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Donnerstag, 21. Juni 2012

Beschäftigung durch Erneuerbare Energien

Eine Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (gws) und des Zentrums für Solarenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW) zeigt erstmalig, wie sich die Erneuerbaren Energien auf den Arbeitsmarkt in den einzelnen Bundesländern auswirken. Dies berichtet die Agentur für Erneuerbare Energien in einer aktuellen Pressemitteilung.

Derzeit arbeiten in Deutschland über 380.000 Menschen in der Branche der Erneuerbaren Energien. In absoluten Zahlen weisen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg die größten Effekte auf die Beschäftigung auf. Insgesamt arbeiten in diesen vier Bundesländer fast die Hälfte aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer der Erneuerbaren-Energien-Branche. Fast 70.000 Beschäftigte in der Branche arbeiten aktuell allein in Bayern.

Wenn man die Statistik nicht in absoluten Zahlen, sondern in einem prozentualen Vergleich ausdrückt, sieht man schnell, welchen Stellenwert die Branche der Erneuerbaren Energien vor allem in den Teilen Deutschlands hat, die wirtschaftlich schwächer sind: In den östlichen Bundesländern Deutschlands arbeiten durchschnittlich 1,5 Prozent der Arbeitnehmer (jeder 70. Beschäftigte) in der Erneuerbaren-Energien-Branche. Vorreiter sind hier Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit 2,7 und 2,2 Prozent. In Sachsen-Anhalt ist sogar schon mindestens jeder 40. Beschäftigte direkt oder indirekt in der Branche tätig. Wenn man nun ganz Deutschland betrachtet, arbeitet schon jeder 100. Beschäftigte in der Erneuerbaren-Energien-Branche.

Vergleicht man die Beschäftigungszahlen aus 2011 (382.000 Beschäftigte) mit den aktuellen, erkennt man einen leichten Rückgang der Beschäftigungen. Trotzdem gäbe es laut Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, weiterhin Anlass zum Optimismus, da durch diese Zukunftsbranche gute Exportperspektiven und somit ökonomische Chancen verbunden seien.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Machen statt mahnen: Energieversorgung in Syke

Aktivisten der Syker Mahnwache wollen ab Juli 2012 mit einem Bürgerforum aufklären, wie Bürger und Kommunen mit einer autarken Energieversorgung den steigenden Energiepreisen entgegenwirken.

Die Regionale Rundschau (Weser Kurier) berichtete am 19. Juni, dass die Aktivisten Ina Kluger und Heiner Herholz aufrufen, die Energieerzeugung in Bürgerhand zu nehmen. Modelle und Vorbilder liefern andere Landkreise wie Oldenburg und Osterholz-Scharmbeck. In Oldenburg ziehen zum Beispiel Städte und Gemeinden beim Klimakonzept an einem Strang. In Osterholz-Scharmbeck beteiligen sich die Bürger, indem sie Anteile an Photovoltaikanlagen erwerben oder Ihre Dächer für Sonnenenergie vermieten können, so der Bericht.

Bild: Uschi Dreiucker  / pixelio.de
Die Aktivisten wollen sich für Bürgergenossenschaften einsetzen, die Konzepte und Möglichkeiten bieten, örtliche Energieprojekte zu finanzieren mit denen das Geld der Bürger in den Kommunen gehalten wird. Dazu sollen alle an einen Tisch geholt werden, um Energie langfristig autark und preisgünstiger zu erzeugen.

Eine Idee, die Unterstützung verdient!

Freitag, 15. Juni 2012

Biogasanlage der swb in Schwarme

Die bislang größte Biogasanlage in Schwarme wurde am 01. Juni 2012 vom Bremer Energieversorger swb offiziell in Betrieb genommen. Dies berichtete kürzlich der Sonntags Tipp (Ausgabe am 03. Juni 2012).
Bild: Ulrich Antas, Minden  / pixelio.de

Die 8,2 Millionen teure Anlage hat die Besonderheit, dass das gewonnene Methangas an Ort und Stelle auf Bio-Erdgas-Qualität gebracht und in das örtliche Verteilernetz sowie in das Hochdrucknetz der EWE eingespeist wird. Diese bringen das Gas zu einem Blockheizkraftwerk, das 1.600 Wohneinheiten in Bremen-Kattenturm mit Wärme versorgt.

Stefan Weber, der Geschäftsführer der swb CREA GmbH, die sich bei swb um die regenerativen Energien kümmert, erklärt, dass sich die Anlage nach einer Bauzeit von elf Monaten und einer Hochfahrphase im Herbst noch immer im Probebetrieb befindet. Für die swb CREA GmbH sei dies die dritte Anlage, die selbst geplant, projektiert, finanziert und gebaut wurde.

Die Anlage in Schwarme benötigt 30.000 Tonnen Substrate (hauptsächlich Mais) um die Anlage zu betreiben. Um die Versorgung zu gewährleisten, hat die swb Verträge mit ortsansässigen und höchstens 20 Kilometer entfernten Landwirten geschlossen.

Horst Wiesch, Bürgermeister der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, warnt jedoch vor einer Vermaisung der Landwirtschaft, da bereits 16 Prozent der Ackerflächen für den Maisanbau benötigt werden. Es solle darauf geachtet werden, dass die gute Praxis der Landwirtschaft in Sachen Düngen und Anbau beibehalten wird. Wiesch vertraut jedoch der swb, da er diese als fairen Verhandlungspartner kennengelernt habe.

Am Samstag, den 30. Juni 2012, bekommen nun alle Personen, die sich für das Thema Biogas interessieren, die Möglichkeit sich am Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr die Biogasanlage, An der Rennbahn 2 in 27327 Schwarme, anzuschauen.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Natur- und Umweltschutz Hand in Hand

Erneuerbare Energien schützen Ressourcen und vermeiden gefährliche Treibhausgase. Der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer, betont, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien und ein wirkungsvoller Umweltschutz untrennbar zusammengehören. Ohne einen forcierten Marktausbau zu Gunsten der Erneuerbaren Energien und ohne ein Zurückdrängen des fossil-nuklearen Sektors würden die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen unwiederbringlich verloren gehen. Dies wurde in einer aktuellen Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht.



Philipp Vohrer erläutert, dass der wichtigste Artenschutz der Klimaschutz bleibt. Fakt ist, dass in Deutschland 2011 rund 129 Millionen Tonnen an Treibhausgasen durch Erneuerbare Energien eingespart wurden. Davon wurden allein 70 Millionen Tonnen Treibhausgase durch den EEG-vergüteten Strom eingespart. Ohne den Einsatz von Erneuerbaren Energien lägen Deutschlands CO2-Emissionen um 14 Prozent höher. Diese Erkenntnisse belegen, dass die Erneuerbaren Energien ihren klimaschutzbeitrag innerhalb von knapp 10 Jahren etwa verdoppeln konnten. Die Steigerung des Klimaschutzbeitrages um rund 100 % strebt die Branche bis zum Ende des Jahrzehnts an.

Zwar benötigt der Bau von Anlagen ebenfalls Energie, aber Windräder und Solaranlagen holen diese innerhalb von geringen Zeiträumen wieder herein. Bei einem Windrad dauert es etwa drei bis sieben Monate, bis die Energie wieder erwirtschaftet wurde. Insofern eine überaus gute Energiebilanz. Außerdem gibt es bei dem Bau neuer Anlagen strenge Umwelt- und Naturschutzauflagen, die es zu beachten gilt. Vor dem Bau neuer Windkraftanlagen müssen zum Beispiel Umweltgutachten erstellt werden und nach dem Bau müssen Ausgleichsmaßnahmen getroffen werden.

Dank Biogasanlagen können Rest- und Abfallstoffe aus der Landwirtschaft noch effizienter genutzt werden. Somit können die gefährlichen Klimagasemissionen aus dem Agrarsektor eingedämmt werden.

Laut Bericht wirken sich auch Offshore-Windparks positiv auf das Bodenleben des Meeres aus. Muscheln und andere Lebewesen würden sich an den Trägerstrukturen der Anlagen ansiedeln. Bei den Onshore-Windparks sollen die Tiere schon seit längerem zeigen, dass sie sich auf die Veränderung der Umgebung einstellen können. Vohrer stellt fest, dass der Naturschutz durch Ausgleichsmaßnahmen wie zum Beispiel Aufforstung, Hecken oder Streuobstwiesen der Naturschutz weitere Impulse erhalte.

Montag, 11. Juni 2012

Uni Bremen startet mit eigener Windenergieforschung durch

Am 25. Mai 2012 hat die Universität Bremen eine eigene Forschungs-Windenergieanlage im Industrie-Park in Betrieb genommen, berichtet das Bremer i2b-Portal.

Bild: Sahirsch  / pixelio.de

Diese Anlage speist bereits seit Januar Strom in das öffentliche Netz ein, wovon rund 3.000 Haushalte profitieren. Nach diesem erfolgreich beendeten Probebetrieb, können die Forschungen nun beginnen. Auch für verschiedene Lehren und Weiterbindungen wird die Anlage zukünftig verwendet.

Durch die Forschungen der Uni Bremen sollen die Leistungsfähigkeit, Lebensdauer und Umweltverträglichkeit von allen Windenergieanlagen in verschiedenen Größenordnungen verbessert werden. Die Betreiber erhoffen sich neue Messdaten für Konstruktionsverbesserungen, Werkstoffwahl, Fertigung und Steuerung der Windenergie-Anlagen. Darüber hinaus möchten die Betreiber verschiedene windenergiespezifische Qualifizierungen anbieten.

All das ermöglicht das Zusammenspiel vieler Beteiligter. Neben der Universität Bremen engagieren sich auch der Bremer Bau- und Umweltsenator, der Bremer Wirtschaftssenator und die WFB (Wirtschaftsförderung Bremen GmbH). Hauptakteure sind die Deutsche WindGuard GmbH aus Varel, die die Anlage finanziert und betreibt, und das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) der Uni Bremen.

Knud Rehfeld, Geschäftsführer von WindGuard, freut sich besonders über Projekte, die in der Lehre vorangetrieben werden. Er engagiere sich sehr stark im Bereich der Forschung und Entwicklung. Ebenso wichtig halte er auch eine angemessene Qualifizierung des Nachwuchses. Dazu möchte er in der Ausbildung weitere Impulse geben und die Auszubildenden durch seine Praxiserfahrungen unterstützen. Insgesamt sieht er ein großes Potenzial in der neuen Anlage und der Zusammenarbeit mit der Universität.

Auch die Universitäten Oldenburg und Hannover können Projekte an der neuen Anlage durchführen. Zusammen mit der Uni Bremen bilden sie den Windenergieforschungsverbund "ForWind".

Freitag, 8. Juni 2012

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist beschlossen

Am 24.05.2012 wurde das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) im Bundestag mit den Stimmen
der Regierungsfraktionen beschlossen, so ein Bericht der von sonnenseite.com.

Bild: Gert Altmann / pixelio.de
Bei diesem Beschluss haben sich SPD und Linke enthalten. Bündnis 90/Die Grünen haben dagegen gestimmt. Dabei enthält der von den Regierungsfraktionen selbst gestellte Änderungsantrag einige Verbesserungen, wie z. B. die Förderung von Wärme- und Kältespeichern, die Entbürokratisierung der Förderung von Mini-BHKWs für Privathaushalte und die Einführung einer vierten Vergütungsklasse für Anlagen von 50 - 250 KW. Tatsächlich fehlen jedoch weitere Ansätze, um das Ziel von 25 Prozent Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 zu erreichen.

Die Erhöhung der Fördersetze um 0,3 Cent/kWh reiche nicht aus, um Investitionen anzureizen, so sonnenseite.com. Außerdem habe die schwarz-gelbe Regierung zu wenig zur Flexibilisierung vorgelegt, obwohl sich flexible KWK gut dazu eignen, Schwankungen von Wind- und Sonnenenergien auszugleichen. Des Weiteren sei die Tatsache inakzeptabel, dass die Quersubventionierung für den Bau neuer Kohlekraftwerke über das KWKG möglich ist.

Die Grünen haben zum Gesetzesentwurf einen Entschließungsantrag eingebracht, der konkrete Vorschläge enthält, um das Ziel von 25 Prozent bis 2020 zu erreichen. Die Erhöhung der Fördersätze für alle Anlagenkategorien um 0,5 Cent/kWh, die Einführung eines Flexi-Bonus und die Überführung des Mini-KWK-Impulsprogrammes ins KWKG, waren Anreize, die auch ohne zusätzliche Belastung für Verbraucher möglich gewesen wären.

Der Fördertopf lag 2011 bei 750 Millionen Euro. Davon wurden laut Bündnis 90/Die Grünen jedoch nur 160 Millionen Euro abgerufen.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Zinssenkungen bei der KfW

Wie wir dem Newsletter der KfW vom 06.06.2012 entnehmen konnten, wurden die Zinsen unter anderem in den Programmen 152 und 151 (Energieeffizient Sanieren) gesenkt. Die neuen Konditionen können der unten aufgeführten Tabelle entnommen werden.


Auszug aus dem Konditionenanzeiger der KfW
Nun kann zu noch günstigeren Konditionen ein Kredit im Programm "Energieeffizient Sanieren" in Anspruch genommen werden. Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Expertenteam von enerpremium gerne zur Seite. Schreiben Sie uns bei Bedarf!