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Mittwoch, 12. Oktober 2011

Durch Sanierung Heizöl sparen

Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Die Preise für Heizöl steigen seit Jahren und werden dies auch weiterhin tun. In diesem Herbst liegt der Heizölpreis mit rund 85 Cent pro Liter 30 Prozent über dem Vorjahresniveau und wird vielen Haushalten eine teure Heizperiode bescheren, so die Einschätzung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Eine vierköpfige Familie in einem alten, unsanierten Einfamilienhaus, muss in diesem Winter mit Mehrkosten von 800 Euro rechnen. Diesem Beispielhaushalt gegenüber steht der gute Energiestandard "Effizienzhaus 85", welcher sich durch eine umfassende Sanierung erreichen lässt. Die Sanierung würde die Heizkosten gegenüber des unsanierten Haushalts von etwa 3.500 Euro auf jährlich unter 1.000 Euro senken. Übrigens werden die Sanierungsmaßnahmen zum Beispiel von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert, auch wenn es sich nur um Teil-Sanierungen handelt.

Bei der Überlegung zu beachten ist, dass viele unsanierte Häuser aus den 70er Jahren in den nächsten Jahren ohnehin saniert werden müssen, um das Gebäude zu erhalten. Eine weitergehende Effizienzhaus-Sanierung ist also eine Überlegung wert, da dadurch mehr Energie eingespart werden kann.

Für die Beantragung von Fördermitteln bei der KfW ist ein Nachweis erforderlich, der nur von Sachverständigen ausgestellt werden kann. Auch das Energieberatungsunternehmen enerpremium stellt solche Nachweise aus - weitere Informationen dazu finden Sie unter www.enerpremium.de.

Quelle: sonnenseite.com

Freitag, 7. Oktober 2011

Sanierte Gebäude sparen 52 Prozent Heizenergie

Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de
Vollsanierte Gebäude benötigen mit Solarwärmenutzung 52 Prozent weniger Heizenergie als vergleichbare unsanierte Altbauten. Dies geht aus einem Artikel des GEB-Magazins hervor, der sich auf die Gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online bezieht und Daten von rund 1 Millionen Gebäuden ausgewertet hat.

Demnach sind etwa 75 Prozent der 40 Mio. Wohneinheiten in Deutschland vor 1978 und damit auch vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet worden. Somit umfassen sie das größte Energieeinsparpotential im Wohngebäudebestand.

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands spiele eine entscheidende Rolle für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung und damit auch für die Energiewende, so die Geschäftsführerin von co2online, Tanja Loitz.

Die Bundesregierung hat im Sechs-Punkte-Programm zur Energiewende festgelegt, dass der Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent verringert werden soll. Der Trendreport Energie, in dem ab sofort regelmäßig statistische Auswertungen dieser Gebäudedaten von co2online veröffentlicht werden sollen, zeigt Wege auf, wie dieses Ziel effizient erreicht werden kann, so der Bericht der GEB.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Stromkosten um bis zu 43 Prozent gestiegen

Grafik: Eigene Darstellung in Anlehnung an BDEW
Gemäß eines Artikels des aktuellen Bremen Magazins sind die Kosten für Strom in den letzten fünf Jahren um bis zu 43 Prozent gestiegen. Das ergaben Berechnungen des unabhängigen Vergleichsportals toptarif.de. Grund dafür seien nicht allein die höheren Preise, sondern auch der Verbrauch, der gestiegen sei. Denn die technische Ausstattung der Haushalte werde immer umfangreicher, so Daniel Dodt von toptarif.de.

Am stärksten betroffen von den gestiegenen Kosten seien große Haushalte. Verbrauchte beispielsweise ein sechsköpfiger Musterhaushalt im Jahre 2006 rund 5760 Kilowattstunden Strom im Jahr, musste er bei einem durchschnittlichen Preis von 18,6 Cent pro Kilowattstunde insgesamt rund 1070 Euro pro Jahr zahlen. Im Jahr 2011 verbrauchte der gleiche Haushalt im Durchschnitt etwa 6580 Kilowattstunden zu je etwa 23,3 Cent. Die Gesamtsumme beläuft sich in diesem Fall auf rund 1530 Euro, so der Artikel.

Auch für andere Haushaltsgruppen seien die Rechnungsbeträge seit dem Jahr 2006 spürbar gestiegen. Ein Single-Haushalt müsse im Fünfjahres-Vergleich durchschnittlich etwa 36 Prozent mehr an die Stromversorger zahlen, so Daniel Dodt.

Quelle: Bremen Magazin, Ausgabe Oktober 2011, Heft Nr. 329

Freitag, 30. September 2011

Photovoltaik-Anlage auf dem Weserstadion

Bild: Jens Bembennek / pixelio.de
Laut einer Pressemitteilung der EWE Aktiengesellschaft ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Weserstadion nun fertiggestellt worden, an der seit der Sommerpause 2008 im Auftrag von EWE und swb gearbeitet wurde.

swb-Marketingleiter Frank Steinhardt betont, dass bereits in der Bauphase, als die Anlage in den Jahren 2009 und 2010 nur teilweise in Betrieb war, etwa 700.000 kWh Strom ins Netz eingespeist werden konnten. Fertiggestellt ergeben die 200.000 Solarzellen insgesamt eine Fläche von rund 16.000 m², damit erzeuge die Anlage jährlich Strom für etwa 300 Haushalte, so die Pressemitteilung.

EWE und swb, welche Partner des Weser-Stadions sind, entwickelten außerdem eine fortschrittliche Heizzentrale, die für noch mehr Effizienz im Stadion sorge. Zu dieser gehört eine Mikrogasturbine, die den Strom nun direkt vor Ort erzeugt. Hinzu kommen außerdem zwei Heizkessel für die Wärmeversorgung, sodass durch eine sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung eine optimale Nutzung des Brennstoffes Erdgas möglich wird.

Quelle: Pressemittteilung der EWE Aktiengesellschaft

Mittwoch, 28. September 2011

Uran in handelsüblichem Dünger

Offenbar streuen etliche Menschen Uran in ihre Gärten, denn dieses ist in vielen industriell erzeugten Düngemitteln enthalten. Scheinbar aus Kostengründen greifen einige Hersteller zu billigeren, weil mit Uran verseuchten Grundstoffen, so ein Beitrag des Forums "Konsumpf".

Und diese ganz und gar nicht harmlose Zutat muss noch nicht einmal in der Liste der Inhaltsstoffe aufgeführt werden. Das fand die NDR-Sendung "Markt" heraus - sie initiierte die Untersuchung von fünf verschiedenen Düngern aus dem Baumarkt in der Jacobs-University in Bremen. In drei Proben wurden hohe Werte an Uran festgestellt, daneben auch das Schwermetall Cadmium.

Nicht die Strahlung sei das Problem dabei, sondern die giftige Wirkung auf die Nieren oder auch mögliche krebsauslösende Wirkungen, so Andrea Koschinsky von der Jacobs-University Bremen. Sie erklärt weiterführend, dass sich das Uran in den Düngemitteln enthaltenen Phosphaten befinde, welche vor langer Zeit im Meer gebildet wurden.

Der NDR-Beitrag "Giftiges Uran in Gartendüngern" behandelt unter Anderem die an manchen Orten erhöhten Uranwerte im Grundwasser, die möglicherweise auch auf solche Dünger zurückzuführen sind.

Laut Prof. Ewald Schnug, dem Präsidenten des Internationalen Zentrums für Düngemittel, stelle das Uran auch ein großes Risiko für die kommende Generation dar, da es sich anreichere, wenn es erst einmal im Boden ist. An manchen Stellen sei das Trinkwasser bereits so stark belastet, dass der Genuss unverantwortlich sei.

Dienstag, 27. September 2011

Strahlenproblem in Gorleben

Bild: © Greenpeace
Mit einer Wärmebildkamera haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace in der Nacht zum Samstag die Castorhalle in Gorleben thermografiert. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Umweltschutzorganisation hervor.

Die gemachten Thermografieaufnahmen veranschaulichen die thermische "Fußspur" der Strahlung, die wir sonst mit unseren Augen nicht wahrnehmen können: Aus den Lüftungsschlitzen dringt laut Greenpeace ungefilterte warme Luft (siehe gelb-rot eingefärbte Bereiche an der obersten Kante der Halle im unten abgebildeten Thermogramm). Energie geht grundsätzlich nicht verloren und ist sozusagen das Nebenprodukt einer jeden Energieumwandlung. Diese thermische Energie wird durch die Thermografie sichtbar gemacht.

Die Umgebung wird somit durch die Abwärme der Castor-Behälter aufgeheizt, die durch den radioaktiven Zerfall in den Behältern entsteht. Diese Wärme macht deutlich, wie aktiv und gefährlich die Abfälle in der Halle sind.

Zusätzlich dazu gelangt die sogenannte Streustrahlung durch die Zu- und Abluftöffnungen in die Umwelt, die laut TÜV etwa zwei Drittel der an den Messpunkten erfassten Radioaktivität ausmachen.

Die gemessene Strahlenbelastung könnte noch weiter ansteigen, denn Ende des Jahres sollen 11 weitere Castorbehälter mit Atommüll aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague nach Gorleben gebracht werden. Berechnungen der niedersächsischen Atomaufsicht haben gemäß Greenpeace ergeben, dass die Strahlung der hochradioaktiven Abfälle bereits nach der Belegung von weniger als einem Viertel der verfügbaren 420 Castor-Stellplätze zur Überschreitung der Grenzwerte führen wird - und das nach nur 16 Jahren Einlagerung in der für 40 Jahre genehmigten Halle.

Montag, 26. September 2011

Deutschland bleibt Strom-Exporteur

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Das Vorurteil, dass Deutschland nach dem Abschalten der acht ältesten Atomkraftwerke zum Ausgleich nun einfach billigen Atomstrom aus dem Ausland importiert, ist widerlegt. Denn zum Einen wird der importierte Strom, der größtenteils aus Frankreich (42%) und Tschechien (22%) stammt, zu großen Teilen aus anderen Energieträgern gewonnen, so sonnenseite.com. Zum Anderen exportiert Deutschland immer noch mehr Strom ins Ausland, als importiert wird. Deutschland ist in der Tat also eher Stromexporteur als -importeur.

Diese Entwicklung sei laut sonnenseite.com besonders erstaunlich, da Frankreich sowie Tschechien Atomstrom zu Dumpingpreisen anbieten, in denen weder die Atommüll- noch die Haftungskosten eingerechnet sind und die durch Investitionssubventionen gedrückt werden.

Bereits im ersten Halbjahr des Jahres 2011 lieferte Deutschland je nach Quelle 28-29 Milliarden Kilowattstunden Strom in seine Nachbarländer und bezog aus diesen 24-25 Milliarden. Dies geht aus den Stromhandelszahlen hervor, die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) jetzt veröffentlichte. Die größten Abnehmer sind dabei Österreich mit 27 Prozent und die Schweiz mit 25 Prozent, so die Informationen von Strom-Magazin.de.

Der Anteil an Strom aus Erneuerbaren Energiequellen ist dabei so hoch wie noch nie zuvor. Weitere Informationen dazu können dem enerpremium-Blogbeitrag vom 15. September 2011 entnommen werden.