enerpremium

Donnerstag, 15. September 2011

Anteil von erneuerbarem Strom so hoch wie nie

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik werden rund 20 Prozent des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt, wie focus.de berichtet. Den Löwenanteil der Zulieferer bildet dabei die Windenergie mit 7,5 Prozent Anteil, gefolgt von Biomasse mit 5,4 Prozent, Photovoltaik mit 3,5 Prozent und Wasserkraft mit 3,3 Prozent. Somit verdrängt die Photovoltaik erstmalig die Wasserkraft von Platz drei auf Platz vier.

Diese Informationen basieren auf Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Demnach seien in der ersten Jahreshälfte 2011 durch erneuerbare Energiequellen 57,3 Milliarden Kilowattstunden produziert worden, die etwa 20,8 Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken. Im Vorjahr konnten in der ersten Jahreshälfte nur 18,3 Prozent durch die Erneuerbaren gedeckt werden. Ein überaus beachtlicher Anstieg, der auch zum großen Teil dem hohen Zubau von Photovoltaikanlagen zu verdanken ist.

Bis zum Jahr 2020 sollen laut Bundesregierung mindestens 35 Prozent des Strombedarfs in Deutschland durch erneuerbaren Strom gedeckt werden.

Quelle: focus.de

Dienstag, 13. September 2011

Explosion in französischer Atomanlage / Atomprojekte im Ausland

Bild: Bjoern Schwarz  / pixelio.de
Gestern ging eine Nachricht um die Welt, die Erinnerungen an das verheerende Schicksal von Japan wecken: Die Explosion in einem Verbrennungsofen für schwach radioaktive Materialien in der Atomanlage Marcoule in Frankreich, bei der eine Person getötet und vier weitere verletzt wurden. Sie erreicht zwar bei Weitem nicht die Dimension des Unglücks in Fukushima, dennoch beweist dieser Zwischenfall mal wieder, wie gefährlich und anfällig Atomprojekte auch hier in Europa sind.

Der Beschluss, dass in Deutschland bis 2022 alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen, ist ein Grund zur Freude. Und doch fördert unsere Bundesregierung den Ausbau von Atomprojekten im Ausland, indem sie vorhat, eine erneute Zusage zur Hermes-Bürgschaft über 1,3 Milliarden Euro zu geben. Eine Haltung, die vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse überaus fragwürdig ist.

Aus diesem Grund unterstützt enerpremium die Kampagne von Urgewald e.V., die gemeinsam mit attac und campact zu einer Protestaktion aufrufen. Ziel dieser Aktion ist es, den Haushaltsausschuss zu einem Veto zu bewegen, denn nur dieser kann das Vorhaben überhaupt noch stoppen.

Wie genau jeder einzelne dazu beitragen kann, kann der Seite von Urgewald e.V. entnommen werden. Ergänzend dazu findet man auf der Seite abgeordnetenwatch.de die jeweiligen Abgeordneten für die entsprechenden Wahlkreise.

Weitere Informationen zu der Hermes-Bürgschaft in Sachen AKW sind auf der Seite des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. zu finden.

Freitag, 9. September 2011

Uni Bremen nutzt Solarstrom

Bild: Kurt Bouda  / pixelio.de
Die Mitarbeiter der Universität Bremen wollen ihren Beitrag zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Energieproduktion leisten, indem sie Solaranlagen auf den Dächern der Universität anbringen lassen. Mit einem Eigenkapital von über 160.000 Euro gründeten sie deshalb Ende August diesen Jahres die "UniBremenSolar eG", deren anfängliche Mitgliederzahl von 55 Personen bereits auf 75 angestiegen ist.

Sieben mögliche Flächen stehen für das Projekt zur Verfügung, darunter das Dach der Staats- und Universitätsbibliothek, welches allein schon eine Fläche von 3481 m² hat.

Auf wie vielen Dächern tatsächlich Solaranlagen installiert werden, ist von der Höhe des Kapitals abhängig, welches bis Mitte September zu verzeichnen ist. Mitglied der Genossenschaft kann werden, wer aktuell oder in den letzten fünf Jahren an der Universität studiert oder gearbeitet hat und mindestens 100 Euro Kapital anlegt.

Die erste Anlage soll schon Ende 2011 ans Netz gehen.

Quellen: i2b / Universität Bremen: UniBremenSOLAR eG.



Donnerstag, 8. September 2011

Effektivzins ab 1%: Zinssenkung im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“

Die KfW reduziert die Zinssätze für die Sanierungsprogramme 151 und 152 erneut. Auf diese Weise profitieren alle Sanierer von unglaublich günstigen Zinskonditionen, die die Rentabilität einer Sanierungsmaßnahme zusätzlich erhöhen. Günstiges Fremdkapital ist überaus wichtig, wenn es um den Klimaschutz geht. Insofern ist die wiederholte Zinssenkung geradezu ein Segen für alle Sanierungswilligen. Zusätzlich profitieren Umwelt, Staat und Wirtschaft.

Seit Mai gab es mehrere Zinssenkungen (zum 25. Mai 2011, zum 05. Juli, zum 27. Juli, zum 17. August und nun wieder zum 07. September). Es handelt sich somit nahezu um eine ganze Welle von Senkungen.

Bei der Finanzierung einer Sanierungsmaßnahme oder so genannten Maßnahmenkombinationen zahlte der Kunde bei zehn Jahren Kreditlaufzeit und zwei tilgungsfreien Jahren zum 17.08.2011 noch 1,15% effektiv bei einem stabilen Zins über die gesamte Laufzeit. Seit gestern liegt der Zins nur noch bei 1% (effektiv) für dieselbe Laufzeit, die gleiche Zinsbindung und ebenfalls zwei Tilgungsfreijahren. Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt 1% effektive Zinsen für Fremdkapital gezahlt?

Rechnet man nun noch die Energie- und Kostenersparnis durch die Energieeinsparmaßnahmen hinzu, ist eine Investition in das Eigenheim auch in punkto Altersvorsorge eine lohnende Angelegenheit. Somit ist die energetische Sanierung eine überaus gute Kapitalanlage, die hohe und vor allem sichere Renditen verspricht. Viele positive Nebeneffekte sind gleich inklusive: Entschärfung der Energiekosten-Preisspirale (Gas, Öl usw. werden seit Jahren immer teurer) und nachhaltige Steigerung des Immobilienwertes.

Maximal mögliche Einsparungen bei unterschiedlichen Sanierungsmaßnahmen, die sich erfahrungsgemäß gemäß Energieeffizienzagentur ENEFFA ergeben können, stellen sich beispielsweise wie folgt dar:

- Neues Heizsystem: Bis zu 40% Einsparung
- Außenwanddämmung; Bis zu 30% Einsparung
- Neues Dach: Bis zu 22% Einsparung
- Neue Fenster: Bis zu 17% Einsparung
- Kellerdämmung: Bis zu 15% Einsparung

Wenn Zinsersparnisse auf Kostenersparnisse treffen, ist man in einer geselligen und vor allem gewinnbringenden Runde. Höchste Zeit also, die Gunst der Stunde zu nutzen.

Die Konditionen der KfW im Detail:

Quelle: KfW
Abschließender Hinweis für Selbstfinanzierer: Bei einer Finanzierung aus Eigenmitteln gewährt die KfW bei Einzelmaßnahmen oder Einzelmaßnahmenkombinationen einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 5% der Bruttoinvestitionskosten. Je nach energetischem Niveau sind jedoch noch höhere Zuschüsse bis maximal 13.125 Euro pro Wohneinheit erzielbar. Somit gibt es also auch viele Vorteile für die so genannten Selbstfinanzierer.

HINWEIS (22.09.2011): Der Zinssatz liegt nun für alle Sanierungsmaßnahmen einheitlich und effektiv bei einem Prozent, siehe hier.

Dienstag, 6. September 2011

Energiespartage 2011

Die Firma Kliemisch Heizung + Sanitär GmbH veranstaltet in diesem Jahr ihre Tage der offenen Tür und lädt Interessierte dazu ein, am 16. und 17. September 2011 einen Blick hinter die Kulissen des Betriebes zu werfen.

Hierbei besteht die Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch alles aus den Bereichen Wasser, Wärme und Wohlbehagen in Erfahrung zu bringen. Auch die Energieberatung enerpremium wird an beiden Tagen anwesend sein und Fragen rund um die Themen Fördermittel, Erneuerbare Energien und Haussanierung beantworten.

Am 16. September sind die Türen von 14 Uhr bis 18 Uhr und am 17. September von 10 Uhr bis 17 Uhr in der Dünsener Straße 7 in 27755 Delmenhorst geöffnet.

Montag, 5. September 2011

Energieberatung im Weyher Rathaus

Am kommenden Donnerstag (08.09.11) findet im Weyher Rathaus im Zimmer R 301 ein Energieberatungstag zum Thema energetische Dachsanierung statt.

Dort steht den Interessierten dieses Mal Herr Andreas Feldhoff als Energieberater zur Verfügung, der gegen ein geringes Entgelt alle Fragen rund um das Thema der energetischen Dachsanierung erläutert. Eine Dachsanierung spart pro Jahr bis zu 22% Energie und Kosten ein. Die Beratung dauert pro Person etwa 60 Minuten.

Die Beratungen beginnen um 16 Uhr und enden um 18 Uhr.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine telefonische Anmeldung erforderlich. Dazu melden Sie sich bitte bei Herrn Dieter Helms unter der Telefonnummer 04203/71218 an.

Diese Veranstaltung wird von der Gemeinde Weyhe zusammen mit dem Kooperationsbündnis KLIMASCHUTZ Weyhe Plus organisiert und findet an jedem 2. Donnerstag im Monat im Rathaus von Weyhe statt.

Freitag, 2. September 2011

Fleischkonsum ist Wasserverschwendung

Dass der weltweite Fleischkonsum wenig förderlich für die Umwelt ist, dürfte vielen bekannt sein. Welche Folgen die Fleischindustrie aber für den Wasserhaushalt unseres Planeten hat, wird noch zu wenig diskutiert. Zu diesem Thema konferierten vom 21.-27. August Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Umweltorganisationen bei der Weltwasserkonferenz in Stockholm.

Bild: adel / pixelio.de
Die PETA Deutschland e.V. macht überdies auf die Tatsache aufmerksam, dass zur Herstellung tierischer Produkte weitaus mehr Wasser verbraucht wird, als es für die gleiche Menge pflanzlicher Produkte nötig ist. Die Organisation ruft die Verbraucher auf, ihre Ernährungsweise zu überdenken. Dass die pflanzliche Lebensweise weitaus weniger Wasser verbraucht als eine tierische, geht auch aus zahlreichen Studien hervor. Beispiele hierfür werden in der Produktgalerie des Water Footprint Networks aufgeführt - hier zeigt sich, dass für ein Kilogramm Fleisch ein Wasservolumen aufgewendet wird, mit dem man die fünfzehnfache Menge an Kartoffeln anpflanzen könnte und dass für die Produktion von einem Glas Milch 200 Liter Wasser benötigt werden.

Dazu kommt die Tatsache, dass die Tierwirtschaft nicht nur das Wasser verschwendet, sondern auch wasserverschmutzend ist. Dies geht aus dem Bericht ,,Der lange Schatten der Tierwirtschaft" der UN Welternährungsorganisation hervor. Schließlich wird nicht nur Wasser zum Anbau der Futterpflanzen, sondern auch zum Tränken der Tiere benötigt, hinzu kommen die Abwässer der vielen Tiere aus der Intensivhaltung, die ungeklärt in den Wasserkreislauf gelangen. Dies führt insgesamt zu einer Beschränkung der Qualität und verfügbarer Menge.

Wir haben mit unserem Verhalten also großen Einfluss auf die Nutzung der Wasservorräte unseres Planeten und sollten unsere Einstellung zur Fleischindustrie überdenken.

Quelle: PETA Deutschland e.V. 2011