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Dienstag, 15. Mai 2012

Energiewende besser koordinieren

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages Hans Heinrich Driftmann fordert in einer aktuellen Pressemitteilung des DIHK, die Energiewende zur Chefsache zu erklären. Laut Driftmann betreibt die Bundesregierung die Energiewende nicht entschlossen genug. Driftmann wünscht sich für die Energiewende mehr Engagement.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa erklärt er, dass er keine Vorstellungen erkennen könne, die konkret die Ziele der Bundesregierung erreichen. Er plädiert auf eine angemessene Organisationsform und die Koordination von Umwelt und Wirtschaft. Hierfür solle die Bundesregierung laut Driftmann eine Projektgruppe aus Bund, Ländern und Gemeinden bilden, bei der Merkel die Leitung übernimmt und sich zu den verschiedenen Umweltthemen Fachleute hinzu holt. Ohne eine entsprechende Lösung drohen die Energieversorgung, die Energiesicherheit und die Energiepreise aus dem Ruder zu laufen, so Driftmann weiter.
Er übt starke Kritik an der Öffentlichkeitsarbeit der Politik und bezeichnet deren Kommunikation als "hundsmiserabel".

Montag, 14. Mai 2012

EU-Bürgerinitiative für Atomausstieg

Gemeinsam mit anderen Gruppen des Netzwerkes "Friends of the Earth" hat der BUND eine Bürgerinitiative für einen EU-weiten Atomausstieg ins Leben gerufen, wie der BUND in seinem jüngsten Newsletter berichtet.

Bild: Thommy Weiss  / pixelio.de
Sobald die Europäische Kommission dies registriert hat, hat der BUND 1 Jahr lang Zeit, 1 Millionen Unterschriften zu sammeln. Auf www.my-voice.eu kann man sich per E-Mail Adresse benachrichtigen lassen, wann die Unterschriftensammlung beginnt.

Die Forderungen dieser Initiative belaufen sich auf eine Zukunft ohne Atomkraftwerke mit einem nachhaltigen Energiesystem.

Der BUND möchte an die Europäische Kommission appellieren, eine sofortige Initiative zu starten um die Hochrisiko-Reaktoren so schnell wie möglich abzuschalten. Außerdem sollen verbindliche Ausstiegspläne erstellt werden, die alle aktiven Reaktoren betreffen.

Es soll sichergestellt werden, dass die Betreiber der Atomkraftwerke reale Kosten für die Stillegung, Abfalllagerung und Haftung, sowie den Uran-Abbau entrichten.

Insgesamt soll die Nutzung und die Entwicklung Erneuerbarer Energien gefördert und Maßnahmen zur Energieefizienz priorisiert werden, damit die Nutzung von Atomkraft und die der fossilen Brennstoffe ersetzt wird.

Freitag, 11. Mai 2012

Solarföderungskürzung vorerst gestoppt

Die Mehrheit des Bundesrates ist für einen vorläufigen Stopp der Solarförderungs-Kürzung. Das verkündet soeben news.de.

Der Plan der Bundesregierung belief sich darauf, dass die Solarförderung je nach Anlagenart um bis zu 30 % gesenkt werden soll. Diese Kürzung sollte rückwirkend zum 01. April diesen Jahres vorgenommen werden, wurde aber jetzt zunächst vom Bundesrat gestoppt.

Nun können Abmilderungen mit Blick auf die Kürzung durchgesetzt werden, da sich der Vermittlungsausschuss weiter mit der Thematik befassen wird.

Die zuvor von der Bundesregierung geplanten Kürzungen von bis zu 30 Prozent werden nun sehr wahrscheinlich abgefedert. Auch über die Dauer der Übergangsfrist muss nun neu diskutiert werden. Jedenfalls ist mit einer überzogenen Kürzung, wie es die jetzige Bundesregierung ursprünglich geplant hatte, nicht mehr zu rechnen.

Solarförderung: Bundesrat will Kürzung stoppen

Die Mehrheit des Bundesrates ist offenbar für einen vorläufigen Stopp der Solarförderungs-Kürzung. Somit sei die Mehrheit eine Anrufung des Vermittlungsausschusses wahrscheinlich, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Bild: I. Rasche  / pixelio.de
Der Plan der Bundesregierung beläuft sich darauf, dass die Solarförderung je nach Anlagenart um bis zu 30 % gesenkt werden soll. Laut jetzigem Stand soll die Kürzung rückwirkend zum 01. April diesen Jahres vorgenommen werden. Sollte das Gesetz in Kraft treten, würden die Kürzungen bei den Zahlungen an die Solarstromproduzenten verrechnet.

Besonders die ostdeutschen Länder sorgen sich, da schon jetzt mehrere Insolvenzen in der Solarbranche stattgefunden haben und die Konkurrenz in China stark ist.

Zustimmungen für ein Aufhalten des Planes haben die von rot-grün regierten Länder, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und evtl. Saarland gegeben. Somit erhalten sie die knappe Mehrheit von 35 der insgesamt 69 Stimmen.

Komplett stoppen kann der Bundesrat die Pläne leider nicht, da es sich lediglich um ein Einspruchsgesetz handelt. Allerdings können in Verhandlungen mit der Bundesregierung Abmilderungen durchgesetzt werden, die dem Gesetz ein stückweit die Härte nehmen.

Reiner Halseloff (CDU) fordert Begleitszenarien für die Unternehmen und die Solarindustrie, da die Branche nicht alleine gelassen werden dürfe. Es ist kein Geheimnis: Viele Tausend Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Mehr noch: Die Photovoltaik ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Diesen Baustein derart hart auszubremsen, wie es die Bundesregierung vorhat, ist ökologisch und ökonomisch inakzeptabel.

Unabhängigkeit mit dem Speicher S10

Mit dem Lithium-Ionen-Batteriesystem können erstmalig 80 % Eigenverbrauchsanteil erzielt werden.
Herr Ewald Bauer aus Saerbeck hatte das große Glück einer der ersten Nutzer des S10 Speichers der AS Solar GmbH  zu sein. Wie er laut www.sonnenseite.com berichtet, läuft das Gerät stabil. Er finde es beeindruckend, den Ladezustand, den Eigenverbrauchsanteil und die Autarkiequote (Unabhängigkeitsquote) im Internet nachzuverfolgen. Außerdem, so Bauer, sei er sehr stolz auf das erste Lithium-Ionen-Batteriesystem, das er als Vorzeigeprojekt sieht, bei dem viele Mitmenschen von der Technologie überzeugt würden.

Bild: RainerSturm  / pixelio.de
Ein weiterer Vorteil dieses Speichers ist die Unabhängigkeit von den Stromversorgern und dementsprechend von den Kostendebatten. Auch die Diskussion um die Erweiterung der Netze wird durch diese Technologie beendet, da der Speicher die öffentlichen Netze sehr entlastet.

Des Weiteren ist ein Wechselrichter und der Energierzeugungszähler komplett integriert. Durch die Vollautomatisierung des Speichers ist gewährleistet, dass die Akkus auf direktem Wege vom Solarstrom geladen werden und nur, wenn die Akkus vollständig geladen sind, wird der überschüssige Solarstrom in das Netz eingespeist.

Seit Mai steht der Speicher S10 bei zertifizierten Installateuren in verschiedenen Größenordnungen zum Verkauf. Die Größenordnungen sind in 5,4 kWh, 7,2 kWh und 9 kWh erhältlich.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Windkraft legt im ersten Quartal deutlich zu

Wie auch die Solarstrom-Erzeugung (wir berichteten), nimmt auch die Erzeugung von Windkraft in Deutschland beständig zu. In einem Artikel von Klimaretter.info werden hierzu Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) angeführt, wonach die Windstromproduktion im ersten Quartal diesen Jahres bei 15.682 Gigawattstunden lag. Zum Abschluss des letzten Jahres wurden noch 11.594 Gigawattstunden festgestellt - ein erheblicher Zuwachs also. Nach Angaben von Klimaretter.info lassen sich mit der erbrachten Leistung rechnerisch knapp 40 Prozent aller deutschen Privathaushalte versorgen.

Bild: Margot Kessler / pixelio.de
Neben dem Zubau von Windkraftanlagen um etwa 2.000 Megawatt auf über 29.000 Megawatt macht der BDEW auch die stürmische Witterung für die Rekordleistung verantwortlich. Allein im Januar diesen Jahres konnten 7.068 Gigawattstunden Windstrom erzeugt werden - fast doppelt so viele wie im Januar 2011.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Weiterer Ausbau der Windenergie in Bremen

Wie einem Bericht des i2b-Portals vom 04.05.2012 zu entnehmen ist, plant Bremen den Austausch bestehender und den Bau von neuen Windkraftanlagen im Raum Bremen. Umweltsenator Joachim Lohse erhofft sich eine Verdopplung des Stromertrages aus Windkraft. Des Weiteren mahnt Lohse laut i2b, sich nicht mit der Verdopplung zufrieden zu geben, sondern das Ziel bis 2050 vollständig auf Erneuerbare Energien umzustellen weiterzuverfolgen.

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de
Das Bremer Klimaschutz- und Energieprogramm 2020 (KEP 2020) wirkt mit verschiedenen Programmen positiv auf das oben genannte Ziel ein. Das so genannte "Repowering" (Hinweis: Im Folgenden dann nicht mehr in Anführungszeichen) ist ein großer Bestandteil der Arbeit des KEP 2020, so i2b. Das Repowering meint die Errichtung von leistungsfähigeren Anlagen an bereits bestehenden Standorten. Das Repowering wird in Bremen an 12 Standorten geplant. Konkret bedeutet das für Bremens 55 Windräder, dass nach der Umsetzung aller Maßnahmen nur noch 52 Windräder benötigt werden um damit mehr Energie als heute zu produzieren.

Außerdem baut Lohse laut i2b auf private Initiativen. Hierbei sollen einzelne Anlagen in Industrie- und Gewerbegebieten aufgestellt werden. Drei Anlagen sind schon jetzt in Planung. Für weitere läuft ein immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren.

Das Bremer Klimaschutzziel die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren wird durch die Maßnahmen des KEP 2020 nicht erreicht. Lohse beteuert in dem Artikel aber, dass der weitere Ausbau an Erneuerbaren Energien helfen wird, die Klimaschutzlücke zu schließen.

Nach i2b-Angaben kommen folgende Standorte in Frage:

· Rekumer Marsch
· Bultensee
· Einzelanlage Oberneuland
· Arsten Süd
· Einzelanlage Mahndorf

Die geplanten Standorte Burgdamm und Oberneulander Wiesen werden aus Natur- und Lanschaftsschutzgründen nicht weiter berücksichtigt.

Bis zum Oktober sollen somit alle notwendigen Prüfungen abgeschlossen sein, um entsprechende Änderungen des Flächennutzungsplans final einzuleiten.