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Mittwoch, 17. August 2011

Energieeffzient Sanieren: KfW senkt die Zinsen zum 17. August erneut

Nahezu unglaublich: Die KfW reduziert die Zinssätze für die Sanierungsprogramme 151 und 152 erneut.

Erst kürzlich hatte die KfW zum 25. Mai 2011, zum 05. Juli und zum 27. Juli im Programm "Energieeffizient Sanieren" die Zinsen gesenkt und schon geht der Preissturz weiter.

Bei der Finanzierung einer Sanierungsmaßnahme und mehrerer Maßnahmen zahlt der Kunde bei zehn Jahren Kreditlaufzeit und zwei tilgungsfreien Jahren nur noch 1,15% und zwar effektiv! Wohl gemerkt bleibt der Zins über die gesamte Laufzeit stabil.

Zu dieser enormen Zinsersparnis kommt nun noch die Energie- und Kostenersparnis hinzu. Eine überaus lohnende Angelegenheit. Welche Kapitalanlage verspricht sonst so hohe und sichere Renditen wie die energetische Sanierung? Und welche Kapitalanlage hat derartige ökologisch positiven Effekte?

Bei einer Finanzierung aus Eigenmitteln gewährt die KfW bei Einzelmaßnahmen oder Einzelmaßnahmenkombinationen einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 5% der Bruttoinvestitionskosten. Je nach energetischem Niveau sind jedoch noch höhere Zuschüsse bis maximal 13.125 Euro pro Wohneinheit erzielbar. Somit gibt es gleichfalls Vorteile für die so genannten Selbstfinanzierer.

Also packen wir es an. Die Energiewende kann so einfach sein…

Quelle: KfW / Stand: 17.08.2011

















HINWEIS (22.09.2011): Die Zinsen für energetische Sanierungen liegen nun noch einheitlich bei 1% (effektiv), siehe hier!

Donnerstag, 11. August 2011

Solarstrom rechnet sich / Kosten sind rapide gesunken

Solarstrom ist rentabel – immer noch! Stiftung Warentest hatte die Rendite für PV-Anlagen bereits für 2011 im Dezember 2010 untersucht. Würde Stiftung Warentest die Analyse mit den heutigen Preisen für Photovoltaik-Anlagen wiederholen, so würde die Rendite in den meisten Fällen noch besser ausfallen. Denn die Kosten sind wesentlich gesunken.

Allein in den vergangenen fünf Jahren haben sich die Kosten laut Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) mehr als halbiert. Der BSW beruft sich dabei auf Analysen der Beratungsunternehmen Roland Berger sowie Prognos und prognostiziert, dass der auf dem eigenen Dach sauber produzierte Strom schon 2014 günstiger sein wird als die meisten Haushaltsstromtarife.

Erst kürzlich kam es zu einem Preiseinbruch an der Strombörse durch den in Deutschland produzierten Sonnenstrom. Eine Erfolgsstory, die sich sicherlich wiederholen wird.

Sinkende Förderungen bremsen zwar das Wachstum des PV-Marktes (siehe unseren Blogbeitrag zu diesem Thema), aber der BSW rechnet damit, dass schon 2017 neue Solarstromanlagen auf Gebäuden mit hohem Eigenverbrauchsanteil in Deutschland komplett ohne finanzielle Förderung rentabel betrieben werden können.

Laut BSW-Solar betrug der durchschnittliche Endkundenpreis pro Kilowatt Leistung rund 2.400 Euro - fünf Jahre zuvor waren es noch 5.000 Euro.

Weitere Infos und Grafiken gibt es beim Bundesverband Solarwirtschaft online unter solarwirtschaft.de.

Montag, 8. August 2011

AKW-Störfall in Brokdorf

„Seit heute Morgen ist das Kernkraftwerk Brokdorf vom Netz getrennt“ hieß es am gestrigen Sonntag (07.08.2011) in einer Pressemitteilung des Kernkraftbetreibers (E.ON AG). Die Trennung erfolgte laut Pressemitteilung aufgrund einer Blockschutzauslösung aus dem Bereich eines von zwei Maschinentransformatoren. Die Ursachen für das Ansprechen der Schutzeinrichtungen sind derzeit noch unbekannt und die Aufsichtsbehörde wurde informiert, heißt es weiter.

Radioaktive Strahlung sei dabei laut E.ON nicht ausgetreten, berichtet stern.de heute in den Morgenstunden.

Eine Unternehmenssprecherin betonte laut stern.de, das Ereignis habe sich nicht im atomaren Teil des Kraftwerks ereignet und sei darüber hinaus nicht meldepflichtig. 

Das AKW war erst kürzlich am 20. Juli nach mehrwöchiger Jahresrevision wieder ans Netz gegangen nachdem es laut Ministerium keine Auffälligkeiten gab.

Dies beweist erneut: Atomkraft ist nicht beherrschbar – auch nicht in Deutschland oder anderswo.

Wer sich einen Eindruck über das Störfall-Management in Brokdorf verschaffen möchte, dem sei folgender Beitrag auf YouTube empfohlen (Wichtige Anmerkung: Dabei handelt es sich nicht um den aktuellen Störfall):.

Mittwoch, 3. August 2011

Jobmotor Umweltschutz: Mehr Jobangebote im Bereich der Erneuerbaren Energien

Der Arbeitsmarkt ist im Bereich des Umweltschutzes weiter auf Wachstumskurs. So verzeichnete der Markt 2010 im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 10 Prozent bei den Stellenangeboten. Das gibt der Wissenschaftsladen Bonn bekannt, der mit einer großen Datenbasis seit 15 Jahren Stellenangebote im Umweltbereich analysiert. Treibende Kraft dabei seien vor allem die Erneuerbaren Energien.

Im Vergleich zum Anstieg der in der Gesamtwirtschaft beschäftigten Arbeitnehmer (1,2% - 2009 vs. 2010), legt der Umweltschutz insgesamt ein beachtliches Tempo vor, so der Wissenschaftsladen Bonn weiter. Gesucht werden vor allem Ingenieure. Auch Generalisten stehen laut Wissenschaftsladen hoch im Kurs.

Weitere Details zur Analyse gibt es auf der Homepage des Wissenschaftsladens Bonn.

Montag, 1. August 2011

Energiewende: Unseriöse Kostenschätzungen

Die Energiewende macht Schlagzeilen. Jedoch nicht immer gute. Von Kostenexplosionen ist dieser Tage in vielen Zeitungen zu lesen. Dass diese Panikmache jedoch unseriös ist, darauf weist der Bundesverband für Erneuerbare Energie (BEE) hin. Dabei sollte doch längst klar sein: Klimaschutz kostet, aber kein Klimaschutz hat einen höheren Preis, denn der Verzicht auf Klimaschutz kostet die Zukunft!

Isolierte Hochrechnungen voraussichtlicher Einspeisevergütungen reichen laut BEE für eine umfassende und faire Bewertung nicht aus. Zumal auch der hohe ökonomische Nutzen der Erneuerbaren Energien und die tatsächlichen Kosten der fossilen Energieträger mit in die Betrachtung einbezogen werden müssen, so der BEE.

Im Auftrag des Bundesumweltministeriums haben renommierte Forschungsinstitute laut BEE berechnet, dass die Erneuerbaren Energien allein 2010 Umweltschäden in einer Höhe von 8,4 Milliarden Euro vermieden haben. Daneben müsse die hohe Wertschöpfung für eine Vielzahl inländischer Unternehmen im Sektor der Erneuerbaren Energien beachtet werden. Immerhin stellen diese Unternehmen inzwischen rund 370.000 Arbeitsplätze. Zudem gibt es beachtliche Substitutionen von Energieimporten durch die heimischen erneuerbaren Energiequellen – nach Angaben des BEE insgesamt 7,4 Mrd. Euro in 2010.

BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann stellt kritisch fest: „Es ist mehr als fragwürdig, wenn angesichts notwendiger Investitionen in eine dauerhaft verfügbare und bezahlbare Energieversorgung Untergangsgesänge für die deutsche Industrie angestimmt werden. Gerade stromintensive Unternehmen profitieren schon heute von niedrigeren Börsenstrompreisen durch die Erneuerbaren. Im letzten Jahr betrug dieser Effekt immerhin rund drei Milliarden Euro“. Hinzu kommt laut Klusmann, dass mit dem neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ab dem kommenden Jahr weitere Unternehmen teilweise von der EEG-Umlage befreit würden.

Quelle: Bundesverband für Erneuerbare Energie (BEE)

Donnerstag, 28. Juli 2011

Energieeffizient Sanieren: KfW senkt die Zinsen erneut

Nach den Zinssenkungen zum 25. Mai 2011 und zum 05. Juli im Programm "Energieeffizient Sanieren" (Programm-Nr. 151/152), senkt die KfW die Zinsen zum 27. Juli um weitere 0,25 Prozentpunkte. Damit ist das Zinsniveau weiterhin innerhalb eines historischen Tiefs. Die Zeit für eine energetische Sanierung war selten so günstig wie jetzt.   

Neben der Energie- und Kostenersparnis erzielen Sanierer nun noch eine Zinsersparnis und investieren in die Wertsteigerung und in den Werterhalt ihrer Immobilie. Der effektive Zinssatz für eine 10-jährige Laufzeit mit beispielsweise zwei tilgungsfreien Jahren, liegt nun bei effektiv 1,56% - wohl gemerkt bei einer 10-jährigen Zinsbindung!

Bei einer besonders energetischen Sanierung (d.h. bei einer Sanierung zu einem so genannten KfW-Effizienzhaus) gibt es sogar zusätzliche Tilgungszuschüsse, die zwischen 2,5 und 12,5 Prozent liegen und sich auf die förderfähigen Bruttoinvestitionskosten beziehen.

Hier eine Übersicht über die gegenwärtigen Zinskonditionen der KfW:

Quelle: KfW
Bei einer Finanzierung aus Eigenmitteln gewährt die KfW bei Einzelmaßnahmen oder Einzelmaßnahmenkombinationen einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 5% der Bruttoinvestitionskosten. Je nach energetischem Niveau sind jedoch noch höhere Zuschüsse bis maximal 13.125 Euro pro Wohneinheit erzielbar. Somit gibt es gleichfalls Vorteile für die so genannten Selbstfinanzierer.  

HINWEIS (17.08.2011): Die Zinsen wurden zum 17.08 erneut gesenkt, siehe hier.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Grüner Strom für Achim

Bild: Uschi Dreiucker / pixelio.de
Die Stadt Achim möchte laut einem Bericht des Weser Kuriers künftig auf Atomstrom verzichten. Demnach möchte die Achimer Politik nun ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.

Die Umstellung der städtischen Einrichtungen auf grünen Strom erfolgt nach Zeitungsangaben in zwei Schritten - zum 1. Januar 2012 und zum 1. Januar 2013. Ab dann sei die NaturWatt GmbH neuer Stromlieferant der Stadt.

Laut Stiftung Warentest ist jedoch der Energiekonzern EnBW, der Atomkraftwerke betreibt, über einen Gesellschafter an der Naturwatt GmbH beteiligt.

Von Gewinnen der Naturwatt GmbH profitiere EnBW laut test.de nicht, da im Gesellschaftervertrag vorgesehen sei, sämtliche Gewinne in Projekte zu investieren, die Forschung, Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen fördern.

Direkt und indirekt unabhängige Stromanbieter sind unter http://www.atomausstieg-selber-machen.de/ gelistet. Der Wechsel ist binnen weniger Minuten vollzogen und ist somit überaus einfach.