enerpremium

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Globales Ölfördermaximum überschritten

Die Öl-Ressourcen schwinden. So verkündete die Internationale Energieagentur (IEA) ganz offiziell, dass die Förderung höchstens noch für einige Jahre stabil bleiben kann, bevor diese dann endgültig zurückgeht.
(Quelle der Grafik: IEA) 

Das globale Ölfördermaximum (auch Peak Oil genannt) wurde immer wieder heiß diskutiert. Die Frage nach dem Zeitpunkt, wann das Fördermaximum tatsächlich überschritten wird, wurde oft als komplex deklariert. 

Die IEA prognostizierte und datierte in der Vergangenheit das Ölfördermaximum für unkonventionelles Öl zum Beispiel zwischen 2020 und 2030 (siehe z.B. Wikipedia). Nun spricht die IEA aber noch in diesem Jahr von einem Peak Oil.

Montag, 6. Dezember 2010

Klima-Risiko-Index 2011: Das Ranking

Welche Länder sind besonders von Extremwetterszenarien betroffen? Diese Frage beantwortet der Klima-Risiko-Index 2011 von Germanwatch. Den ersten Rang belegt hierbei El Salvador. Die Top 10 in dem Betrachtungszeitraum 1990-2009 sind demnach durchweg Entwicklungsländer, also Länder mit niedrigem oder niederen mittleren Pro-Kopf-Einkommen.

Die Folgeschäden des Klimawandels tragen damit vor allem die Länder, die den Klimawandel am wenigsten zu verantworten haben.

Insgesamt starben zwischen 1990 und 2009 laut Bericht sage und schreibe mehr als 650.000 Menschen durch nahezu 14.000 Extremwetterereignissen. Der volkswirtschaftliche Schaden (soweit man diesen überhaupt bemessen kann) beträgt mehr als 2,1 Billionen US-Dollar (in Kaufkraftparitäten).

Der Klimawandel trägt massiv zu einer Zunahme extremer Niederschlagsereignisse und Hitzewellen bei, die die Zahl der Toten zukünftig weiter ansteigen lässt. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Zahl der Klimaflüchtlinge langfristig ansteigen. Schon jetzt ergreifen viele Entwicklungsländer Maßnahmen, um sich auf Klimakatastrophen vorzubereiten und sich der Lage zunehmend anzupassen. Dass dies nicht aus eigener finanzieller Kraft geschehen kann, liegt auf der Hand.

Die Vereinbarung eines ambitionierten Anpassungsrahmenwerks, der auf einer verlässlichen und angemessenen Finanzierung basiert, wäre hier laut Germanwatch eine aussagekräftige Hilfe. Genau diese Perspektive könnte der Klimagipfel in Cancún bieten, um den besonders verletzlichen Entwicklungsländer eine angemessene Unterstützung zu bieten. Was der gegenwärtige Klimagipfel nun an konkreten Ergebnissen bringt, bleibt abzuwarten.

Hier nun das Ranking laut Klima-Risiko-Index 2011:


Eine deutsche Zusammenfassung des englischsprachigen Berichtes können Sie unter http://www.germanwatch.org/klima/kri10kurz.pdf downloaden. Weitere Infos und den Originalbericht können Sie unter http://www.germanwatch.org/kri finden.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Einmal „Solarstrom to go“ bitte!

Der amerikanische Hersteller Goal Zero stellt transportable Systeme zur Stromversorgung her. Die Solarpaneele lassen sich vollständig autonom betreiben und sollen in der Handhabung sehr gut sein.

Von nun an vertreibt die Firma DEC Energy aus Trier die transportablen Systeme im deutschsprachigen Raum vordergründig an Outdoorsportler und Camper sowie Hilfsorganisationen.

Goal Zero-Gründer Robert Workman schöpfte seine Idee aus eigener Erfahrung – nämlich im Rahmen von Hilfsprojekten im Kongo. Schließlich ist dort – wie in vielen afrikanischen Regionen auch – eine zuverlässige Stromversorgung eine wirkliche Seltenheit. Diese Not machte erfinderisch und inspirierte Workman schließlich die Geräte unter Extrembedingungen zu testen. So involvierte er schließlich ein Team aus Extremsportlern, Abenteurern und Polarforschern, um seine Erfindung unter Realbedingungen zu testen.

Die Miniatur-Kraftwerke sind übrigens kaskadierbar, d.h. sie lassen sich beliebig miteinander kombinieren.

Quelle: http://www.cleanenergy-project.de/12764/





Montag, 29. November 2010

Konsum & Klimawandel

Was war zuerst da: Die Henne oder das Ei?

Nicht nur dieser philosophischen Frage geht unser heutiger Online-Filmtipp zum Thema “Konsum & Klimawandel” mit dem Titel „Unsere kleine Welt: Der Klimafilm“ nach. Er zeigt in nur drei Minuten und 51 Sekunden leicht verständlich interessante Zusammenhänge zwischen unserem alltäglichen Konsum und dem Klimawandel auf.  Mehr Infos zu dem Film, finden Sie unter www.fh-augsburg.de/klima.



Beste Grüße sendet
Ihr enerpremium-Team

Mittwoch, 24. November 2010

Lohnt sich Photovoltaik noch? Die neue Einspeisevergütung kommt…

Photovoltaik-Anlagen waren bisher nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sehr sinnvoll. Renditen in Höhe von 7-8 Prozent bei kleineren Privatanlagen waren eher die Regel als die Ausnahme. Doch wie sieht das in Zeiten sinkender Einspeisevergütungen aus, die sich negativ auf die Erlösseite der PV-Anlagen auswirken?

Und wer weiß überhaupt noch, welche Einspeisevergütung jetzt eigentlich für die betreffende Anlage gilt!? In der Tat kann man hier aufgrund der oft heiß diskutierten gesetzlichen Änderungsvorhaben sehr schnell den Überblick verlieren. Das merken wir auch in unserer täglichen Arbeit. Kunden und Interessierte fragen uns immer wieder: Was bekommen wir für eine PV-Anlage, wenn wir diese noch in diesem Jahr installieren und auf welche Werte fällt die Einspeisevergütung im Januar 2011 ab?

Hier eine Übersicht über die Einspeisevergütungen, die aktuell noch bis zum 31.12.2010 für Kleinanlagen von bis zu 30 kWp gültig sind:


Dass sich eine Investition in Photovoltaik ökologisch lohnt steht völlig außer Frage, denn die Energiebilanz fällt zugunsten der Umwelt positiv aus. Der Ausstoß von CO2-Emissionen, die für die Erzeugung einer solchen Anlage anfallen, ist meist schon nach rund 3 Jahren durch den konsequenten Betrieb einer solchen Anlage mit all ihren Einsparungen an CO2 ausgeglichen.

Dennoch sollte bei PV-Anlagen auf die Modulart geachtet werden, denn nicht alle Module sind unter ökologischen Gesichtspunkten mit Blick auf die spätere Entsorgung wirklich geeignet. Im Kleinanlagenbereich ist dies jedoch in der Regel weniger problematisch als im Großanlagenbereich: Denn die typischen kristallinen Module sind in der Regel ökologisch unbedenklich. Bei Bedenken und möglichen Unsicherheiten sollten einfach Experten konsultiert werden, da Vorsicht bekanntlich besser ist als Nachsicht. Schließlich ist die spätere Entsorgung der PV-Anlage auch eine Kostenfrage und wer will hier schon teuren Sondermüll entsorgen!?

Wirtschaftlich gesehen gibt es viele Einflussgrößen, die die Rentabilität einer PV-Anlage maßgeblich beeinflussen. Daher lohnt es sich vor der eigentlichen Investition, die Wirtschaftlichkeit einmal genauer von unabhängigen, kaufmännischen Fachleuten abschätzen zu lassen, wobei hier die Betonung auf unabhängig liegt.

Spätestens dann, wenn man die Anlage finanzieren lassen möchte oder gar muss ist eine ehrliche und realistische Schätzung unabdingbar. Denn die Bänker wollen nicht nur wissen, was die Anlage kostet, sondern interessieren sich natürlich vor allem für das, was unterm Strich übrig bleibt.

Abschließend noch eine Übersicht über die Einspeisevergütungen, die laut einem Beschluss des Bundestages vom 08. Juli 2010 ab dem 01.01.2011 gelten:


Sie sehen also, dass sich eine Investition in PV-Anlagen vor allem dann lohnt, wenn man die Anlagen noch bis zum 31.12.2010 in Betrieb nimmt, um noch die „alte“ Einspeisevergütung aus 2010 in Anspruch nehmen zu können. Übrigens: Die Einspeisevergütung ist ab der Inbetriebnahme für 20 Jahre festgeschrieben und hat damit Bestandsschutz, was die Investitionssicherheit natürlich enorm erhöht.

Wie sich die Preise der schlüsselfertigen Anlagen im kommenden Jahr nun konkret entwickeln werden, bleibt abzuwarten. Um den PV-Markt zu sichern und weiterhin attraktiv zu halten, müssen die Modulpreise zwangsläufig weiter fallen. Insofern wirkt sich dies wieder positiv auf die Rentabilität der dann installierten Anlagen aus. Was das in Zahlen konkret heißt, sollte immer von Fall zu Fall individuell betrachtet werden. Denn die Rendite einer Anlage hängt von vielen individuellen Faktoren ab, die sich nicht pauschalisieren lassen.

ACHTUNG: Lesen Sie unbedingt noch unser Update zum Thema Photovoltaik vom 23.01.2012 (!)

Dienstag, 23. November 2010

Anfragszahlen bei Photovoltaik rückläufig

Im Oktober reduzierten sich die Anfragen für PV-Anlagen im Vergleich zum Vorjahr (Oktober 2009) um 44%, teilte das Handwerkerportal Quotatis mit. Im September waren es sogar 53% Rückgang. Gleiches gilt für die Anfragen in den Monaten Juli und August, die ebenfalls weit hinter den Zahlen des Vorjahres zurückbleiben.

Der Geschäftsführer der deutschen Quotatis-Niederlassung, Jens Oenicke, betont, dass der Oktober 2010 mit Blick auf die PV-Anfragen seit Februar 2009 einen neuen Tiefstand symbolisiert. Zudem geht er von einer weiteren Reduktion aus, was er maßgeblich auf die Verunsicherungen der Verbraucher durch die kürzliche Novellierung des EEG zurückführt.

(Quelle: sonnenseite.com) 

Montag, 22. November 2010

Aktion: Wulff tu's nicht!

Bundespräsident Wulff kann das Atomgesetz noch stoppen! Daher bittet das Aktionsbündnis "campact.de! Demokratie in Aktion" um Mithilfe, den unten gezeigten Kampagnenfilm noch bekannter zu machen. Schon jetzt haben sich über 49.000 Menschen den Film online angesehen.



Das Aktionsbündnis schreibt hierzu wörtlich:

"Um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke durchzusetzen,
will die Regierung das Atomgesetz ohne Zustimmung des
Bundesrats ändern. Viele renommierte Verfassungsrechtler
sehen darin einen Verstoß gegen das Grundgesetz.

Ob die Regierung damit durchkommt, hängt jetzt von
Bundespräsident Wulff ab. Ohne seine Unterschrift tritt
das neue Atomgesetz nicht in Kraft.

Ob Wulff deshalb schon Alpträume plagen? Ein 60-Sekunden-Spot
von Campact nimmt dies an – und hat auch gleich ein Mittel
dagegen: das Atomgesetz nicht unterzeichnen. Dies fordern
auch schon über 110.000 Buerger/innen mit einem Online-Appell
an Wulff. (...)"


Unter http://www.wulff-tus-nicht.de/ und http://www.campact.de/atom2/help/recommend3 kann man die Aktion online unterstützen! Wenige Minuten, die sicher gut investierte Zeit sind!