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Dienstag, 17. Januar 2012

Energieeffizient Sanieren: Zuschüsse und Neuerungen für 2012

Seit dem 01. Januar 2012 gelten die neuen Richtlinien der energetischen KfW-Programmvarianten für die Altbausanierung. Altbauten sind laut KfW jene Gebäude, die vor dem 01.01.1995 gebaut worden sind oder für die davor eine Bauanzeige erstattet worden ist.

In der Zuschussvariante für energetische Modernisierungen (Programm-Nummer 430 / „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“) gelten seit Beginn des Jahres neue und erhöhte Zuschüsse, womit sich eine Sanierung 2012 nun noch mehr lohnt als noch 2011.

Für bestimmte Einzelmaßnahmen und Kombinationen von Maßnahmen (zum Beispiel die Modernisierung von Fenstern, Außentüren, Wänden, Dachflächen, Geschossdecken, Lüftungsanlagen und Heizungsanlagen) erhalten Selbstfinanzierer ab sofort einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der förderfähigen Bruttoinvestitionskosten beziehungsweise maximal 3.750 Euro pro Wohneinheit. 2011 lag dieser Zuschuss noch bei 5 Prozent und 2.500 Euro je Wohneinheit.

Bei der Sanierung zu einem besonders effizienten Gebäude - einem so genannten KfW-Effizienzhaus 55 - gibt es seit Januar maximal 15.000 Euro Zuschuss pro Wohneinheit.

In der nachstehenden Tabelle geben wir einen Überblick über die alten und neuen Zuschüsse auf Basis der förderfähigen Bruttoinvestitionskosten:

WE = Wohneinheit
Alternativ zu der Zuschussvariante gibt es eine Kreditvariante im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ (Programmnummer 151/152). Der effektive Zinssatz liegt diesbezüglich immer noch bei lediglich 1,0% pro Jahr bei einer garantierten Zinsbindung über 10 Jahre. Ohne Zweifel ein historischer Tiefstand.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Erhöhung der Bezuschussungsobergrenze einer Baubegleitung. Statt 2.000 € zahlt die KfW bei einer Baubegleitung nun maximal 4.000 Euro pro Vorhaben. Die Baubegleitung beinhaltet neben der Detailplanung zum Beispiel auch eine Luftdichtigkeitsprüfung (sog. Blower-Door-Test). Zuschussbeträge unterhalb von 300 Euro werden nicht mehr ausgezahlt. Zuvor lag die Grenze bei 150 Euro.

Eine ausführliche Fördermittelberatung in Bremen, Weyhe und Umgebung bieten Ihnen auch unsere Fördermittel- und Energieberater. Sprechen Sie uns bei Bedarf gerne an unter info(at)enerpremium.de.

ACHTUNG: Der Fördertopf im Gebäudesanierungsprogramm der KfW beläuft sich 2012 nur noch auf 900 Millionen Euro und nicht mehr auf 1,5 Mrd. Euro. Um sich die zweifelsfrei attraktiven Fördermittel zu sichern, sollten Sanierungswillige daher schnell handeln und Sanierungsvorhaben nicht mehr aufschieben. Mehr Infos dazu gibt es hier

Montag, 16. Januar 2012

Bio-Kraftstoff aus dem Wasser

Der konventionelle Weg, um Bio-Kraftstoffe herzustellen, ist die Nutzung von Pflanzenölen aus Sojabohnen oder Raps. Eines der Hauptprobleme bei der Nutzung dieser Pflanzen ist jedoch der große Flächenbedarf für den Anbau. Er steht somit in Konkurrenz zu der landwirtschaftlichen Nutzung zur Erzeugung von Nahrung.

Bild: Andreas Infurna / aboutpixel.de
Es gibt jedoch ein neues Verfahren, um Bio-Kraftstoffe herzustellen. Wie sonnenseite.com berichtet, haben Forscher der Technischen Universität München ein neues katalytisches Verfahren vorgestellt, mit dem Öle aus Mikroalgen effektiv in Dieselkraftstoffe umgewandelt werden können. Diese Mikroalgen kommen, so der sonnenseite.com, in fast allen Wasseransammlungen vor und lassen sich gut kultivieren. Sie stehen demnach auch nicht dem Landanbau von Nahrungsmitteln im Wege. Als weitere Vorteile der Mikroalgen werden ihr schnelles Wachstum und ihr hoher Anteil an Triglyceriden angeführt.

Dieses neue Verfahren verspricht offenbar erfolgreicher zu werden als die bisherigen. Darin hatte man unter anderem schwefelhaltige Katalysatoren verwendet, die das Öl jedoch verschmutzen konnten. Im nun entwickelten Verfahren soll die Reaktion durch einen neuartigen Nickel-Katalysator ohne Verunreinigungen möglich sein.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Alles im grünen Bereich

Die so genannten „grünen“ Jobs - solche im Bereich der erneuerbaren Energien, Umweltschutz etc. - erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, sind sie doch zukunftsweisend und abwechslungsreich. Auch tragen sie dazu bei, unseren Lebensraum langfristig zu schützen und zu erhalten.

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Über verschiedene Quellen kann man sich über freie Stellen in diesen Bereichen informieren, beispielsweise über das Online-Jobportal „energiejobs nordwest“. Dort werden derzeit 102 freie Stellen in der nordwestlichen Region Deutschland angeboten. Diese Seite wird, im Auftrag des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg, von dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen (ForWind) betrieben.

„energiejobs nordwest“ verfügt laut Informationen des i2b-Portals über einige Neuerungen, die es dem Nutzer nun noch einfacher machen, an Informationen zu gelangen. Demnach besteht nun unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, sodass entsprechende Stellenangebote von dort nun auch bei „energiejobs nordwest“ aufgeführt werden. Zudem soll durch eine Kooperation mit eejobs.de, einer bundesweiten Jobbörse für erneuerbare Energien, eine größere Bekanntheit erlangt werden. Des Weiteren können Jobsuchende von nun an auch Informationen über das Unternehmen einsehen, das sein Stellenangebot auf der Seite eingestellt hat.

Freitag, 6. Januar 2012

Oettinger plant 40 neue AKW für Europa

Als wäre es nicht schon eine Schande ungeheuerlichen Ausmaßes, dass in unserem Nachbarland Polen neue Atomkraftwerke gebaut werden sollen (das wäre Polens Atomeinstieg!) - nun macht sich EU-Kommissar Günther Oettinger auch noch für ganze 40 neue Atomkraftwerke in Europa stark! Der Zeitraum, in dem dieses Vorhaben umgesetzt werden soll, beläuft sich auf 20 Jahre.


Bild: Thommy Weiss  / pixelio.de
Entsprechend eines Artikels der Süddeutschen Zeitung, der ein Entwurf für die „Energy Roadmap 2050“ der EU vorliegt, wird die Atomkraft von der Kommission als „wichtiger Faktor“ bezeichnet. Laut des Umweltinstituts München e.V. wird die Atomkraft darin für ihre vermeintlich klimafreundliche CO2-freie Energieproduktion zu vergleichsweise niedrigen Kosten gelobt. Das Dokument wurde am 15.12.11 in Brüssel vorgestellt.

Man bedenke hierbei, dass es weder eine Endlagerstätte für den Atommüll gibt, noch, dass man überhaupt weiß, wie mit dem Müll weiter verfahren werden soll. Berücksichtigt man alleine die Kosten, die bisher in die „Endlagersuche“ geflossen sind, kann man doch nicht ernsthaft behaupten, dass Atomstrom „billig“ ist! Das Umweltinstitut führt zudem die Kosten für Uranabbau und für die -anreicherung sowie die Kosten für den Rückbau an, welche zusammengezählt den Atomstrom um einen vielfachen Faktor teurer als Wasser-, Wind- und Solarenergie machen.

Wir berichteten Anfang Dezember über den Aufruf zur Unterstützung der Kampagne gegen Polens Atomprogramm. Es ist toll zu sehen, dass sich viele Menschen an diesem Protest beteiligt haben: Nach Informationen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) konnten über 50.000 Einsprüche gegen den geplanten AKW-Bau in Polen gesammelt werden. Diese wurden bis zum 4. Januar 2012 über verschiedene Organisationen wie BUND, NABU und das Umweltinstitut München gesammelt und in Berlin an die polnische Botschaft überreicht.

Dienstag, 3. Januar 2012

Können Internetsuchmaschinen „grün“ sein?

Das Wissen im Netz gleicht einem unendlich großen Lexikon mit Informationen aus aller Welt. Diese Informationen müssen geordnet und gefunden werden. Suchmaschinen sind an dieser Stelle zweifelsfrei eine unheimliche Erleichterung für Internetnutzer, um schnell an relevante Informationen zu gelangen.

Haben Sie mal darüber nachgedacht, was passiert, wenn Sie etwas von Suchmaschinen wie Google oder Bing für sich suchen lassen?


Bild: Alexander Klaus / pixelio.de
Die Funktionsweise von Suchmaschinen und die Wege einer Suchanfrage sind komplex und damit energieintensiv. Denn nicht nur der Betrieb unseres Endgerätes (PC, Handy usw.) benötigt Strom, sondern auch die großen Server in den Rechenzentren der Suchmaschinen. Der Betrieb der Server und deren Kühlung benötigen Strom - viel Strom.

Manche Quellen behaupten, dass eine einzelne Suchanfrage bei Google so viel Strom benötigt wie eine Energiesparlampe in einer ganzen Stunde. Oder anders gesagt:

Zwei Klicks bei Google setzen so viel CO2 frei wie das Aufbrühen einer Tasse Tee (siehe z.B. reset.to).

Angeblich liegt der Stromverbrauch allein von Google bei rund 2,3 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr (Stand: September 2011).

Ganz gleich wie hoch der Energieverbrauch nun auch tatsächlich sein mag: Bei der weltweiten Nutzung von Suchmaschinen kommt sicherlich ein erheblicher Stromverbrauch zusammen, der alles andere als marginal ist. Eine wichtige Frage, die sich stellt: Aus welchen Quellen kommt der Strom? Sind es konventionelle, klimaschädliche Energieformen oder handelt es sich um grünen Strom?

So genannte "grüne" Suchmaschinen unterstützen mit ihren Gewinnen Projekte für nachhaltigen Klimaschutz. Auch gibt es Öko-Suchmaschinen, die ihre Server mit Ökostrom betreiben. Der Haken ist laut utopia.de und reset.to jedoch folgender: Greifen die Öko-Suchmaschinen auf die konventionellen, großen Maschinen zurück, dann ist nicht viel gewonnen - oder sogar viel verloren (!).

reset.to verweist darauf, dass die Einnahmen der grünen Suchmaschinen erst durch die Werbeeinbindung und die Werbeklicks entstehen und kommt zu der Erkenntnis, dass grüne Suchmaschinen gegenüber den konventionellen Maschinen dem Klima mehr schaden als nutzen - zumindest wenn Werbung nicht angeklickt wird.

An dieser Stelle möchten wir ergänzen, dass es auch von Relevanz ist, zu welcher Seite der Klick auf einer Werbeanzeige führt. Handelt es sich dabei um eine wirklich grüne Seite, die auf einem klimaneutralen Server bereitgestellt wird?

Es ist unschwer zu erkennen, dass es viele unbekannte Parameter gibt, die eine Einschätzung der Klimaeffekte eines Klicks erschweren. Uns ist bis heute keine echte grüne Suchmaschine bekannt, die nicht auf die altbewährten großen Maschinen zurückgreifen. Wer eine echte grüne und unabhängige Suchmaschine kennt, sollte sein Wissen mit uns teilen.

Über Kommentare freuen wir uns!

Sonntag, 1. Januar 2012

Frohes Neues Jahr

Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs, unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitbewerbern ein frohes Neues Jahr.

Es gibt viele Herausforderungen zu meistern. Auch in diesem Jahr möchten wir mit unserem Netzwerk weiter an einem Effizienzzuwachs und an einem Wachstum der Erneuerbaren Energien in der Region Weyhe, Bremen, Stuhr sowie Umgebung arbeiten.

In diesem Sinne: Frohes Neues Jahr!

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Fukushima: Kontrolle sieht anders aus

Es ist stiller geworden um Fukushima - Schauplatz einer der größten Atomkatastrophen unserer Zeit. Nach anfänglichen Versuchen der japanischen Regierung, das Ausmaß dieser Tragödie herunterzuspielen, wird das Ausmaß der Katastophe immer offensichtlicher. Die Böden und Bäume sind in einem weiten Gebiet um das zerstörte Atomkraftwerk herum radioaktiv kontaminiert. Die radioaktive Strahlung steckt mittlerweile in Gemüse, Meeresfrüchten und Tee. Unheimliche Mengen an Wasser, die zur Kühlung der Brennstoffe benötigt wurden und werden, finden bald keinen Platz mehr in den Auffangbehältern - und die Situation ist trotz irreführender Meldungen noch immer nicht unter Kontrolle.

Bild: Thomy Weiss / pixelio.de
Die aktuelle Nachricht der japanischen Regierung, dass in der Atomruine Fukushima Daiichi der Zustand des „cold shutdown“ („Kaltabschaltung“) erreicht wurde, ist trügerisch. Man könnte nun meinen, dass die kontrollierte Abschaltung gelungen sei. Doch das ist nicht der Fall - der Begriff „cold shutdown“ wird nur anscheinend von einigen Leuten anders definiert.

Die Betreiberfirma TEPCO definiert den Zustand des „cold shutdown“ laut sonnenseite.com als die Senkung der Temperatur am Boden des Reaktordruckbehälters auf unter 100°C. Dadurch verkocht das Kühlwasser nicht mehr. Außerdem soll nach Angaben von TEPCO die radioaktive Freisetzung durch das AKW unter Kontrolle sein und das Risiko für die Bevölkerung signifikant reduziert sein. Da de facto keine Abschaltung vorliegt, ist der Begriff „cold shutdown“ irreführend.

Der Begriff Kaltabschaltung beschreibt letztendlich nur den Zustand des ausgeschalteten, heruntergefahrenen Reaktors, dessen Brennelemente durch die weitere Zufuhr von Kühlwasser über Monate so lange gekühlt wurden, dass die Nachzerfallswärme von anfangs fünf Prozent der Reaktorleistung abgeführt wurde und die Brennelemente auch ohne weitere Kühlung das Wasser nicht über 100°C erhitzen würde (siehe sonnenseite.com).

Allerdings gibt es in den Ruinen von Fukushima keine solchen Brennstäbe mehr. Sie sind geschmolzen und befinden sich nicht mal mehr im Reaktordruckbehälter. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat dazu eine sehr anschauliche Grafik in ihrem Artikel vom 16.12.11 veröffentlicht. Auf dieser ist gut zu erkennen, dass sich der geschmolzene Kernbrennstoff bereits in den Beton unter dem Reaktordruckbehälter gebrannt hat und das Grundwasser bedroht.

Offenkundig soll der Anschein erweckt werden, dass die Situation unter Kontrolle ist. Kontrolle sieht anders aus.