im Gebiet der Stadt Oldenburg zu erarbeiten.

Mittwoch, 21. November 2012

Jeder dritte Hausbesitzer sieht Sanierungsbedarf

Das Ergebnis einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der LBS-Gruppe zeigt, dass jeder dritte Hausbesitzer seine Immobilie für renovierungsbedürftig hält, so das Internetportal bauen.com. Bei Immobilien, die mehr als 30 Jahre alt sind, denkt sogar jeder zweite Hausbesitzer an eine Renovierung.

Bild: s.media  / pixelio.de
Interessant ist auch, dass die Befragten die derzeit bestehenden Fördermechanismen als unzureichend einstufen: Wenn die staatlichen Förderungen für energetische Modernisierung angemessen wäre, würden 27 Prozent aller Hausbesitzer eine energetische Modernisierung tatsächlich in Erwägung ziehen.

Der wichtigste Grund für 43 Prozent aller Hausbesitzer, die eine solche Modernisierung durchgeführt haben oder planen, ist die Senkung der Energiekosten. Somit steht das Einsparmotiv laut Studie an oberster Stelle.

Knapp jeder dritte Hausbesitzer finanzierte Sanierungsmaßnahmen mit seinem angesparten Bausparguthaben. Da vor allem bei energetischen Sanierungen kurzfristig verfügbare Mittel eine große Rolle spielen, plädieren knapp ein Drittel der befragten Hausbesitzer dafür, dass die geförderte Eigenheimrente ("Wohn-Riester") auch für solche Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden darf.

Donnerstag, 15. November 2012

Zinserhöhung im KfW-Programm "Energieeffzient Bauen"

Hier nun eine kurze Nachricht, die energieeffiziente Neubauvorhaben betrifft. Die KfW teilt im aktuellen Newsletter mit, dass sich die Zinsen im Programm "Energieeffizient Bauen" (Programm-Nummer 153) heute erhöhen. Der Zinssatz liegt damit laufzeitunabhängig und effektiv bei nun 1,41 Prozent und nominal bei 1,4 Prozent. Die maximal mögliche Zinsbindung liegt immer noch bei 10 Jahren.

Die aktuellen Konditionen können unter www.kfw.de abgerufen werden.